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St. Andreas saniert Verabschiedungsräume

Die Gesamtkosten der Maßnahme am Friedhof in Cloppenburg liegen bei 350.000 Euro, von der Stadt gibt es einen Zuschuss über 125.000 Euro. Baubeginn soll in der nächsten Woche sein.

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Südlicher Teil: Hier können unter anderem Urnen vorübergehend gelagert werden. Grafik: Bergmann und Goda, Quakenbrück

Südlicher Teil: Hier können unter anderem Urnen vorübergehend gelagert werden. Grafik: Bergmann und Goda, Quakenbrück

Neue Verabschiedungsräume entstehen in der Kapelle beim Friedhof St. Andreas. Vertreter der Kirchengremien stellten die Pläne nun vor, der Beginn der Arbeiten soll noch im September erfolgen.

„Was lange währt, wird hoffentlich gut“, sagte Hermann Schröer, Vorsitzender des Kirchenausschusses. Die ersten Planungen gehen auf Mitte 2017 zurück, der erste Entwurf war allerdings zu teuer. Die Kosten für den Umbau liegen jetzt bei 290.000 Euro plus Nebenkosten in Höhe von 60.000 Euro. Die Fertigstellung ist bis Ende des Jahres geplant, der Zuschuss der Stadt liegt bei 125.000 Euro.

Mit den Veränderungen werde das Gebäude baulich und technisch auf den neuesten Stand gebracht. „Das Gebäude wird längs aufgebrochen“, erklärte André Berssenbrügge, Vorsitzender des Friedhofausschusses. Im nördlichen Bereich befindet sich der Eingang, im Süden gibt es einen Raum für die vorübergehende Aufbewahrung von Urnen.

Indirektes Licht soll für Atmosphäre sorgen

Zudem werden aus fünf kleinen schlichten Räumen nun drei größere mit wohnlichem Charakter gemacht. „Es soll einladend sein und Platz für eine würdige Verabschiedung bringen“, so Berssenbrügge weiter. Indirektes Licht durch Mosaikbilder sollen Atmosphäre bringen.

„In den Räumen kann man sich dann auch hinsetzen und länger bleiben“, erklärt Dechant Bernd Strickmann. Inspiration gab es bei der Zusammenarbeit mit dem ambulanten Hospizdienst sowie bei Kongressen der Arbeitsgemeinschaft für Friedhof und Denkmal. „Es ist ein Dienst an den Trauernden, den wir jetzt schöner machen“, so Strickmann weiter. Wichtig seien Symbole, die etwas vermitteln können, und Zwischenschritte, damit sich Menschen von ihren Lieben gebührend verabschieden können.

Die Kosten werden über die Friedhofsordnung auf die Allgemeinheit umgelegt. „Die genaue Erhöhung können wir erst nach Abschluss der Maßnahme nennen. Wir gehen da aber ganz transparent mit um“, sagte Schröer.

Das Gebäude wurde 1962 gebaut und ist in die Jahre gekommen. Bislang sorgen die Doppeltüren aus Holz für einen Industriecharakter. Dies soll durch Wohnzimmertüren verschwinden. Als Alternative während der Bauzeit werden Räume im Gemeindeteil St. Josef genutzt. Danach soll der Regelbetrieb aber am Prozessionsweg stattfinden.

Umbaupläne: Mit Holztüren und Sitzmöglichkeiten soll ein etwas wohnlicherer Charakter geschaffen werden.   Entwurf: Bergmann und Goda, QuakenbrückUmbaupläne: Mit Holztüren und Sitzmöglichkeiten soll ein etwas wohnlicherer Charakter geschaffen werden.   Entwurf: Bergmann und Goda, Quakenbrück

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