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Stadt Damme investiert eine Million Euro ins Rathaus

Die Arbeiten an der Heizung sind abgeschlossen. Die neuen Glasfassaden sind Ende Januar fertiggestellt. Nun folgt die Umgestaltung der Treppenanlage vor dem Haupteingang an der Westseite.

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Alles im Plan: Dieter Prues (links) und Henrik Runnebaum (rechts) ließen sich von Jürgen Oevermann von S+W Alubau über den Stand der Dinge bei den Glasfassaden unterrichten. Foto: Lammert

Alles im Plan: Dieter Prues (links) und Henrik Runnebaum (rechts) ließen sich von Jürgen Oevermann von S+W Alubau über den Stand der Dinge bei den Glasfassaden unterrichten. Foto: Lammert

Hohe Investitionen im vergangenen Jahr, weitere in diesem Jahr: Dammes Rat und Verwaltung lassen das vor mehr als 40 Jahren fertiggestellte Rathaus nach und nach auf den technischen Stand bringen. Manches, wie die Sanierung der Eingangsbereiche an der West- und an der Ostfassade, ist gut sichtbar, manches nicht, wie die Erneuerung der Netzwerkverkabelung und der Telefonanlage.

Arbeiten an Glasfassaden sollen Ende Januar beendet sein

Noch bis Ende Januar sind nach Angaben des Kämmerers Werner Fischer die Arbeiten an den beiden Eingangsbereichen mit den neuen Glasfassaden angesetzt, für die die Stadt im Rahmen des niedersächsischen Förderprogramms "Energieeinsparungen und Energieeffizienz bei öffentlichen Trägern und Kultureinrichtungen" Zuschüsse erhält. Mitarbeiter des in Bersenbrück ansässigen Unternehmens S+W Alubau hatten die alten Glasfassaden abgebaut und durch die beiden neuen ersetzt.

In die Glasfassaden ist jeweils auch ein Windfangkoffer eingebaut, der beim Öffnen der ebenfalls neuen Schiebetüren einen zusätzlichen Energieverlust verhindern soll. Die Schiebetüren wiederum schaffen einen barrierefreien Zugang zum Rathaus.

Schiebetüren sorgen für mehr Barrierefreiheit

Der ist letztlich allerdings nur an der Westseite vorhanden, weil nur hier eine Rampe zum Eingangsbereich führt. An der Ostseite ließe sich eine solche Rampe nur schwerlich bauen.

Im Zuge der vom Planungsbüro Keese in Wagenfeld konzipierten Arbeiten an den Glasfassaden, die über ein Sonnenschutzglas verfügen und deren Oberlichter sich zwecks der Belüftung öffnen lassen, hat die Stadt auch den Zugang zum Ratsbereich verlegen lassen. Dadurch sei dieser leichter zu finden. Außerdem lasse sich der Zugang besser steuern, sagte Henrik Runnebaum vom Amt Finanzen.

Heizungsanlage arbeitet mit bilanziertem Biomethangas

In den Bereich der energetischen Sanierung fällt zudem die Erneuerung der Heizungsanlage, die wie die Glasfassaden in den Eingangsbereichen aus dem Jahr 1981 stammte. Als für beide Maßnahmen förderfähige Kosten hatte das Land Niedersachsen rund 600.000 Euro anerkannt, auf die es einen Zuschuss in Höhe von zirka 300.000 Euro bewilligte.

Bei der Heizungsanlage setzt die Stadt nach Worten Dieter Prues' vom Bauamt auf eine Kombination aus Wärmepumpe und Gas-Brennwerttechnik. Durchschnittlich soll die neue Heizungsanlage etwa 25 Prozent beim Gasverbrauch für Heizung und Warmwasser einsparen. Das heißt in Zahlen: Statt knapp 417.000 Kilowattstunden jeweils in den Jahren 2017 und 2018 sollen es in Zukunft noch rund 312.600 Kilowattstunden jährlich sein.

CO2-Ausstoß der Heizung sinkt um 105 Tonnen

Hinsichtlich des CO2 beträgt die Einsparung durch die neue Heizungsanlage nach Angaben Henrik Runnebaums rund 105 Tonnen  pro Jahr. Die Immissionen der Heizung liegen somit rechnerisch bei 0 Tonnen, weil die Anlage Wärme mit CO2-freiem bilanziertem Biomethangas erzeugt. In Betrieb gegangen ist sie im vergangenen Oktober.

Die Kosten der Sanierung der Heizungsanlage, die das in Stuhr ansässige Ingenieurbüro Beierle geplant und die Firma Helmes aus Damme durchgeführt hatte, beliefen sich auf etwa 180.000 Euro. Das waren rund 32.000 Euro weniger als die ursprüngliche Kostenschätzung ergeben hatte.

Neue Netzwerke und Telefonanlage kosten 150.000 Euro

Weitere rund 150.000 Euro hat die Stadt nach Worten Werner Fischers in die Netzwerkverkabelung und die Telefonanlage investiert. Zuschüsse erhielt sie dafür nicht. Geplant hatte die Erneuerung das Ingenieurbüro "planing" aus Lohne. Den Auftrag für die Elektroarbeiten hatte die in Damme ansässige Firma Diekmann erhalten.

Die alte Netzwerkverkabelung (LAN), deren Erneuerung der Verwaltungsausschuss Mitte 2021 beschlossen hatte, wie die Optimierung des WLANs, stammte aus dem Jahr 1994. "Sie war nicht mehr ausreichend dimensioniert und veraltet", sagte Werner Fischer. Zudem ließ die Verwaltung auch die sogenannte WLAN-Ausleuchtung verbessern. Das sei dringend notwendig gewesen, um der Verwaltung digitales Arbeiten angesichts der immer öfter stattfindenden Videokonferenzen und der digitalen Ratsarbeit zu ermöglichen.

Auftrag für Neugestaltung der Treppenanlage ist vergeben

Vergeben hat die Stadt jetzt den Auftrag für die ebenfalls vom Büro Keese geplante Umgestaltung des Treppenbereichs an der Westseite des Rathauses. 310.000 Euro seien dafür veranschlagt, sagte Werner Fischer. Den Auftrag hat der Dammer Betrieb Garten- und Landschaftsbau Gisela Hellebusch erhalten. Der Kämmerer hofft, dass die Arbeiten im Februar beginnen werden. Die Bauzeit werde mindestens vier Monate betragen.

Aktuell gehe die Verwaltung davon aus, dass der Wochenmarkt auch während der Arbeiten auf dem Rathausvorplatz stattfinden wird. Mit der Umgestaltung verfolgen Rat und Verwaltung das Ziel, die Aufenthaltsqualität auf dem Rathausvorplatz zu verbessern. Deswegen sind unter anderem Sitzgelegenheit und ein Wasserspiel geplant.

Vor Haupteingang entsteht eine neue Rampe

Durch eine neue Rampe, über die zum Beispiel Rollstuhlfahrer den Haupteingang erreichen können, soll die Barrierefreiheit ausgebaut werden. Im Bereich des Haupteingangs werden zudem sogenannte Bodenindikatoren eingebaut, an denen sich zum Beispiel blinde und sehbehinderte Menschen orientieren können.

Wie es in Sachen Rathaus-Sanierung weitergeht, wird der zuständige Arbeitskreis des Rates im Laufe des Jahres besprechen. Sicher ist: Es bleibt viel zu tun.

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