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Stadt schafft natürlichen Schutz gegen Überflutung

Die Arbeiten an Soestepoldern haben begonnen, die Gesamtmaßnahme kostet 600.000 Euro. Der Bereich hinter Kaufland soll als Grünfläche erlebbar werden.

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Fachbereichsleiter Armin Nöh (links) stellte die Pläne vor. Foto: Hermes

Fachbereichsleiter Armin Nöh (links) stellte die Pläne vor. Foto: Hermes

"Es ist eine besondere Baustelle", erklärte Fachbereichsleiter Armin Nöh am Montagmittag bei der Begehung der Fläche hinter Kaufland. Geplant sind hier sogenannte Soestepolder, die unter anderem als Hochwasserschutz fungieren sollen. Die Gesamtmaßnahme kostet 600.000 Euro, sie wird mit 100.000 Euro über das LEADER-Programm gefördert.

"Wir wollen hier ein naturnahes Bild schaffen", so Nöh weiter. So soll ein nicht asphaltierter Pfad durch das rund 8300 Quadratmeter große Gelände führen, auf dem Spaziergänger unterwegs sein können. Nöh sprach von einem "5-Minuten-Grün", in dem man während einer kleinen Pause frische Luft holen könne. Die Parklandschaft solle für die Bürger und Bürgerinnen erlebbar werden.

Die Bagger verrichten bereits ihre Arbeit, die Baumaßnahme soll je nach Witterungslage weitestgehend am Ende des Jahres abgeschlossen sein. Dabei werden rund 4800 Kubikmeter Boden mit 1,5 bis 2 Metern Tiefe abgetragen. Zurzeit werden Platten auf dem weichen Untergrund verteilt, sie sorgen für die Standfestigkeit der schweren Fahrzeuge und Geräte.

Präsentieren die Planungen: Armin Nöh, Reiner Blömer, Anja Riegel, Bernd Böckelmann und Markus Övermeyer (von links).   Foto: HermesPräsentieren die Planungen: Armin Nöh, Reiner Blömer, Anja Riegel, Bernd Böckelmann und Markus Övermeyer (von links).   Foto: Hermes

Nach der Fertigstellung wird das Wasser der örtlichen Zuläufe vom Marktplatz und der Soestenstraße hier aufgenommen und teilweise gereinigt. "Das soll zu großen Teilen durch die Natur erfolgen", sagte Nöh. Unter anderem werden Schilf angepflanzt und einzelne Gehölze gesetzt, unter Beobachtung soll sich die weitere Vegetation dann selbst entwickeln. 

Auf dem Gebiet sind schließlich eine Kombination aus Regenklär- und Regenrückhaltebecken geplant. "Insbesondere im Hinblick auf die immer häufigeren Starkregenereignisse kann die Soeste durch den neuen Polder deutlich entlastet werden", heißt es in der entsprechenden Pressemitteilung der Stadt. 

Soestebrücke muss temporär gesperrt werden

Bei der Naturzelle "Soestepolder" handelt es sich um eine Maßnahme, die aus dem naturräumlichen Entwicklungskonzept Soeste entstanden ist. Dieses wurde Anfang 2019 mit Unterstützung der LAG Soesteniederung erstellt. 

Irritationen zu dieser Maßnahme hatte es bei Anwohnern über die Sperrung der Soestebrücke gegeben, die inzwischen wieder aufgehoben ist. Wie Nöh erklärte, sei dies temporär für die Bodenabfuhr nötig. Diese erfolgt im Bereich der St.-Andreas-Turnhalle, im Bereich der Soestenstraße sei zu wenig Platz dafür. „Wir versuchen, das konzentriert über einen kurzen Zeitraum zu erledigen“, so der Fachbereichsleiter.

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