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St.-Josefs-Hospital hält an geplanten Operationen fest

Noch lassen sich die Personalausfälle nach dem Corona-Ausbruch vom Mittwoch ausgleichen, sagt Geschäftsführer Andreas Krone. Inzwischen sind 300 Mitarbeiter geimpft worden.

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Hospital im Blick: Noch ist die Lage beherrschbar, sagt die Klinikleitung. Foto: Sperveslage

Hospital im Blick: Noch ist die Lage beherrschbar, sagt die Klinikleitung. Foto: Sperveslage

Das St.-Josefs-Hospital hält trotz des neuerlichen Corona-Ausbruchs unter dem Personal und den Patienten an den geplanten Operationen fest. Noch lasse sich der Personalausfall ausgleichen, so dass freiwillige Eingriffe nicht abgesagt werden müssten, erklärte Geschäftsführer Andreas Krone auf Nachfrage.

30 Beschäftigte des Hauses sind entweder positiv getestet worden oder befinden sich in Quarantäne. Die meisten der 14 infizierten Patienten, die am Mittwoch gemeldet wurden, sind inzwischen in die häusliche Quarantäne entlassen worden. Die gesundheitliche Versorgung sowohl von Covid-19-Erkrankten wie von anderen medizinischen Notfällen sei nicht gefährdet, sagte Krone.

Der Ausfall der infizierten oder in Quarantäne isolierten Mitarbeiter/innen werde mit Personalverlagerungen aus anderen Abteilungen ausgeglichen. Die Absage so genannter "elektiver" Eingriffe sei zwar Anfang der Woche intern diskutiert, jedoch nicht für notwendig erachtet worden. Der Betrieb im Krankenhaus sei derzeit "nicht gewöhnlich, aber beherrschbar". Dabei helfe auch, dass die Belegung im Moment nicht bei 100 Prozent liege, meinte Krone.  

Lage auf Covid-19-Station ist "nicht so angespannt wie im November"

Ob sich bei der Auslastung der Stationen eine Scheu der Patienten vor der Infektionslage bemerkbar macht, kann er nicht bestätigen. Das lasse sich nicht beziffern, weil es dazu keine Befragung möglicher Patienten gebe, so der Geschäftsführer. Alle neuen Patienten, die stationär aufgenommen werden, erhalten zuvor einen Corona-Test. Selbst ein negatives Ergebnis biete jedoch "keine absolute Sicherheit, dass sie nicht 2 Tage später doch positiv sind", unterstrich Krone: "Das System ist nicht so dicht, wie wir uns das alle wünschen würden."

Die Situation auf der Covid-19-Intensivstation ist nach Einschätzung des Geschäftsführers "nicht so angespannt" wie im November. Eine Prognose, wie sich die Situation entwickeln wird, sei jedoch kaum möglich, weil nach der Infektion in der Regel 2 bis 3 Wochen vergehen, ehe Betroffene mit schweren Verläufen intensivmedizinisch versorgt werden müssen. Angesichts des bisher größten Ausbruchs im Hospital haben die Führungskräfte noch einmal die Hygiene-Vorgaben im Haus und ihre Einhaltung kritisch geprüft. "Die bestehenden Regelungen müssen wir nicht nachschärfen", so Krone. Der Geschäftsführer setzt jetzt vor allem auf die Wirkung der Impfungen. Fast 300 Beschäftigte aus den besonders heiklen Bereichen des Hospitals haben ihre Dosis bereits erhalten.

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