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So soll die neue Kita in der Wiek aussehen

Die Planerin stellt ihre Pläne vor. Die Dinklager Politik ist durchaus angetan. Die Kosten steigen indes weiter – auf nun mehr als 5 Millionen Euro. Auch die Eröffnung verschiebt sich weiter.

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Eingebettet in die grüne Umgebung: So soll die neue Kindertagesstätte in der Wiek aussehen. Grafik: Thalen Consult

Eingebettet in die grüne Umgebung: So soll die neue Kindertagesstätte in der Wiek aussehen. Grafik: Thalen Consult

Eine Notgruppe hier, eine Notgruppe dort – die fünf Kindertagesstätten in Dinklage waren in den vergangenen Jahren stets ausgelastet. Auch der neue Kindergarten St. Franziskus am Kösters Gang brachte nicht wirklich Entlastung. Die Kita ist im Endeffekt nur ein Ersatz für Gruppen, die vorher woanders untergebracht waren – zum Beispiel in Einrichtungen der katholischen Kirche, der St.-Anna-Stiftung, der Benediktinerinnen und des Turnvereins Dinklage. Angesichts der konstanten Geburtenzahlen in Dinklage, die durch die neuen Baugebiete Staggenborg und Hof Menke vermutlich weiter hoch bleiben dürften, sehnen Verwaltung und Politik den Bau der Kita in der Wiek herbei. 

Doch wie soll die dann sechste Kindertagesstätte, die Platz für exakt 123 Kinder in Regel-, Krippen- oder Integrationsgruppen bietet, überhaupt baulich aussehen? Die derzeitigen Planungen präsentierte Maike Winter vom zuständigen Büro Thalen Consult aus Zetel jetzt dem  Fachausschuss im Dinklager Stadtrat – und der fand die Entwürfe grundsätzlich durchaus positiv. Pastor Johannes Kabon, dessen katholische Pfarrgemeinde St. Catharina die Trägerschaft übernimmt, nannte die Vorschläge, auch nach Rücksprache mit seinen Mitarbeiterinnen, "sehr, sehr gelungen".

Über allem stand bei der Planung das "außergewöhnlich geformte Grundstück", wie es Maike Winter formulierte. Denn die Fläche ist an der Straße In der Wiek erst schmal und wird dann im hinteren Bereich entlang dem Freibad und den Tennisplätzen breiter. Erschließung, Nachbarschaftsverträglichkeit und Baumbestand, dazu aber auch eine attraktive Kita für die Kinder planen – das waren Themen, die die Architektin berücksichtigen musste.

Mit begrünter Fassade: Soll der Eingangsbereich der Kita aussehen. Grafiken: Thalen ConsultMit begrünter Fassade: Soll der Eingangsbereich der Kita aussehen. Grafiken: Thalen Consult

Um es vorwegzunehmen: Bis auf einen kleineren Ahorn könnten laut Maike Winter alle Bäume bestehen bleiben.  Zur Erklärung: Einige Nachbarn und der Naturschutzbund hatten gegen die Pläne der Stadt protestiert. Sie fanden, dass Grünfläche als Biotop erhalten bleiben müsse und hatten stattdessen einen Standort am Bürgerpark vorgeschlagen. Beides sah der alte Stadtrat bei den entscheidenden Abstimmungen aber einstimmig anders. 

Zurück zum Gebäude, das nord-südlich ausgerichtet ist: Für den Kita-Bereich sind drei Regelgruppen und eine integrative Gruppe vorgesehen. Alle Räume sind 54 Quadratmeter groß. Das heißt: Jede Regelgruppe könnte problemlos in eine I-Gruppe umgewandelt werden.  Für den Krippenbereich, der einen separaten Eingang erhält, sind zwei Gruppenräume mit Ruheraum vorgesehen.  

Gebäude soll nach KfW-55-Standard gebaut werden

Außerdem hat jeder Gruppenraum einen Nebenraum, einen Abstellraum und einen eigenen Sanitärbereich. Von jedem Gruppenraum, die sich ausschließlich im Erdgeschoss befinden, gibt es einen Zugang nach draußen.  Im Süden des Grundstücks, also Richtung Tennisplätze, sind zwei Spielzonen vorgesehen – jeweils eine für die Krippen- und die Regelkinder.

Im Obergeschoss befinden sich Pausen- und Besprechungsräume, Wasch- und Technikraum und ein Atelier. Ebenfalls dort untergebracht ist ein Bewegungsraum. Das Obergeschoss ist auch per Fahrstuhl zu erreichen.  Das Gebäude selbst soll nach Kfw-55-Standard inklusive Wärmepumpe und Photovoltaikanlage gebaut werden. Außerdem sind ein Gründach und eine begrünte Fassade im Eingangsbereich vorgesehen. Auch raumlufttechnische Anlagen sollen eingebaut werden.  

Und was ist mit den Kosten? Die steigen weiter. Planerin Maike Winter bezifferte sie – Stand jetzt – auf 5,234 Millionen Euro. Zur Erinnerung: Zunächst hatte die Politik noch 2,4 Millionen Euro zur Verfügung gestellt (für vier Gruppenräume), danach 3,9 Millionen Euro (für die jetzt sechs Gruppenräume). Jetzt erhöhen sich die Kosten durch die Baupreissteigerungen und den Einbau der raumlufttechnischen Anlagen nochmals. Wie Bürgermeister und Kämmerer Carl Heinz Putthoff erklärte, müsste der Rat noch 600.000 Euro nachfinanzieren Dazu sind aus verschiedenen Fördertöpfen Gelder in Höhe von bis zu 800.000 Euro möglich. 

Und wie sieht es mit der Fertigstellung der Kita aus? Planerin Winter rechnet mit einer Eröffnung zum Kindergartenjahr 2023/2024. Nach den allerersten Planungen sollte die Kindertagesstätte eigentlich schon 2022 bezugsfertig sein. 

Viel Platz: Im Süden des Grundstücks, also Richtung Tennisplätze, sind zwei Spielzonen vorgesehen – jeweils eine für die Krippen- und die Regelkinder. Grafik: Thalen ConsultViel Platz: Im Süden des Grundstücks, also Richtung Tennisplätze, sind zwei Spielzonen vorgesehen – jeweils eine für die Krippen- und die Regelkinder. Grafik: Thalen Consult

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