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Sozial engagiert: "Bürger für Bürger" Lastrup informiert über aktuelle Projekte

Die Mitglieder des Vereins bitten Lehrer, Ärzte und soziale Einrichtungen in Lastrup um Mithilfe. In Not geratene Familien und Einzelpersonen sollen stärker gefördert werden.

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Treffen sich zum Austausch: Die Vertreter der Schulen und sozialen Einrichtungen in Lastrup informieren sich über die Arbeit von "Bürger für Bürger". Foto: Landwehr

Treffen sich zum Austausch: Die Vertreter der Schulen und sozialen Einrichtungen in Lastrup informieren sich über die Arbeit von "Bürger für Bürger". Foto: Landwehr

Sie wollen Hilfe leisten, wo sie dringend gebraucht wird: Die Mitglieder des Vereins "Bürger für Bürger" (BfB) Lastrup haben Vertreter sozialer Einrichtungen, der Schulen und Kindertagesstätten und die Hausärzte der Gemeinde zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Die Ehrenamtlichen wollten damit dafür werben, sozial benachteiligte Menschen zu ermutigen, die Unterstützung des Vereins anzunehmen. 

Josef Niehaus, Rektor der Astrid-Lindgren-Grundschule, informierte darüber, dass es in einigen Familien durchaus Probleme gebe, Kinder an Fahrten teilnehmen zu lassen oder eine angemessene Schultasche zu kaufen. Er dankte dem Verein "Bürger und Bürger" daher für die Unterstützung: "Eltern scheuen sich oft, um Hilfe zu bitten. Manchmal möchten sie angesprochen werden", sagte Niehaus. Grundsätzlich könne jedes Vorstandsmitglied angesprochen werden, wenn Hilfe nötig sei. Jeder Vorgang werde zunächst anonym behandelt, versprach Vorstandsmitglied August Lanfermann.

"Die meisten Fälle sind uns dank euch und Ihnen zugetragen worden. Daher hoffen wir weiter auf eure Mithilfe, damit wir in Not geratene Mitbürger gezielt unterstützen können", betonte BfB-Vorsitzender Rudi Brinkmann. Insgesamt habe der Verein knapp 150.000 Euro an Einnahmen erzielt, von denen bisher etwa 120.000 Euro für Förderprojekte eingesetzt worden seien. Ein großer Teil der Einnahmen sei dem Verein in Form von Spenden zugeflossen, so Brinkmann.

Verein fördert Familien in Not sowie gemeinnützige und kirchliche Zwecke

Mit 73 Prozent habe der Verein Familien in Not und gemeinnützige oder kirchliche Zwecke gefördert. Die soziale Förderung von Kindern schlug mit 26,39 Prozent der Ausgaben zu Buche. So wurden unter anderem ein Wäschetrockner für eine arbeitssuchende und alleinerziehende Mutter sowie rückständige Strom- und Heizkosten bezahlt. Für eine Familie übernahm der Bürgerverein einmalig die Kosten für Holz und Briketts. Die durch Privatinsolvenz entstandenen rückständigen Kosten beim Energieversorger glich der Verein aus und einem in Not geratenen Sozialhilfeempfänger lieh er 300 Euro.

Darüber hinaus unterstützte der Verein sozial benachteiligte Schüler im Home-Schooling, indem er ihnen Drucker finanzierte. Zudem unterstützten die Mitglieder von "Bürger für Bürger" den Sozialfonds der evangelischen Kirche und 47 Personen erhielten eine Weihnachtsförderung von insgesamt 5750 Euro. Die Spenden-Pfandbox beim Edeka-Markt erbrachte 650 Euro, der Tannenhof spendete 600 Euro sowie die örtliche Apotheke, die dem Verein die Einnahmen aus dem Verkauf von Corona-Schutzmasken überließ. Die Hamstruper CDU-Kandidierenden verzichteten 2021 auf Wahlkampf-Flyer und spendeten das Geld und auch anonyme Spenden erreichten den Verein.

"In Zukunft möchten wir die Spenden-Pfandbox im Edeka weiterführen, Kinder mit Sprachdefiziten unterstützen, allgemein- und berufsbildende Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche fördern und hilfsbedürftige Menschen finanziell unterstützen", erklärte Rudi Brinkmann. Auch die Geflüchteten aus der Ukraine will der Verein weiterhin im Blick behalten. Zusätzlich wollen die Mitglieder auch weiterhin Rikscha-Fahrten für ältere Menschen in der Gemeinde anbieten. "Unsere Rikscha-Fahrten sind zu einem richtigen Erfolgsmodell geworden. Das Interesse potenzieller Fahrgäste ist sehr groß. Und es ist uns gelungen, genügend Fahrer und Fahrerinnen zu bekommen", berichtete Rudi Brinkmann.

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