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Spendenrekord für Adveniat in Langförden und Bühren

Trotz der Pandemie kommt in der Gemeinde St. Laurentius mehr Geld für Lateinamerika zusammen als jemals zuvor. Die Sternsingeraktion läuft derweil noch bis Ende Januar.

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„Christus segne dieses Haus“: Die Adveniatkollekte hat in Langförden und Bühren einen Rekord geknackt. Symbolbild: Ochs/Kindermissionswerk

„Christus segne dieses Haus“: Die Adveniatkollekte hat in Langförden und Bühren einen Rekord geknackt. Symbolbild: Ochs/Kindermissionswerk

Die Sorgen waren groß im Vorfeld der Weihnachtstage: Wie würde sich die Pandemie auf die Spendenergebnisse der großen Aktionen in der Festzeit auswirken? Die alljährliche Adveniat-Kollekte etwa, die rund 2.000 Hilfsprojekte in Lateinamerika unterstützt: Wie würde das Ergebnis der Weihnachtssammlung ausfallen, wenn alleine aufgrund der reduzierten Anzahl an Sitzplätzen nur ein Bruchteil der üblichen Besucher einen Weihnachtsgottesdienst aufsuchen könnte?

Auch hinsichtlich der Sternsingeraktion war die Sorge bundesweit groß: Wenn die Kinder nicht von Haus zu Haus ziehen und den Segen austeilen würden, wie viel Geld würde dann für das Kindermissionswerk zusammenkommen, dass nach Angaben von Pressesprecher Thomas Römer rund 1.200 Projekte in 100 Ländern finanziell fördert?

Bundesweite Zahlen liegen bei beiden Hilfswerken noch nicht vor, aber so viel ist klar: Auf die Langfördener und Bührener war Verlass. Das zeigt sich besonders bei der Adveniat-Kollekte. Hier wurde in der Pfarrei St. Laurentius ein neuer Spendenrekord aufgestellt. Die rund 4.600 Gemeindemitglieder gaben am Weihnachtsfest 17.334,93 Euro, wie die Pfarrei jetzt mitteilte. In den Vorjahren hatte das Ergebnis stets um die 15.000 Euro gelegen – wohlgemerkt: bei vollen Gottesdiensten! Die eigentliche Kollekte war nach Angaben von Pfarrer Ralph Forthaus zwar "eher bescheiden" ausgefallen: Etwa 5.500 Euro hatten sich in den Kollektenkörbchen befunden. Doch viele Mitglieder hätten einen Spendenbeitrag auf das Pfarrkonto überwiesen, sodass schlussendlich der Spendenrekord verzeichnet werden konnte.

Die Sternsingeraktion brachte weniger – zunächst

Bei der Sternsingeraktion fiel das Ergebnis hingegen schwächer aus: Nach dem im Jahr 2020 gut 16. 000 Euro gesammelt wurden, kamen in diesem Jahr zunächst "nur" 6.400 Euro in den Opferstöcken der Kirchen an, nachdem der Aufkleber mit dem Sternsingersegen kontaktlos an die Haushalte verteilt worden war. Forthaus geht aber davon aus, dass viele Menschen in Langförden und Bühren dem zugleich verteilten Aufruf gefolgt sind und ihre Spende direkt auf das Konto des Kindermissionswerks in Aachen überwiesen haben.

Wie viel Geld dort direkt angekommen sei, darüber habe er noch keinen Überblick, sagt der Pfarrer. Er glaubt aber, dass die Gemeindemitglieder "vermutlich noch einige Tausend" Euro auf diesem Wege gespendet haben, sodass das Gesamtergebnis aus Langförden und Bühren höher ausfalle als die bisher in bar verbuchten 6.400 Euro. Außerdem kann noch bis Ende Januar gespendet werden.

Wie viel die Sammelaktionen bundesweit eingespielt haben, ist derweil noch unklar. Adveniat jedenfalls hat aufgrund der gegenwärtigen Umstände mit Spendeneinnahmen in Höhe von 7 Millionen Euro kalkuliert; im Vorjahr hingegen waren es 23 Millionen Euro gewesen. Bis man in Essen das diesjährige Endergebnis kennt, würden noch Wochen vergehen, sagte Pressesprecher Christian Frevel. Hoffnung macht indes, dass abseits der Spenden in den Kirchengemeinden bereits 5 Millionen Euro zusätzlicher Einzel- und Onlinespenden verbucht werden konnten.

Mancherorts sind die meisten Gottesdienste ausgefallen – das dürfte sich auch in Spenden zeigen

Zugleich gibt er zu bedenken, dass in manchen Bundesländern viele Gottesdienste ausgefallen seien – in Nordrhein-Westfalen etwa vermutlich etwa 70 Prozent, vor allem in den (Erz-)Bistümern Paderborn und Essen. Bei der Sternsingeraktion des Kindermissionswerks aus Aachen ist es noch zu früh, Bilanz zu ziehen, weil die Spendenaktion ja noch läuft.

Pfarrer Forthaus dankte unterdessen den Menschen aus Langförden und Bühren sehr dafür, dass sie "die armen Menschen nicht vergessen haben" und dass Corona – trotz eigener Sorgen – nicht "alles überlagert habe".

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