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SPD-Chef Klingbeil hält Festrede auf Stoppelmarkt

Nach der coronabedingten Zwangspause kommt der gebürtige Soltauer nun als Parteivorsitzender zum Volksfest nach Vechta. Die Einladung zum Montagsempfang weckt Vorfreude.

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Selfie mit Einladung und Stoppelhopser: Bürgermeister Kristian Kater (rechts) freut sich über die Zusage des SPD-Bundesvorsitzenden Lars Klingbeil. Foto: Kphoto/Stadt Vechta

Selfie mit Einladung und Stoppelhopser: Bürgermeister Kristian Kater (rechts) freut sich über die Zusage des SPD-Bundesvorsitzenden Lars Klingbeil. Foto: Kphoto/Stadt Vechta

Nach zweijähriger Zwangspause kommen selbst eingefleischte Stoppelmarkt-Freunde für einen Augenblick ins Grübeln, wer als Festredner beim letzten Montagsempfang 2019 in Kühlings Festzelt auftrat. Zur Erinnerung: Es war kein Geringerer als Daniel Günther, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein. „Davon werde ich zu Hause in Kiel erzählen und dann werden wir versuchen, diese Veranstaltung nachzumachen“, hatte der CDU-Politiker damals in seiner Feierlaune erklärt.

Nun dürfen die Festbesucher gespannt sein, welche Töne sein Nachfolger Lars Klingbeil bei dem traditionellen Empfang der Stadt Vechta anschlagen wird. An Humor mangelt es ihm jedenfalls nicht. Der SPD-Bundesvorsitzende hat am Dienstag freudestrahlend die Einladung für den 724. Stoppelmarkt entgegengenommen. Zur persönlichen Übergabe war Bürgermeister Kristian Kater (SPD) mit dem Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Marktwesen in geheimer Mission nach Soltau gereist.

Klingbeil dankte der Delegation für den Besuch in seiner Geburtsstadt und blickte der Rolle als Festredner mit Vorfreude entgegen. „Eine sehr schöne Aufgabe, auf die ich bereits seit 2 Jahren hinfieber. Endlich ist es in diesem Jahr so weit. Ich freue mich auf den Stoppelmarkt und auf die Menschen in Vechta“, wird der 44-jährige SPD-Bundesvorsitzende in einer Pressemitteilung der Stadt Vechta zitiert.

Kleiner Vorgeschmack auf das Volksfest: Festredner Lars Klingbeil durfte am Dienstag für Schwung an der Drehorgel sorgen, umrahmt von Vertretern des Ausschusses für Wirtschaftsförderung und Marktwesen, Bürgermeister Kristian Kater sowie den Traditionsfiguren Jan und Libett in Person von Lydia Hergert und Rolf Wichmann. Foto: KphotoStadt VechtaKleiner Vorgeschmack auf das Volksfest: Festredner Lars Klingbeil durfte am Dienstag für Schwung an der Drehorgel sorgen, umrahmt von Vertretern des Ausschusses für Wirtschaftsförderung und Marktwesen, Bürgermeister Kristian Kater sowie den Traditionsfiguren Jan und Libett in Person von Lydia Hergert und Rolf Wichmann. Foto: Kphoto/Stadt Vechta

Damit verriet der Sozialdemokrat indirekt, dass sein Parteigenosse Kater ihn bereits für den Stoppelmarkt 2020 als Festredner gewonnen hatte. Doch die Corona-Pandemie machte dem damaligen Generalsekretär einen Strich durch die Rechnung. Im Beisein der Traditionsfiguren Jan und Libett, die fortan von Rolf Wichmann und Lydia Hergert verkörpert werden, hatte Klingbeil nun endlich das Vergnügen, der von den Ausschussmitgliedern mitgebrachten Drehorgel ein paar Töne zu entlocken.

„Über die Zusage von Lars Klingbeil habe ich mich sehr gefreut. Er steht – wie auch andere Mandatsträger im Deutschen Bundestag - für eine neue, junge und bodenständige Politiker-Generation, die die wichtigen Zukunftshemen anpacken wollen“, erklärte Kater und fügte im gleichen Atemzug hinzu: „Das schließt aber die Pflege von Traditionen und Brauchtum nicht aus. Im Gegenteil, sie ergänzen sich ganz hervorragend.“

Zuversicht bei Treffen in Klingbeils Wahlkreis

Klingbeil lebt in Munster, ist verheiratet und gehört seit 2009 dem Deutschen Bundestag an. Von 2014 bis 2018 war er Vorsitzender der niedersächsischen und bremischen Abgeordneten in der SPD-Bundestagsfraktion und von 2017 bis 2021 als Generalsekretär der SPD tätig. Im Dezember 2021 wurde der Parlamentarier an der Seite der bisherigen Parteichefin Saskia Esken zum Bundesvorsitzenden gewählt.

Beim Treffen in Klingbeils Wahlkreis Heidekreis zeigten sich die Beteiligten zuversichtlich, dass der Stoppelmarkt nach den pandemiebedingten Absagen 2020 und 2021 wie geplant über die Bühne gehen kann. „In diesem Jahr ist vieles anders, und endlich werden wir in diesem Jahr wieder unseren Stoppelmarkt feiern und auch unser Montagsempfang wird wieder stattfinden. Und zwar so, wie wir ihn kennen und lieben“, sagte Kater.

Verträge mit den Schaustellern sind geschlossen

Laut Mitteilung der Stadtverwaltung laufen die Vorbereitungen für das Volksfest vom 11. bis 16. August bereits auf Hochtouren. Die Verträge mit den Schaustellern und Zeltbetreibern sind geschlossen. Über den aktuellen Planungsstand will die Verwaltung am Mittwoch (4. Mai) im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Marktwesen unter dem Vorsitz von Alexander Bartz (SPD) berichten. Die öffentliche Sitzung beginnt um 18 Uhr im Rathaus.

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