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Stadt schreitet gegen Auto-Poser ein: ZOB wird nachts gesperrt

Schnelle Reaktion nach dem Protest von 180 Cloppenburgern gegen Lärm und Müll: Die Stadt verbietet das Parken und Befahren des Platzes ab 21 Uhr.

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Keine "Kavalierstarts" mehr: Auf dem ZOB in Cloppenburg herrscht bald Nachtruhe. Symbolfoto: Heiner Stix

Keine "Kavalierstarts" mehr: Auf dem ZOB in Cloppenburg herrscht bald Nachtruhe. Symbolfoto: Heiner Stix

Der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) in Cloppenburg wird von 21 bis 6 Uhr für Kraftfahrzeuge gesperrt. Das hat die Stadtverwaltung am Freitag angekündigt. Sie reagiert damit nach nur wenigen Tagen auf die massive Beschwerde von 180 Cloppenburgern. Die Nachbarn hatten  sich in einer Unterschriftenaktion gegen den Lärm und den Müll von jungen Autofahrern gewehrt.

Wegen dieser Klagen wird in den nächsten Tagen eine  verkehrsrechtliche Anordnung umgesetzt:  Sie sieht vor, dass von 21 bis 6 Uhr morgens die Durchfahrt über den ZOB-Parkplatz verboten ist, wobei Busse im Linienverkehr die Ausnahme bilden. Somit ist neben dem Durchfahren des Parkplatzes auch das Halten und Parken rechtswidrig. In den nächsten Tagen sollen die entsprechenden Verkehrszeichen aufgestellt werden. Damit erhält die Polizei zum ersten Mal eine rechtliche Handhabe, alle sich dort versammelnden Autofahrer des Platzes zu verweisen.

Verstöße gegen die Vorschriften werden mit einem Bußgeld geahndet. "Entsprechende Kontrollen werden durchgeführt", teilte die Stadt mit.

Stadtmitarbeiter sprachen abends Autofahrer an

Bereits in den vergangenen Wochen sei die Verwaltung "aktiv gegen die Situation vor Ort vorgegangen", erklärte Pressesprecherin Friederike Bockhorst. Nachdem vereinzelt Anrufe beim Ordnungsamt der Stadt eingegangen seien, hätten städtische Mitarbeiter über einen längeren Zeitraum in den Abendstunden den ZOB besucht, um  die Zustände zu überprüfen und "auftretende Missstände" zu beseitigen. Dabei seien vor allem "präventive Gespräche" geführt worden, um die Fahrer auf die Sorgen und Probleme der angrenzenden Nachbarn aufmerksam zu machen.

Wie berichtet, hatten sich an den warmen Sommerabenden nach Angaben der Nachbarn bis zu 40 vorwiegend junge Fahrer mit teils auffälligen Autos auf dem ZOB getroffen, Musik gehört und teilweise Partys auf dem Pflaster gefeiert. Sogar ein Grill sei aufgestellt worden, berichtete eine Anwohnerin der Straße Pingel-Anton. 

Stadt räumt ein: Lage hat sich offenbar zugespitzt

Die gute gemeinten Appelle fruchteten offenbar nicht. "Da sich die Situation vor Ort scheinbar erneut zugespitzt hat, erfolgt nun in einem weiteren Schritt die verkehrsrechtliche Anordnung", erklärte die Verwaltung.  Zusätzlich werde die Stadt in der nächsten Zeit Gespräche mit anderen beteiligten Behörden führen, hieß es. Damit dürfte auch die Polizei gemeint sein.

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