Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

St.-Elisabeth-Haus: Die Tagespflege will bekannter werden – und wachsen

Das Alten- und Pflegeheim bietet diese Betreuungsform seit mehr als 20 Jahren an. In der Öffentlichkeit wissen nur wenige um das Angebot. Das soll sich ändern, sagt die neue Leiterin Hanna Nordlohne.

Artikel teilen:
Das Team der Tagespflege im St.-Elisabeth-Haus: (von links) Lea Hoping, Gaby Depetro, Annegret Kenkel, Gunda Wehry, Maria Kalvelage und Renate Taphorn – hinten: Leiterin Hanna Nordlohne. Foto: Welter

Das Team der Tagespflege im St.-Elisabeth-Haus: (von links) Lea Hoping, Gaby Depetro, Annegret Kenkel, Gunda Wehry, Maria Kalvelage und Renate Taphorn – hinten: Leiterin Hanna Nordlohne. Foto: Welter

"Eine Tagespflege? Ach, so etwas gibt es im St.-Elisabeth-Haus auch?" – solche Reaktionen kennen Hanna Nordlohne und Lukas Lahrmann. Dabei bietet das Lohner Alten- und Pflegeheim diese Betreuungsform schon seit mehr als 20 Jahren an. Bisher war das Angebot in der Öffentlichkeit jedoch kaum bekannt. Das wollen der Heim- und Einrichtungsleiter und die Leiterin der Tagespflege ändern – und den Bereich perspektivisch ausbauen.

Lukas Lahrmann hat Anfang Juli die Heim- und Einrichtungsleitung der Stiftung St.-Elisabeth-Haus, unter der das Alten- und Pflegeheim, die Tagespflege und die Sozialstation zusammengefasst sind, übernommen. Der 28-Jährige war zuvor stellvertretender Pflegedienstleiter der Sozialstation und innerhalb der Stiftung zudem für die Pflegeberatung und Organisation zuständig.

Zwölf Plätze stehen in der Tagespflege derzeit zur Verfügung

Hanna Nordlohne ist neu in der großen "St.-Elisabeth-Haus-Familie". Die 22-Jährige gehört seit dem 1. August zum Team, zuvor war sie in der stationären Pflege im Haus St. Benedikt in Visbek tätig. Jetzt ist sie Chefin von sechs Mitarbeiterinnen – einem "bunt gemischten Team aus jungen und erfahrenen Kräften", sagt sie. Zwölf Plätze stehen in der Tagespflege derzeit zur Verfügung. "Wir sind nahezu durchgehend komplett belegt. Es handelt sich in der Regel um Stammgäste."

Der neuen Leiterin der Tagespflege ist es laut eigener Aussage wichtig, ein Netzwerk aufzubauen und Kooperationen zu schließen, um die Menschen, die ihre Einrichtung besuchen, "in ihrer Individualität zu schützen und zu stärken". So bietet die Freiwilligenagentur "Herz & Hand", ansässig im Ludgerus-Werk, seit einigen Wochen den Hundebesuchsdienst in der Tagespflege an. Die Physikalische Therapie des benachbarten St.-Franziskus-Hospitals trainiert zweimal pro Woche je eine Stunde mit den Besuchern.

Kürzlich nahmen die Tagespflegegäste gar an einer Kutschfahrt rund um das neue Parkhaus teil. "Das hat den Senioren große Freude bereitet", berichtet sie. Auf der Agenda hat Nordlohne überdies eine Kooperation mit einem Kindergarten.

„Die Nachfrage steigt stetig, die Zahl der Älteren wächst“Lukas Lahrmann, Heim- und Einrichtungsleiter im St.-Elisabeth-Haus in Lohne

Die 22-Jährige will aber nicht nur den Alltag in der Tagespflege abwechslungsreich gestalten. Ihr ist nach eigenen Angaben auch eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Angehörigen wichtig. Dazu soll es, sobald es die Corona-Lage wieder zulässt, Angehörigentage und künftig auch wieder gemeinsame Feste geben.

Um diese Zusammenarbeit weiter zu intensivieren und zu fördern, führt das St.-Elisabeth-Haus in Kürze die "myo"-App ein, kündigt Lahrmann an. Er sagt, dass über dieses Kommunikationsmittel der soziale Austausch zwischen Bewohnern, Angehörigen und auch Pflegekräften möglich sei. "Auch der Datenschutz wird vollständig berücksichtigt."

Der neue Heim- und Einrichtungsleiter des St.-Elisabeth-Hauses, Lukas Lahrmann, und die neue Leiterin der Tagespflege, Hanna Nordlohne, wollen die Öffentlichkeitsarbeit forcieren – und das Angebot perspektivisch ausbauen. Foto: TimphausDer neue Heim- und Einrichtungsleiter des St.-Elisabeth-Hauses, Lukas Lahrmann, und die neue Leiterin der Tagespflege, Hanna Nordlohne, wollen die Öffentlichkeitsarbeit forcieren – und das Angebot perspektivisch ausbauen. Foto: Timphaus

Langfristig verfolgen der neue Heim- und Einrichtungsleiter und seine Mitarbeiter das Ziel, das Angebot der Tagespflege im St.-Elisabeth-Haus zu erweitern – und möglicherweise sogar einen zweiten Standort einzurichten. "Die Nachfrage steigt stetig, die Zahl der Älteren wächst", begründet Lahrmann die Überlegungen mit dem demografischen Wandel.

St.-Elisabeth-Haus arbeitet mit Werbeagentur zusammen

Doch zunächst muss die Tagespflege im St.-Elisabeth-Haus bekannter werden. Um die Außendarstellung zu verbessern, arbeiten Lahrmann und Co. mit der Agentur Welterwerk zusammen. Es geht um Schilder, Folien und Flyer. "Eine neue Homepage hat Experia Internet Solutions aus Lohne für uns erstellt."

  • Info: Die Tagespflege im St.-Elisabeth-Haus hat montags bis freitags von 7 bis 17 Uhr geöffnet. Rückfragen sind bei Hanna Nordlohne unter Telefon 04442/817072 möglich.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

St.-Elisabeth-Haus: Die Tagespflege will bekannter werden – und wachsen - OM online