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So will die Gemeinde Visbek besser für sich werben

"Visbek macht" möchte die Image-Broschüre der Gemeinde aktualisieren. Außerdem gibt es den Plan, einen Imagefilm zu drehen.

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Hier erhältlich: Die neuen Broschüren sollen künftig im Rathaus der Gemeinde Visbek ausliegen. Außerdem soll ein Imagefilm gedreht werden, um für sich zu werben. Foto: C. Meyer

Hier erhältlich: Die neuen Broschüren sollen künftig im Rathaus der Gemeinde Visbek ausliegen. Außerdem soll ein Imagefilm gedreht werden, um für sich zu werben. Foto: C. Meyer

Wie kann die Gemeinde Visbek ihre Außenwahrnehmung attraktiver gestalten? Lisa Hake und Verena Varnhorn von „Visbek macht“ haben da bereits erste Ideen, die sie am Dienstagabend den Mitgliedern des Finanz- und Sozialausschusses vorstellten. So sollen nach ihrer Vorstellung eine neue Image-Broschüre und ein Werbefilm produziert werden.

Wie Lisa Hake eingangs erklärte, habe sich „Visbek macht“ in den vergangenen Wochen mit mehreren Gewerbetreibenden – insbesondere mit der Mittelstandsvereinigung (MIT) Visbek – ausgetauscht. Bei der Gewinnung von neuen Mitarbeitenden, die nicht aus Visbek oder der Region kommen, werde etwas vermisst, das man den Bewerberinnen und Bewerbern nach einem Vorstellungsgespräch in die Hand geben könne, um diesen einen Überblick über die Gemeinde Visbek zu verschaffen. Denn selbst wenn die Bewerberin oder der Bewerber vom neuen Arbeitgeber überzeugt ist, ist sie oder er es auch vom potenziellen Wohnort?

Informationen für Zugezogene im attraktiven Gewand

Die aktuelle Broschüre ist aus dem Jahr 2012, erläuterte die Vorsitzende von „Visbek macht“, Verena Varnhorn. Diese sei nach 10 Jahren nicht mehr aktuell, gehe ihrer Meinung nach zu wenig speziell auf die Gemeinde Visbek ein – sondern enthalte viele Informationen über das Oldenburger Münsterland im Allgemeinen – und sei in ihrem Design auch nicht mehr zeitgemäß. Deshalb sei der Wunsch erwachsen, eine neue Broschüre auf den Weg zu bringen. Diese soll dann nicht nur mögliche Arbeitnehmende ansprechen, sondern generell Zugezogenen viele Informationen über die Gemeinde in einem ansprechenden Format liefern. Darüber hinaus gibt es die Idee, die Broschüre um einen Imagefilm über die Gemeinde Visbek zu ergänzen, sagte Varnhorn.

Was die zu erwartenden Kosten angeht, legte Verena Varnhorn dar, dass bei der Broschüre mit rund 1000 Euro zu rechnen sei. Auf Nachfrage von Ralf Stukenborg (CDU) erklärte Fachbereichsleiter Jörg Reinke, dass die aktuelle Broschüre eine Auflage von 2500 Stück hatte und rund 4500 Euro kostete. Bei dem geplanten Imagefilm gibt es eine größere Preisspanne – je nachdem, was genau gewünscht ist. So seien bei einem aufwendig produzierten Video Kosten in Höhe von 20.000 Euro möglich, aber es seien auch Preise zwischen 2000 und 5000 Euro realistisch, so die Ausführungen Varnhorns.

Das veranlasste Annette Hanken (Grüne) zur Frage, ob die örtlichen Unternehmen sich an den Kosten beteiligen würden. Schließlich profitierten diese ja davon. Außerdem sollten auch abseits der Wirtschaft die Vorteile der Gemeinde – beispielsweise Freizeitangebote – beleuchtet werden, fand Hanken. Da war Lisa Hake bei ihr. Größere Unternehmen würden sich sicherlich finanziell beteiligen, beantwortete sie überdies die Frage.

Wo sollen die angeworbenen Menschen wohnen?

Es sollen mehr Menschen von der Gemeinde überzeugt werden, sagte Michael Nielsen (CDU), aber wo sollen diese schließlich wohnen, wo bauen, fragte er in Richtung von Frank Wahls, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters und Bauamtsleiter. Es gebe ja schon jetzt deutlich mehr Bauwillige als freie Bauplätze. Dazu sagte Wahls, dass es derzeit drei Baugebiete gebe, die sich in den Endzügen der Planung befinden – „Poggenkamp II“, „Goldenstedter Straße“ und „Heide/Sillenbäke“. Beim Bauplatz-Angebot halte er die Gemeinde deshalb für gut aufgestellt. Dahingehend sehe er durchaus die Rechtfertigung einer solchen neuen Broschüre, die er außerdem begrüßte. Wahls stellte aber die Frage in den Raum, wer bei den aktuellen Preisen überhaupt noch bauen möchte. Zwar gebe es die hohe Zahl an Bewerberinnen und Bewerbern, aber ob diese tatsächlich bereit seien, ein Grundstück zu kaufen und zu bebauen, wisse man jetzt noch nicht.

Beim Thema Broschüre sei in den vergangenen 10 Jahren ja nicht viel passiert, warf Ralf Stukenborg ein. Vielleicht sei es besser, kleinere, aber dafür mehrere Projekte anzustoßen, befand er. Tatsächlich gebe es den Gedanken, mit dem Imagefilm als Basis eine Kampagne zu starten, indem beispielsweise kurze Videos über verschiedene Themen über Social Media ausgespielt werden, sagte Lisa Hake.

Schließlich einigten die Ausschussmitglieder sich darauf, die Verwaltung damit zu beauftragen, in Zusammenarbeit mit „Visbek macht“ und der MIT Visbek eine Imagebroschüre und ein Video über Visbek zu erarbeiten und hierzu zunächst entsprechende Angebote einzuholen.

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