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Speicherkarten, Merkel & Co.

Meine Woche: Obwohl die Welt sich immer schneller dreht, gibt es doch weiterhin viele Konstanten. Manche davon ändern nur ihr Antlitz.

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Die Zeiten im Journalismus ändern sich rasend schnell. Da ist es schön, wenn einige Dinge herrlich konstant bleiben. Etwa dieses: Früher bekam der rasende Reporter Schnappatmung, nachdem er oder sie mehrere Termine hintereinander hatte, das Geschehen stets per Kamera dokumentierte, den Apparat anschließend in der Dunkelkammer abgab und wenige Minuten danach vom Fotolaboranten gesagt bekam, dass gar kein Film eingelegt war.

Derartiges kann sehr wohl auch heute noch passieren, aber in anderer Form – ohne Film, Dunkelkammer und Fotolaborant. Denn moderne Digitalkameras zeigen zwar an, wenn keine Speicherkarte eingelegt ist. Einige ältere Modelle, die noch als Notfallreserve dienen, tun dies aber nicht. Sie verfügen über einen internen Speicher, der bei hoher Auflösung allerdings so klein ist, dass nur drei bis vier Aufnahmen gesichert werden und der Rest im digitalen Nirvana verschwindet.

Fiktiver Dialog mit der Bundeskanzlerin

Ein konstant waberndes Märchen aus dem verschwurbelten Reich der Corona- und Klimakrisenleugner ist hingegen, dass jeden Morgen Kanzlerin Angela Merkel bei uns Redakteuren angerufen und diktiert hat, was gefälligst zu schreiben ist. Wobei: Rückblickend hätten sich bestimmt interessante Dialoge ergeben. Kanzlerin: "Heute bitte den Putin nicht zu sehr in die Mangel nehmen. Ich stehe kurz davor, die Pipeline Nord Stream 2 auf den Weg zu bringen." Ich dann so: "Och nö, Frau Merkel, der darf nicht auf Milde hoffen. Aber wie wäre es denn Ihrerseits mit einer Energiewende, die diesen Namen verdient?"

Was kommt nun? Während sich weiter alles rasend schnell dreht, hat die Konstanz in Person zwar das Kanzleramt verlassen, aber Nachfolger Olaf Scholz macht nicht den Eindruck, alles auf links drehen zu wollen. Angerufen hat auch er übrigens noch nicht. Wenn doch, was würde er wohl sagen? Kanzler: "Heute bitte den Putin nicht zu sehr in die Mangel nehmen. Ich stehe kurz davor, die Pipeline Nord Stream 2 freizugeben." Darauf ich so: „Och nö, Herr Scholz, der darf nicht auf Milde hoffen. Aber wie wäre es denn Ihrerseits mit einer Energiewende, die diesen Namen verdient? Ach übrigens, kleiner Tipp: Bitte immer daran denken, vor dem Fotografieren eine Speicherkarte einzulegen."

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