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Spendenlauf für Muskelkranke bringt 52.636,66 Euro

Roman und Justus Tabor können es nicht wirklich fassen. Die von den Brüdern aus Damme organisierte Veranstaltung brachte viel mehr Geld ein, als sie es in ihren kühnsten Träumen erhofft hatten.

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Roman (links) und Justus Tabor sind vom Ergebnis des von ihnen organisierten Spendenlaufs für die Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke begeistert. Foto: Lammert

Roman (links) und Justus Tabor sind vom Ergebnis des von ihnen organisierten Spendenlaufs für die Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke begeistert. Foto: Lammert

Es ist ein schier unfassbar gutes Ergebnis. Eine Summe von 52.636,66 Euro hat der von Roman und Justus Tabor organisierte Spendenlauf für die Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke (DGM) erbracht. Diese Zahl hat Patricia Habbel-Steigner von der DGM den beiden Brüdern aus Damme jetzt mitgeteilt.

Die sind von dem Ergebnis ihrer Aktion noch immer vollkommen geflasht, hatten sie doch nicht im Entferntesten mit einer solchen Summe gerechnet.

"Aus Jux hatten wir vor dem Beginn des 3-tägigen Spendenlaufs vom 16. bis 18. April schon mal ausgerechnet, wie viel Geld zusammengekommen war. Da waren es 11.000 Euro."Justus Tabor

"Aus Jux hatten wir vor dem Beginn des 3-tägigen Spendenlaufs vom 16. bis 18. April schon mal ausgerechnet, wie viel Geld zusammengekommen war. Da waren es 11.000 Euro", sagt Justus Tabor. Vor zwei Wochen belief sich die Summe dann schon auf 46.000 Euro. "Ich musste schon kräftig schlucken", erzählt Roman Tabor.

Insgesamt spulten die Teilnehmer 39.137,43 Kilometer runter

Doch nicht nur die Summe steht fest. Auch über die Zahl der Läuferinnen und Läufer an den 3 Tagen gibt es nun Klarheit. Knapp 3.000 sind an den Start gegangen. Die meisten Kilometer schaffte, daran änderte sich nach den ersten Auswertungen nichts mehr, Markus Klene mit 111,11 an 3 Tagen. Insgesamt spulten die Teilnehmer 39.137,43 Kilometer runter.

Und das nicht nur in Damme oder im Oldenburger Münsterland. Die Botschaft vom Spendenlauf hatte sich auch über Facebook und Instagram weltweit verbreitet.

In europäischen Hauptstädten wie Paris und Wien, in den USA, in Australien und sogar auf den Färöer Inseln waren Läufer, Nordic-Walker und Geher im Dienste der guten Sache für muskelkranke Menschen unterwegs.

Auch Bachelor-Teilnehmerin unterstützte die Aktion

Ganz unverhofft bekamen die beiden Tabors nach eigenen Angaben sogar Unterstützung von Michèle de Roos, Finalistin der jüngsten RTL-Bachelor-Staffel. Sie habe die Mitteilung über den Spendenlauf auf Instagram geteilt und so ebenfalls für die Aktion geworben, berichtet Roman Tabor.

"Wir hatten bei der Organisation so klein angefangen, und dann posten das plötzlich Leute mit 250.000 Followern."Roman Tabor

"Wir hatten bei der Organisation so klein angefangen, und dann posten das plötzlich Leute mit 250.000 Followern", sagt der Student. Noch mehr aber berührten ihn zwei Dammer Gymnasiasten, die er kennt, seitdem er an der Schule einen Teil seines Freiwilligen Sozialen Jahrs absolviert hatte. Der eine der Brüder sitzt im Rollstuhl, der andere leidet an einer seltenen Knochenerkrankung. Sie absolvierten trotzdem einen Kilometer, eine Leistung, vor der Roman Tabor umgehend seinen Hut gezogen hätte, wenn er denn tatsächlich einen tragen würde.

"Eigentlich würden wir gerne jedem einzelnen Teilnehmer ein Geschenk machen. Aber das geht leider nicht", sagt Justus Tabor. Aber die 43 Sponsoren der Aktion, denen Roman und Justus Tabor ebenso dankbar sind wie all denen, die Geld auf das Spendenkonto bei der DGM überwiesen haben, werden ein Präsent bekommen.

Sie erhalten ein grünes Shirt mit dem Aufdruck "DGM Spendenlauf 2021" sowie dem jeweiligen Namen des Sponsors. Die von ihnen selbst finanzierten Shirts übergeben die Tabors stilecht in einem Bilderrahmen. Zudem erhalten die Sponsoren einen kleinen Präsentkorb.

"Unser Vater hätte das auch gemacht."Roman Tabor

Markus Klene darf sich wegen der längsten absolvierten Strecke als Einzelstarter ebenfalls über ein solches Shirt freuen. Das wird zusätzlich die Zahl 111,11 für die Kilometer aufweisen.

Glücklich über das Ergebnis der Aktion sind aber nicht nur die DGM und die beiden Brüder. Ihre Mutter Christine und ihr Vater Johannes hätten sich mega gefreut. Johannes Tabor leidet seit 6 Jahren an Amyotropher Lateralsklerose (ALS), einer nicht heilbaren degenerativen Erkrankung des motorischen Nervensystems. Mit Blick auf den Spendenlauf sind sich die Brüder sicher: "Unser Vater hätte das auch gemacht."

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