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Staatsanwaltschaft befürchtete Befreiung Holts aus Gefängnis

Ausländische Sicherheitsbehörden hatten Wind von einem Befreiungsplan bekommen. Hendrik Holt muss sich wegen Windkraftbetrugs vor Gericht verantworten und sitzt derzeit in Untersuchungshaft.

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Mit Mund-Nasen-Schutz und Handschellen im Amtsgericht Meppen: Eine Anklage liege gegen Hendrik Holt noch nicht vor, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft Osnabrück. Foto: dpa/Gentsch

Mit Mund-Nasen-Schutz und Handschellen im Amtsgericht Meppen: Eine Anklage liege gegen Hendrik Holt noch nicht vor, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft Osnabrück. Foto: dpa/Gentsch

Wegen Hinweisen auf Befreiungspläne hat die Staatsanwaltschaft den in Oldenburg in Untersuchungshaft einsitzenden Ex-Windkraftunternehmer Hendrik Holt zeitweilig in einer gesondert gesicherten Station untergebracht. Aufgrund von Informationen französischer und niederländischer Sicherheitsbehörden war die Staatsanwaltschaft Osnabrück davon ausgegangen, dass eine Befreiung Holts aus dem Oldenburger Gefängnis geplant war, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Osnabrück, Alexander Retemeyer, am Donnerstag. Zuvor hatte die "Neue Osnabrücker Zeitung" darüber berichtet.

"Es gibt keinen Hinweis dafür, dass Holt in diese Planungen involviert war oder dass ihm diese Planungen überhaupt auch nur bekannt waren", sagte Retemeyer. Die Planer der befürchteten Befreiung hätten identifiziert werden können.

Holt wurde im vergangenen Jahr festgenommen. Der Ex-Unternehmen, der in Bakum-Hausstette eine Villa mit mehreren Luxusautos hatte, soll zusammen mit anderen Beschuldigten mindestens 5 Unternehmen aus dem Energiesektor mit Windparkgeschäften um einen zweistelligen Millionenbetrag betrogen haben, indem sie teilweise oder ganz erfundene Windkraftprojekte vermarkteten. 

Nach früheren Angaben seines Anwalts Thomas Klein hat Holt die Vorwürfe weitgehend eingeräumt. Eine Anklage liege indessen noch nicht vor, sagte Retemeyer.

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