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Spieltakel bietet Spiel und Spaß für große und kleine Besucher

Der Vechtaer Ratssaal verwandelte sich für das 3. Spieltakel in eine Gesellschafts- und Brettspiele-Welt. Bis zum Samstagabend kamen insgesamt 351 Besucher.

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Tim aus Vechta kam mit seiner Mama: Er suchte als erstes Spiel "Simsala Hopp" aus. Foto: Brauns-Bömermann

Tim aus Vechta kam mit seiner Mama: Er suchte als erstes Spiel "Simsala Hopp" aus. Foto: Brauns-Bömermann

"Mensch ärgere dich nicht" gibt es auf der Haribo-Colorado-Großdose, das Miniaturwunderland erweitert sich in Hamburgs Speicherstadt stetig. Bei beiden dreht es sich um Spiel und Spaß. In Vechta fand am Samstag von 10 bis 21 Uhr das 3. Spieltakel im Landkreis statt.

Die Spiel-Offensive präsentierte das Jugendamt mit einem Team von rund 30 Helfern um Organisatorin Jenny und Markus Büscherhoff. Sie setzten die Idee mit der Kreisjugendpflege und dem Verein "Würfeltrolle" um und verwandelten den Ratssaal in eine Spielhölle, wo sich "Simsala Hopp" und "Marco Polo" trafen.

Vom Trottoir-Spiel "Hinkepott" bis zur "Tabletop-Demorunde" erwartete die Besucher eine riesige Bandbreite an Spielmöglichkeiten. Was auffiel: Zu bester Einkaufszeit am Samstagvormittag kamen Familien, die genau diese Zeit für ein gemeinsames Spielchen eingeplant hatten.

Martina (links) und Britta haben Dienst am Spiele-Ausleih-Zelt im Ratssaal. Das neue Spiel Das Farbenmonster“ sprach sie persönlich an. Foto: Brauns-BömermannMartina (links) und Britta haben Dienst am Spiele-Ausleih-Zelt im Ratssaal. Das neue Spiel „Das Farbenmonster“ sprach sie persönlich an. Foto: Brauns-Bömermann

Macher sind mit Besucherzahlen zufrieden

Insgesamt verzeichneten die Macher 351 Besucher. "Das sind zwar weniger als die letzten Male, aber wir sind zufrieden", erklärt Jenny Büscherhoff. Sonst hatte das Spieltakel im Januar zu einer spielfreundlicheren Zeit stattgefunden. Am Samstag lockte die Sonne, so blieb für die Besucher mehr Platz zum Ausprobieren der rund 350 Gesellschafts- und Brettspiele im Ratssaal des Landkreises. "Wir sehen das als Vorteil und freuen uns jetzt bereits auf Auflage 4, dann wieder im Januar, wenn Corona uns in Ruhe lässt", betont Büscherhoff.

Der Blick in das zentrale große Rennstall-Zelt im Saal ließ die Lust auf schlechtes Wetter beim Blick auf die zahlreichen Neuheiten der Spiele und die Vielfalt wachsen. Hier warteten auch die Spieleerklärer auf die Gäste. Die Spiele stammen aus dem Bestand des Vereins "Würfeltrolle", wurden gespendet, gekauft oder geliehen. Wie wichtig es ist, ohne digitale Medien am Tisch zu sitzen, weiß der  Mitarbeiter im Jugendamt, Markus Büscherhoff. Er ist Schatzmeister bei den "Würfeltrollen", die sich jetzt wieder regelmäßig im Gulfhaus treffen. Wie es ist, wenn man sich vornimmt, zum Beispiel an Silvester "Blei zu gießen", also gemeinsame Zeit am Tisch einplant, erfuhren die Besucher. Mit dem Spiel entstehen Gespräche, Ehrgeiz und Taktik erhalten positives "Futter" und gute Verlierer gehen aus dem Spiel nach dem Motto "Mensch ärgere dich nicht".

Wenn Daniel und Alexander das dreidimensionale Tabletop-Gelände aufbauen, leuchten ihre Augen: Sie werden den Samstag über Demonstrationsspiele zum Zuschauen anbieten und die Welt zeigen, wenn Krieg herrscht mit Mächten aus anderen Universen. "Es gibt Settings und ein Regelwerk", erklärt Daniel. Der Tisch mit Spieloberfläche sieht aus wie ein Miniaturwunderland zwischen Mittelalter und x-ter Dimension, Modellbauerfahrung ist hier gefragt.

Jenny Büscherhoff (Mitte) schaut noch kurz vor dem Andrang bei Daniel (links) und Alexander vom Spieltakel-Team vorbei. Die 2 treffen die letzten Vorkehrungen für die Tabletop-Demonstration für die Besucher am Spieltakel-Tag. Foto: Brauns-BömermannJenny Büscherhoff (Mitte) schaut noch kurz vor dem Andrang bei Daniel (links) und Alexander vom Spieltakel-Team vorbei. Die 2 treffen die letzten Vorkehrungen für die Tabletop-Demonstration für die Besucher am Spieltakel-Tag. Foto: Brauns-Bömermann

Im Ratssaal ist eine Gruppe junger Erwachsener beim Brettspiel dem Weltentdecker "Marco Polo" auf der Spur. Tim aus Vechta spielt mit seiner Mutter "Simsala Hopp". Das Schönste daran sei das Klopfen unter die Pappe, damit die kleine Karte wie ein Hase springt und sich dreht, dann darf man weitergehen. Wie viel Fantasie die 2 eingeladenen Fantasie-Autoren Karsten Zingsheim aus Gelsenkirchen und sein aus Bochum angereister Autorenkollege Salvatore Treccarichi besitzen, erfahren die Besucher am Nachmittag in Lesungen. "Schwarzmagische Ritualmorde in London" aus dem Roman "Leroy Phoenix" von Zingsheim trifft auf Treccarischis Viel- und Serienschreibtalent. Der Autor mit italienischen Wurzeln gräbt tief: In "Der Feldzug" setzt er sich mit der Frage "Warum sind Menschen so gewaltsam?" auseinander, in der fünfteiligen Serie "Honua" geht es um die Vorstellung der Welt ohne Menschen.

"Wir konnten durch unsere Tombola am Ende 20 Spiele verschenken" zieht Jenny Büscherhoff ein positives Fazit. Sie freut sich schon auf die nächste Runde im Januar 2023.

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