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Spezialfirma entsorgt Schweinekadaver

In Garrel waren in 3 Ställen 850 schon vor Jahren verendete Tiere entdeckt worden. Die Polizei ermittelt weiter gegen einen 49-Jährigen.

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Die Polizei ermittelt derzeit weiter in dem Fall. Symbolfoto: dpa

Die Polizei ermittelt derzeit weiter in dem Fall. Symbolfoto: dpa

Die rund 850 bereits mumifizierten Schweinekadaver, die im August beziehungsweise Anfang vergangener Woche in 3 Ställen in Nikolausdorf (Garrel) entdeckt worden waren, sind nun von einer Spezialfirma entsorgt worden. "Alle Überreste der verendeten Schweine wurden aus den Ställen entfernt und über die Oldenburger Fleischmehlfabrik entsorgt. Die Ställe wurden durch ein vom Tierhalter beauftragtes Unternehmen gereinigt und desinfiziert", heißt es dazu von der Pressestelle des Landkreises.

Wie berichtet, steht ein 49-jähriger ehemaliger Garreler Landwirt im Verdacht, bereits im Jahre 2012 zahlreiche Aufzuchtschweine auf seinem ehemaligen landwirtschaftlichen Betrieb in Nikolausdorf sich selbst überlassen, nicht versorgt und damit deren Tod verursacht zu haben. Hinweise aus der Bevölkerung an das Veterinäramt des Landkreises brachten den Fall kürzlich ins Rollen. 

6 Jahre neben toten Tieren gelebt

Wie eine Sprecherin der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta auf Nachfrage sagte, werde weiter gegen den 2018 in den Landkreis Oldenburg verzogenen Mann ermittelt, der offenbar 6 Jahre lang neben den toten Tieren gelebt hat. Die Akten seien noch nicht an die Staatsanwaltschaft übergeben worden, da noch weitere Zeugen vernommen werden sollen. Ermittelt worden sei auch auf einem Biohof in Prinzhöfte (Samtgemeinde Harpstedt), wo der 49-Jährige beschäftigt gewesen sei. Dort sei aber nichts vorgefallen, sagte die Polizeisprecherin. 

Die ehemalige Hofstelle des 49-Jährigen in Nikolausdorf ist seit dessen Umzug in den Landkreis Oldenburg im Jahre 2018 unbewohnt. Ob sich der Mann wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz wird verantworten müssen, ist indes fraglich. Wenn die Tiere 2012 zu Tode gekommen sein sollten, wäre die Tat inzwischen verjährt. "Tierquälerei verjährt in 5 Jahren ab Kenntnis von Tat und Täter", informiert der Deutsche Tierschutzbund. Darüber hinaus steht der Vorwurf des Verstoßes gegen das Tierkörperbeseitigungsgesetz im Raum. 

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