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Sprayer verpassen der Toncoole einen neuen Look

Bei dem Projekt der Stadt Vechta und des Gulfhauses konnten sich Jugendliche künstlerisch ausleben. Jetzt gibt es ein Ergebnis.

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Verrückt, fröhlich und bunt sollte der Beitrag von Norbert Strzelecki sein. Er mag das Spiel mit den Farben. Foto: Heinzel

Verrückt, fröhlich und bunt sollte der Beitrag von Norbert Strzelecki sein. Er mag das Spiel mit den Farben. Foto: Heinzel

Norbert Strzelecki (15) ist stolz und glücklich. Stolz auf das, was er zum neuen Kunstwerk an der Vechtaer Toncoole beitragen hat. Glücklich darüber, dass er beim Graffiti-Workshop von Christina Pille und Sven Zühlsdorf dabei war. „Es hat mir sehr viel Spaß bereitet“, sagt der Neuntklässler. Über einen Flyer des Gulfhauses hat der Schüler der Ludgerus-Schule von dem Projekt erfahren und sich direkt angemeldet. „Ich wollte schon immer mal sprayen“, erzählt Norbert Strzelecki.

Das bunte Graffiti, das nun im Workshop entstanden ist, gefällt nicht nur den Machern. Nicht "08/15", sondern schön, weil individuell, nannte es Bürgermeister Kristian Kater bei der Präsentation.  Das Motiv: ein Blick auf die Toncoole. Das Leben ist bunt, divers. Die Figuren sind vergleichsweise wenig definiert und gesichtslos – Alter, Geschlecht, Hautfarbe – alles denkbar. Platzhalter, in die sich jeder und jede denken können soll.

Gulfhaus-Team kooperiert mit Sven Zühlsdorf und Christina Pille

Umgesetzt wurde das Ganze durch das Team vom Gulfhaus mit Unterstützung der beiden Sprayer Sven Zühlsdorf und Christina Pille. Es ist nicht das erste Projekt, dass die beiden im Landkreis Vechta umsetzen. Zur Vorbereitung der Verschönerungskur für das Bad gab es bereits 2021 ein Workshop-Wochenende im Jugendhof in Vechta sowie einen Auffrischungskurs Anfang 2022. So wurden die Grundlagen für das nun entstandene Kunstwerk geschaffen. Der Kontakt wurde über eine WhatsApp-Gruppe gehalten und der Ideenaustausch fortgesetzt, erzählt Christina Pille.

Es ist vollbracht (v.l.): Helge Janku, Johann Brinkann, Norbert Strzelecki, Sven Zühlsdorf, Melanie Härttrich, Christina Pille, Stella Ouro-Gandi und Helena Niehues.
Gulfhaus
Die Figur spielte bei Norbert Strzelecki nicht die Hauptrolle. Ihm ging es um das Zusammenspiel der Farben.
Heinzel
Der Workshop macht sichtlich Spaß (v.l.): Helena Niehues, Emma, Stella Ouro-Gandi, Larissa Griffin, Cyres Bodewes, Sven Zühlsdorf und Christina Pille.
 Gulfhaus
Übung macht den Meister. Sven Zühlsdorf (2.v.r.) setzt auf freihändiges Sprayen.
Gulfhaus
40 Meter Wand wurden bearbeitet. Die Jugendlichen arbeiteten einen Tag lang an der konkreten Umsetzung. 
Gulfhaus
Das Ergebnis von drei Tagen Arbeit. Die Projektleiter mussten die Leinwand knapp zwei Tage lang vorbereiten.
Gulfhaus
280 Spraydosen waren für die Aktion vorgesehen.
Gulfhaus
Konzentriert waren die Jugendlichen bei der Arbeit. 
Gulfhaus

3 Tage lang dauerte schließlich die Umsetzung am Tannenweg. Sven Zühlsdorf und Christina Pille bereiteten die Wand vor, sodass das neue Wandbild noch lange dort zu sehen ist. 280 Spraydosen mit feinen oder breiten Aufsätzen waren organisiert worden. 40 Meter Wand standen dafür zur Verfügung. „Man geht an die Wand und lässt sich inspirieren“, sagt Sven Zühlsdorf. 

Bei dem Werk am Tannenweg wurde tatsächlich etwas mehr geplant, als sonst bei Sprayern üblich. Für die sieben Jugendlichen im Alter von 12 bis 14 Jahren wurde dabei ein wenig vorgezeichnet. Gesprayt wurde aber freihändig. Schablonen kamen keine zum Einsatz. Fortsetzung folgt, wirbt Stadtjugendpfleger Tobias Hartmann. Besitzer von freien Flächen könnten sich gern beim Gulfhaus-Team melden.

Große Freude über das Ergebnis (v.l.): Ilka Middelbeck, Marion Hermes, Bürgermeister Kristina Kater, Norbert Strzelecki, Sven Zühlsdorf, Christina Pille und Stadtjugendpfleger Tobias Hartmann. Foto: HeinzelGroße Freude über das Ergebnis (v.l.): Ilka Middelbeck, Marion Hermes, Bürgermeister Kristina Kater, Norbert Strzelecki, Sven Zühlsdorf, Christina Pille und Stadtjugendpfleger Tobias Hartmann. Foto: Heinzel

Beschlossen hatte die Aktion der Ausschuss für Kultur und Erwachsenenbildung. Dessen Vorsitzende Ilka Middelbeck (Grüne) ist ebenfalls begeistert. Und Marion Hermes (SPD) ergänzte beim Projektabschluss: „Diese Form der Jugendarbeit ist wichtig. Die Jugendlichen können sich so kreativ ausleben.“

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