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Stadion am Bergkeller wird abgerissen

Ende September rücken in dem Vechtaer Stadion die Abrissbagger an. Der SFN Vechta muss bis zur Fertigstellung des Neubaus improvisieren und die Eigenleistungen schultern.

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Noch steht die Tribüne: (von links) Kristian Kater, Martin Lange, Erste Stadträtin Sandra Sollmann, Fachdienstleiter Gebäudemanagement Rüdiger Holzenkamp, Fachdienstleiter Bildung, Familie, Jugend und Sport, Ralf Schillmöller, stellvertretender Fachdienstleiter Gebäudemanagement, Marius Kirchhoff, und Dr. Jörg Hüsing stellten die Pläne vor. Foto: Kessen

Noch steht die Tribüne: (von links) Kristian Kater, Martin Lange, Erste Stadträtin Sandra Sollmann, Fachdienstleiter Gebäudemanagement Rüdiger Holzenkamp, Fachdienstleiter Bildung, Familie, Jugend und Sport, Ralf Schillmöller, stellvertretender Fachdienstleiter Gebäudemanagement, Marius Kirchhoff, und Dr. Jörg Hüsing stellten die Pläne vor. Foto: Kessen

Bald ist es so weit: Das Stadion am Bergkeller wird zurückgebaut und die Umkleidekabinen werden abgerissen. Ende September soll es losgehen, danach starten die Arbeiten für den etwa 4,3 Millionen Euro teuren Neubau. Vorausgegangen war eine seit 2016 andauernde Planungsphase mit vielen Diskussionen um die Kosten.

Wann genau mit den Arbeiten begonnen werde, hänge laut Bürgermeister Kristian Kater (SPD) von den Abrissarbeiten an der Martin-Luther-Schule ab. "Beide Aufträge wurden an das selbe Unternehmen vergeben." Es solle aber Ende September bis Anfang Oktober so weit sein.

Keine Laufbahn um den neuen Hauptplatz

Insgesamt würden dem SFN Vechta nach der Sanierung 2 vollwertige Fußballplätze, ein Trainings- und Jugendspielplatz sowie ein neues Gebäude mit Tribüne und Umkleidekabinen zur Verfügung stehen. "Der Hauptplatz auf der rechten Seite des Funktionsgebäudes rückt weiter zur Straße 'Am Schützenplatz' und die Laufbahn entfällt", erklärt Rüdiger Holzenkamp, Fachdienstleister Gebäudemanagement bei der Stadt. So würde hinter dem Hauptplatz Platz für den Trainings- und Jugendspielplatz geschaffen werden.

Ein 2. vollwertiger Fußballplatz befindet sich auf der linken Seite des Funktionsgebäudes. "Auch dieser Platz wird verschoben, er rückt weiter in Richtung Schützenplatz", sagt Holzenkamp. Hinter dem Platz wäre somit eine Fläche für einen möglichen Bewegungspark frei, der von der Politik aus Kostengründen aber erst mal zurückgestellt wurde. Laut Kater sei der Schützenverein mit einer Verkleinerung des Schützenplatzes einverstanden gewesen: "Das Festzelt passt auch noch auf die verkleinerte Fläche hin."

Stadion wahrscheinlich in 1,5 Jahren bezugsfähig

Auf allen 3 Plätzen soll es Flutlichtanlagen und eine automatische Wasserberegnung geben. "Das sind schon richtige Highlights", findet der 1. Vorsitzende der Fußballabteilung, Dr. Jörg Hüsing. Damit diese Highlights auch realisiert werden können, kommt auf den Verein laut Hüsing nun eine "logistische Herausforderung" zu. Denn: Während der gesamten Bauzeit kann das Stadion am Bergkeller nicht genutzt werden. "Wir rechnen damit, dass die Anlage in etwa 1,5 Jahren bezugsfertig ist", schätzt Holzenkamp. Die Plätze könnten dann spätestens in 2 Jahren bespielbar sein.

In der Zwischenzeit muss der SFN auf andere Plätze ausweichen. Hier ist vor allem das Reiterwaldstadion, das zurzeit öfters für Abendspiele genutzt wird, gefragt. "Deshalb werden an der Straße 'Am Bergkeller' Container aufgebaut, wo sich die Mannschaften umziehen können", erklärt Holzenkamp. Hüsing ergänzt, dass auch die Plätze des GAV, des Schulzentrums Nord und der Universität genutzt werden dürfen. "Der Platz an der Uni ist schon der schönste Platz, eventuell finden dort die Spiele der 1. Herren statt."

Archivfoto: ChowanietzArchivfoto: Chowanietz

Planungen für die Sanierung laufen seit 2016

Kater dankt allen Ausweichstandorten: "Wir sind froh, diese Partner in der Stadt zu haben, die in solchen Situationen auch enger zusammenrücken können." Vor dem SFN liegt derweil noch einiges an Arbeit: "Wir sind in reger Diskussion, wie wir die Plätze herrichten", bemerkt Martin Lange, der Geschäftsführer der Fußballabteilung. Es müssten Plätze abgekreidet und Auswechselbänke geschaffen werden. Zudem sei noch in Planung, welche Mannschaft wo spiele.

"Wir wissen derzeit noch nicht, wie wir die Eigenleistung von 250.000 Euro stemmen sollen."Dr. Jörg Hüsing, 1. Vorsitzender Abteilung Fußball beim SFN Vechta

Die Planungen für die Sanierungen der Sportanlagen am Bergkeller und Oyther Berg laufen indes schon seit 2016, als ein "Zukunftskonzept Sportstadt Vechta" in Auftrag gegeben wurde. Im Mai 2017 wurde das Konzept vorgestellt. Es folgten lange Abstimmungsgespräche zwischen Verwaltung und Verein sowie Beratungen über die Kosten; schlussendlich wurde die Sanierung des Stadions am Bergkeller im Mai 2020 mit erheblichen Kosteneinsparungen und Eigenleistungen des Vereins beschlossen. "Wir wissen derzeit noch nicht, wie wir die Eigenleistung von 250.000 Euro stemmen sollen", gesteht Hüsing.

Keine Fördergelder durch Bewegungspark

Verzögert hatte sich das Projekt nochmal um etwa 3 Monate, weil die Stadt durch die Umsetzung eines Bewegungsparks auf Fördergelder gehofft hatte. "Leider wurden wir nicht berücksichtigt", bedauert Stadtsprecher Herbert Fischer. Ohne die Fördergelder könne der Bewegungspark finanziell nicht geschultert werden.

Einig waren sich die Beteiligten darüber, dass die Sanierung des Bergkellers sinnvoll ist. "Das ist eine große Chance für unseren Verein", findet Hüsing. Mit einer modernen Anlage sei man auch attraktiver für neue Fußballspieler. Und Bürgermeister Kater meint: "Die Stadt ist sehr daran interessiert, moderne Sportstätten zu stellen." Man wolle den Vereinen die Chance geben, sich zu entwickeln. 


  • Info: Der SFN feiert am Samstag (4. September) eine Abschiedsparty vom Bergkeller. Von 14 bis 18 Uhr sind die Kinder dran, ab 18.30 Uhr folgen die Erwachsenen.

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