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Sportprojekt bringt Realschüler in Löningen in Bewegung

Auf dem Lehrplan der St.-Ludgeri-Schule stand auch das Thema gesunde Ernährung. Um sie ist es unterschiedlich gut bestellt, was nicht zuletzt am häuslichen Umfeld liegt.

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Punkte gesammelt: Die Klassen trugen zum Schluss Wettbewerbe aus. Foto: Meyer

Punkte gesammelt: Die Klassen trugen zum Schluss Wettbewerbe aus. Foto: Meyer

Sport und Bewegung haben eine Woche lang den Lehrplan an der St.-Ludgeri-Schule dominiert. Ein Bochumer Veranstalter hatte die Sporthalle an der Ringstraße eigens in eine riesige Spielwiese verwandelt. Aber auch das theoretische Wissen, etwa über gesunde Ernährung, kam nicht zu kurz. Den täglichen Apfel gab es obendrein dazu.

Das frische Obst hatte die Schule von regionalen Anbietern geliefert bekommen. "Wir reden ja viel über Nachhaltigkeit. Da muss es ja kein Apfel aus Neuseeland sein", erklärt Rektorin Christiane Dehmel. Die vitaminreichen Früchte kamen bei der jugendlichen Zielgruppe gut an. Die Schülerinnen und Schüler griffen gern zu und verzichteten dafür auf Schokoriegel und zuckerhaltige Getränke. Was zu viel Zucker im Körper anrichten kann, erfuhren sie unter anderem von Sportlehrerin Julia Mio. Sie hatte die Projektwoche gemeinsam mit ihrer Kollegin Ulrike Kögel vorbereitet. Vor allem die süßen Durstlöscher sorgen auf Dauer für Fettpolster und schlechte Körperwerte. Gesundheitlich zwar besser, aus ökologischer Sicht aber nicht zu empfehlen,  seien die inzwischen sehr beliebten Air-Up-Getränke, bei denen dem Wasser ein aromatischer Duft beigemischt wird. "Sie verursachen aber sehr viel Müll", stellt Mio klar. Ganz normales Leitungs- oder Mineralwasser sei dagegen nach wie vor die beste Wahl.

Sporthalle gehört 4 Tage lang der Realschule

Wie gesund sich Kinder und Jugendliche ernähren, hänge vor allem von den Eltern ab, weiß Sebastian Macke. Der Konrektor freute sich über die große Bewegungsfreude seiner Schüler, die er nicht unbedingt erwartet hatte. "Wenn es losging, blieb wirklich niemand sitzen. Gruppendynamisch hat sich da einiges entwickelt." Das Sportprojekt Trixit aus dem Ruhrgebiet war mit einem enormen Equipment – darunter mehrere aufblasbare Spielgeräte – angereist. 4 Tage lang gehörte die Sporthalle weitgehend den Realschülern. "Dafür bedanken wir uns bei den anderen Schulen, die ihren Sportunterricht stattdessen im Freien abhielten", sagt Dehmel.

Am Freitag wurde das Projekt mit einem großen Spielevormittag abgeschlossen. Ein gemeinsamer Tanz, bei dem sogar die Jungen mitmachten, gehörte ebenso dazu wie ein Völkerballspiel zwischen Lehrern und Schülern. An den einzelnen Stationen sammelten die Klassen Punkte für die Gesamtwertung. Kleinere Blessuren behandelte der Schulsanitätsdienst.

Vergeben wurde auch ein Fairnesspreis.  Denn fast wichtiger noch als die Bewegung sei der Umgang miteinander gewesen, betont Christiane Dehmel. "Die Mitarbeiter vom Trixit-Team zeigten sich ganz begeistert darüber, wie einfach sie es mit den Schülern hatten." In größeren Städten sei das nicht immer der Fall. Finanziert wurde der Besuch mit Hilfe des Aktionsprogramm "Startklar in die Zukunft" des Bundes.

Viel Abwechslung: In der Sporthalle waren zahlreiche Geräte aufgebaut worden. Foto: MeyerViel Abwechslung: In der Sporthalle waren zahlreiche Geräte aufgebaut worden. Foto: Meyer

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