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So sieht der Wohnungsmarkt für Studierende aus

Zu Corona-Zeiten haben viele ihre Wohnungen in Vechta gekündigt. Kurz vor dem Semesterstart sind die Wohnheimplätze nun schon fast vollständig belegt.

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Der Standort der Universität Vechta an der Driverstraße in Vechta. Foto: Chowanietz

Der Standort der Universität Vechta an der Driverstraße in Vechta. Foto: Chowanietz

Corona ließ viele Studierende wieder ins Elternhaus zurückkehren. Online lässt sich schließlich von überall studieren; umgekehrt muss keine Miete gezahlt werden und Gesellschaft ist stets garantiert.

Nun geht es zurück an die Uni und in die Uni-Städte. Kurz vor Vorlesungsbeginn sind noch einige Studentinnen und Studenten auf der Suche nach einer Bleibe. Leicht wird es für die, die noch kein Zuhause auf Zeit gefunden haben, nicht. „Es haben sich viele beworben“, sagt Britta Sürken. Sie kümmert sich für das Studentenwerk Osnabrück und um die Wohnanlage "Universitätsstraße" in Vechta. 

146 Plätze gibt es laut Homepage der Uni. Zwischen knapp 178 Euro bis 436 Euro sind als Miete fällig. Abhängig ist das vom Ausstattungsstandard und der Größe. Freie Wohnungen gebe es indes nicht, sagt Sürken. Es sei wichtig, sich frühzeitig auf eine Wohnung zu bewerben, bestenfalls schon ab Ende Juni. Anders als zu Corona-Zeiten, als viel leer gestanden habe,  sei die Nachfrage wieder da, da einige Studierende wieder in Präsenz an den Veranstaltungen teilnehmen.  

2er-WGs haben im "Studierendenwohnpark" noch eine Chance

Das bestätigt auch Holger Moormann, Ansprechpartner für den "Studierendenwohnpark" in Vechta mit laut Uni-Homepage 162 Plätzen zum Preis von 190 bis 230 Euro plus Nebenkosten: „Wir hatten damals so gut wie gar keine Bewerbungen und hatten mit Leerstand zu kämpfen.“

Momentan sei die Lage besser. Es gebe wieder Bewerbungen; die Wohnungen seien fast alle wieder belegt. „Wir haben nur noch wenige Zimmer in den 2er-WGs frei. Dafür müssen sich die Studierenden selbst zusammentun, wenn sie wissen, dass sie in eine WG möchten. Wir teilen die Studierenden nicht einfach ein“, sagt er.

Wohnen am Füchteler Wald: Noch sind wenige Plätze frei

44 Appartments unterschiedlicher Größe und Ausstattung mit einer Warmmiete von 180 bis 250 Euro gibt es im Studentinnenwohnheim St. Dominikus direkt am Füchteler Wald. Vor Corona seien die Plätze immer belegt gewesen. Dann stand etwa ein Drittel der Anlage leer. Momentan sehe es wieder besser aus, sagt Pater Ludger Fortmann.

„Bei uns sind auch nur noch ein paar wenige Plätze frei“, vorallem jetzt zum Semesterbeginn würden viele eine Wohnung suchen. „Es gab welche, die ihre Zimmer damals zu Beginn der Corona-Pandemie behalten wollten, auch wenn sie nicht mehr in Vechta Präsenzunterricht hatten." Wer rechtzeitig zum Studienbeginn eine Wohnung haben wolle, müsse sich frühzeitig melden, rät Fortmann. Für das Wintersemester wäre der Zeitraum vom August bis September optimal; für das Sommersemester im Januar und Februar. 

Wohnen für Hilfe 

Der Senioren- und Pflegestützpunkt Landkreis Vechta bietet den Studierenden der Universität Vechta die Möglichkeit, kostengünstig ein Zimmer zu mieten. Dabei werde eine Verbindung zwischen einem Wohnraumgeber und einem Studenten geschaffen, sagt Petra Schmidt.

Die Idee: Der Student würde den Wohnraum erhalten und keine Kaltmiete bezahlen, sondern nur die Nebenkosten. Stattdessen müsse der Studierende im Alltag Hilfe leisten. Der Wohnraumgeber könne beispielsweise ein Senior sein oder eine Person mit Handicap. Pro Quadratmeter Wohnfläche solle eine Stunde Hilfe im Monat angeboten werden. Bei 20 Quadratmeter Wohnfläche wären das dann 20 Stunden Hilfeleistung im Monat, gibt Petra Schmidt an. „Die Studenten haben eine 14-tägige Probefrist und danach kann nach 3 Monaten gekündigt werden. Der Vertrag geht aber generell nicht sehr lange, da die meisten nur 3 Jahre studieren“, sagt sie.

Notunterkünfte organisieren die Befragten selbst nicht. Das Studentenwerk Osnabrück stelle aber bei Bedarf einen Kontakt her, erklärt Britta Sürken. 

Studierende und studentische Bedienstete können sich außerdem um einen Platz in der WohnStuBe der Wohnungsbaugesellschaft Gewobau in der Nähe zum Campus bewerben. Zwischen 25 und 83 Quadratmeter sind die Apartments groß, heißt es auf der Homepage der Gewobau. Die Preise variieren nach Wohnart und Größe. 72 Betten sind insgesamt vorhanden. Zu finden sind freie Plätze auch über www.wg-gesucht.de. 

  • Info: Weitere Anbieter von Wohnheimplätzen, von privaten WG-Zimmern oder Wohnungen wollten sich bei OM Online zur Lage auf dem Wohnungsmarkt nicht äußern. Die Liste ist daher nicht vollständig. Alternativ bieten sich für die Suche das Schwarze Brett der Uni oder Portale wie www.wg-gesucht.de an. Kontakte für Vechta finden sich außerdem hier.

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