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So weit sind die Arbeiten am neuen Feuerwehrhaus in Holdorf

Die Handwerker sind mit den Innenarbeiten fast fertig. Die Kameraden können bereits einen Musterspind begutachten.

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Aus der Vogelperspektive: Das neue Feuerwehrhaus in Holdorf soll im Dezember bezugsfertig sein. Foto: Freiwillige Feuerwehr Holdorf/Lindemann

Aus der Vogelperspektive: Das neue Feuerwehrhaus in Holdorf soll im Dezember bezugsfertig sein. Foto: Freiwillige Feuerwehr Holdorf/Lindemann

Gute Aussichten für die Freiwillige Feuerwehr Holdorf: „Die nächste Weihnachtsfeier der Feuerwehr kann hier stattfinden“, zeigt sich Bauingenieur Franz-Josef Theilen zuversichtlich, dass das neue Feuerwehrhaus Anfang Dezember fertiggestellt sein wird. Während einer Baubegehung mit dem Allgemeinen Vertreter des Bürgermeisters Heiner Themann und dem Bauamtsmitarbeiter Markus Richter begutachtete der Inhaber des Architekturbüros Pölking & Theilen aus Lohne die Baustelle am Lagerweg.

Rund 4 Millionen Euro investiert die Gemeinde Holdorf in das neue Funktionsgebäude, in dem die Trockenbauer, Fliesenleger, Elektriker und Zimmerleute sich im Moment die Klinke in die Hand geben. Die Handwerker sind mit Innenarbeiten wie dem Verspachteln der Wände, dem Verlegen der Fliesen an den Wänden und auf den Fußböden der Feuchträume fast fertig.

Ein Blick in die neue Fahrzeughalle. Foto: VollmerEin Blick in die neue Fahrzeughalle. Foto: Vollmer

Sobald die Fliesenleger fertig sind, rücken die Maler an und gestalten in Absprache mit dem Verantwortlichen der Feuerwehr und dem bauleitenden Architekten Franz Heinrich Theilen die Innenräume. Fleißige Hände sind dabei, in Schulungs- und Aufenthalts- und Nassräumen die Deckenplatten anzubringen sowie die Installation der umfangreichen Elektrik voranzutreiben. Die Fassadenarbeiten sind bereits abgeschlossen und die meisten Gerüste um das Gebäude abgebaut. Bis Anfang Dezember sollen auch die Außenanlagen fertiggestellt sein.

Heiner Themann teilte mit, dass die Liste der Inneneinrichtung im Wert von zirka 175.000 Euro bereits der Vergabestelle des Landkreises Vechta zugesandt wurde, damit diese öffentlich ausgeschrieben werden kann. Darauf sind unter anderem Spinde, Schränke, Tische und Stühle und die Ausstattung der Teeküche aufgeführt, die bis Anfang Dezember geliefert sein sollen.

Die Verantwortlichen der örtlichen Feuerwehr können bereits einen Musterspind begutachten. Der Gemeinde bleibt es vorbehalten, in Zusammenarbeit der Feuerwehrleitung die Komponenten für die aktive Feuerwehrarbeit wie Switch, Server, TK-Anlage und Funkgeräte zu beschaffen.

Halle hat Platz für 6 Fahrzeuge

Neben großzügigen Aufenthalts- und Schulungsräumen im unteren Eingangsbereich erhält die Jugendfeuerwehr in der oberen Etage eigene separate Räume für die Ausbildung und Ausstattung. Zudem werden hier ein Lagerraum und ein Raum für die Feuerwehrgebäudetechnik untergebracht. Zudem erhielt die Hardware für Funkverkehr und Internet dort ihren Platz.

Einsatzräume und Technikräume sowie separate Umkleiden für Männer und Frauen und die Fahrzeughalle sind im unteren Bereich strikt von den Aufenthaltsräumen getrennt. Neben den sechs Fahrzeugstellplätzen, einer Waschhalle und einer Lagerhalle ist Platz für einen Löschroboter und ein mobiles Notstromaggregat vorgesehen.

In den Umkleiden sind rund 80 Doppelspinde geplant. Die Trennung zwischen Herren- und Damenräumen soll flexibel vergrößert respektive verkleinert werden können. Die Umkleiden sind über eine Schleuse von der Fahrzeughalle zu erreichen. 

Das exakt 1479 Quadratmeter große Feuerwehrgerätehaus bietet Platz für bis zu 6 Großfahrzeuge. An der Fahrzeughalle sind Werkstätten, Waschhalle, Lagerräume und ein Funkraum angegliedert. 

Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug ist sich sicher, dass das neue Feuerwehrhaus bei Investitionskosten von rund 4 Millionen Euro kein reiner Zweckbau, sondern ein Ortsbild prägendes Schmuckstück werden wird. „Wir investieren in Qualität“, versicherte Krug.

Das neue Gebäude werde hervorragend in puncto Erreichbarkeit, Materialien, Gestaltung und Abläufen. Bei der Planung sei nicht nur ein besonderes Augenmerk auf die Sicherheit der Kameraden gelegt worden, sondern auch auf kurze, direkte Wege. Krug findet: „Jeder Cent ist hier bestens angelegt.“

Die Metallbauer Sascha Timmeyer (Mitte) und Niko Pilarik montieren unter den Augen des Bauingenieurs Franz-Josef Theilen, dem Allgemeinen Vertreter des Bürgermeisters Heiner Themann und dem Bauamtsmitarbeiter Markus Richter (von links) die Tür für den Haupteingang des Feuerwehrhauses. Foto: VollmerDie Metallbauer Sascha Timmeyer (Mitte) und Niko Pilarik montieren unter den Augen des Bauingenieurs Franz-Josef Theilen, dem Allgemeinen Vertreter des Bürgermeisters Heiner Themann und dem Bauamtsmitarbeiter Markus Richter (von links) die Tür für den Haupteingang des Feuerwehrhauses. Foto: Vollmer

Bereits 2013 hatte sich eine Arbeitsgruppe der Wehr mit einem möglichen Neubau befasst. Der Grund: Die Feuerwehrunfallkasse hat am jetzigen Standort am Heideweg gravierende Mängel festgestellt –das Gebäude sei zu klein, es gebe zu wenig Sicherheitsabstände, nicht genügend Parkplätze und auch die Kleidung könne nach Einsätzen nicht trocknen. Die Kameraden müssen immer wieder Kompromisse eingehen.

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