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Sportfreunde Sevelten beantragen eine Kunststoffbahn – nutzen kann sie die Schule

Die alte Aschenbahn in Sevelten ist nicht mehr zeitgemäß und staubt im Sommer die Tribüne voll. Deshalb soll eine neue Variante her. An deren Bau wird der Verein sich beteiligen müssen.

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Mehr grün als rot: Die Aschenbahn vor der Tribüne der Sportfreunde Sevelten hat einen gewissen Pflegeaufwand. Foto: Thomas Vorwerk

Mehr grün als rot: Die Aschenbahn vor der Tribüne der Sportfreunde Sevelten hat einen gewissen Pflegeaufwand. Foto: Thomas Vorwerk

Die Sportfreunde Sevelten beantragen, die Aschenlaufbahn auf dem Sportplatz in Sevelten gegen eine Kunststofflaufbahn auszutauschen. So weit kein ungewöhnliches Ansinnen, das ein Sportverein in einem Rathaus vorträgt. Kurios wird es dann aber schon, denn eigentlich wollen die Sportfreunde gar keine Laufbahn, wie Carsten Wichmann, Fußballobmann und Vorsitzender des Ausschusses für Familie, Jugend und Sport, in der Sitzung des Gremiums erklärte: "Wir haben gar keine Leichtathletik-Abteilung."

Für diesen Tagesordnungspunkt hatte Wichmann eigens seinen Vorsitz an den Stellvertreter Ludger Behnke abgegeben, um die Hintergründe zu schildern. Der Verein hält als Nutzer die Anlage sauber, wozu auch die Aschenbahn gehört. "Wir haben Arbeitseinsätze, aber Grünspan und Unkraut setzen sich durch", meint Vorsitzender Wolfgang Stiegeler im Gespräch mit OM-Online. Genutzt werde die Bahn ausschließlich von der benachbarten Grundschule – und dies für nur wenige Wochen im Jahr, wenn leichtathletische Disziplinen auf dem Stundenplan stehen. Die restliche Zeit verursache die Lauffläche, die 77 Meter lang und 4,25 Meter breit ist, nur Arbeit, so Wichmann. Mehr noch: In trockenen Sommern wehe der Wind den Staub und Sand auf die Tribünen, was zusätzlichen Aufwand bedeute beziehungsweise für die Zuschauer unangenehm sei. 

Kosten belaufen sich auf 40.000 Euro plus Steuer

"Die Aschenlaufbahn ist mittlerweile über 40 Jahre alt und entspricht in keiner Weise heutigen Ansprüchen. Wir beantragen den Austausch gegen eine Kunststofflaufbahn", schreibt Vorsitzender Wolfgang Stiegeler in dem Antrag. Die Kosten hat der Vorstand mit 120 Euro pro Quadratmeter ermittelt, was in Summe 39.270 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer führt. 

Die Maßnahme kann auf zwei Wegen umgesetzt werden. Entweder wird sie als Aufgabe für die Schule gesehen, dann würde die Finanzierung zu einem Drittel aus der Kreisschulbaukasse getragen und den Rest zahlt die Kommune. Oder aber es ist eine sportliche Angelegenheit. So wurde es auch vom Ausschuss bewertet, schließlich kommt auch der Antrag von den Sportfreunden. Dann fließen als Landesmittel über den Kreissportbund 30 Prozent der Kosten. Der Sportverein muss sich dafür aber finanziell mit mindestens 10 Prozent beteiligen. Eigenleistungen werden nicht angerechnet. Der Landkreis gibt 20 Prozent, wenn sich die Kommune mindestens in gleicher Höhe einbringt. Laut Beschlussempfehlung sollen die Sportfreunde Sevelten als Bauherren für die Erneuerung der Laufbahn auftreten und entsprechende Förderanträge beim Kreissportbund und beim Landkreis Cloppenburg stellen. Die weitere Finanzierung wird im Verwaltungsausschuss beraten.

Sportvereine übernehmen die Gesamtpflege

Grundsätzlich möchten die Sportfreunde in Zukunft die gesamte Pflege im Stadion übernehmen. Bis Ende 2021 hatte eine externe Firma den Auftrag, den Rasen zu mähen. Weitere Pflegearbeiten wurden vom Bauhof der Gemeinde Cappeln durchgeführt. Für die Umsetzung in Eigenregie wird ein jährlicher Zuschuss über 18.250 Euro gezahlt. Darin enthalten sind die Mäharbeiten, Düngen sowie Nachsaat, Schleppen, Belüften und sonstige Aufgaben. Dem konnten sich die Ausschussmitglieder anschließen. 

In Elsten hat sich der Sportverein schon seit 2019 um die Pflege seines Areals gekümmert und möchte die Vereinbarung um weitere 3 Jahre verlängern. Damit hat der Fachausschuss keine Probleme und passt in der Empfehlung den jährlichen Zuschuss auf 17.000 Euro an. 

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