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Spontane Friedensaktion an der Friesoyther Realschule

Aus einer ersten Idee am Freitagabend entstanden am Dienstagmorgen ein großes Peace-Zeichen auf dem Sportplatz und eine Themenwoche unter dem Motto "Make Cake not War".

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Aus der Luft ergibt das Peace-Zeichen der Realschüler ein eindrucksvolles Bild.   Foto: Plaggenborg/Schiwyair

Aus der Luft ergibt das Peace-Zeichen der Realschüler ein eindrucksvolles Bild.   Foto: Plaggenborg/Schiwyair

Die Idee entstand am Freitagabend in kleiner Runde, am Sonntag waren die Kolleginnen und Kollegen im Boot, Dienstagfrüh standen die Schülerinnen und Schüler der Friesoyther Realschule auf dem benachbarten Sportplatz und bildeten ein großes Peace-Zeichen: Aus der Idee "Wir müssen irgendwas machen" entwickelten die Realschullehrerinnen Meike Behne und Anne Kösters in kürzester Zeit eine Themenwoche, in deren Mittelpunkt eine Sammelaktion für die Ukrainehilfe steht.

"Die erste Idee war, ein Foto mit einer Friedensbotschaft zu stellen", erzählt Kösters. Daraus wurde dann eine Hand-in-Hand-Aktion von vielen Beteiligten." Der SV Hansa Friesoythe stellte die Kreidemaschine, mit der das Peace-Zeichen im Mittelkreis des Sportplatzes angezeichnet wurde. Kösters' Mutter stiftete das Gas für rund 40 blaue und gelbe Luftballons, die von den Schülern aus dem Peace-Zeichen heraus in den Himmel entlassen wurden. "Darauf haben die Schülerinnen und Schüler Ängste und Wünsche notiert." Bis nach Russland oder in die Ukraine werden es die Ballons allerdings nicht schaffen, der Wind trieb sie vom Start weg Richtung Westen.

Auf dem Boden ein großes Peace-Zeichen, am Himmel blaue und gelbe Luftballons: Die Schüler und Lehrer der Realschule Friesoythe brachten am Dienstag ihren Wunsch nach Frieden zum Ausdruck.   Foto: StixAuf dem Boden ein großes Peace-Zeichen, am Himmel blaue und gelbe Luftballons: Die Schüler und Lehrer der Realschule Friesoythe brachten am Dienstag ihren Wunsch nach Frieden zum Ausdruck.   Foto: Stix

Im weiteren Verlauf der Wochen wollen die Schülerinnen und Schüler unter dem Motto "Make Cake not War" einen Kuchenverkauf in der Schule starten. "Da backen Schüler für Schüler", sagt Kösters, "der Erlös fließt dann an die Aktion 'Ein Herz für Kinder'." Die Organisation unterstützt beispielsweise das Aktionsbündnis Katastrophenhilfe bei seiner Arbeit für geflüchtete Kinder. 

Am 25. Februar war an Unterricht nicht zu denken

Der Ukraine-Krieg war bei den Schülerinnen und Schülern der Realschule vom ersten Tag an Thema. "Die Kinder haben das Gespräch selbst darauf gebracht, am 25. Februar war in den ersten 2 Stunden nicht an Unterricht zu denken, da ging es nur um den Krieg", erzählt Behne. "Die Zehntklässler sind da sehr reflektiert, bei den kleineren geht es darum, auf die Ängste einzugehen und sie abzubauen."

Schulleiter Tim Schülke ist von der Aktion, die aus dem Kollegium heraus entstand, "total begeistert. Ich bin sprachlos, dass das so schnell und toll geklappt hat und dass sich die Schüler und Kollegen da so reinhängen", sagt er. Ähnlich äußert sich auch Bürgermeister Sven Stratmann, der die Unterstützung der Stadt zugesagt und sich bei der Aktion in das Peace-Zeichen eingereiht hatte.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

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