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So sehen die Pläne aus: In Cloppenburg soll es weitere Fahrradstraßen geben

Die Kreisverwaltung prüft eine Radschnellverbindung von Garrel über Cloppenburg nach Emstek. Die Gesamtstrecke ist rund 27 Kilometer lang, das Projekt würde über 14 Millionen Euro kosten.

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Symbolfoto: dpa

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Im Zuge einer Radschnellverbindung durch den Landkreis Cloppenburg könnte es in Zukunft eine zweite Fahrradstraße in der Kreisstadt geben. Die aktuellen Planungen, die im Kreis-Verkehrsausschuss vorgestellt wurden, sehen dies in Teilen des Garreler Weges und auf der Straße "Am Dornkamp" vor. Hier hätten die Radfahrer dann Vorrang, Autofahrer dürfen nur in begründeten Fällen die Straße nutzen.

Die Gesamtkosten für die rund 27 Kilometer lange Strecke liegen bei 14,3 Millionen Euro. Rund 22 Kilometer davon würden als Schnellverbindung angelegt, die Fahrbahn für Radfahrer hat somit eine Breite von 4 Metern. Die Gesamtstrecke verläuft von Garrel aus über die Amerikastraße und die Werner-Baumbach-Straße nach Staatsforsten. Hier ist jeweils ein Zweirichtungsverkehr mit einem getrennten Fuß- und Radweg entlang der Straßen vorgesehen.

Garreler Weg und Dornkamp als Fahrradstraße

Von dort aus geht es rüber auf den Garreler Weg, der zunächst im Mischverkehr und mit einem Tempolimit von 30 km/h geplant ist. Im Verlauf Richtung Cloppenburg wird der Weg dann zur Fahrradstraße, die zum Dornkamp abbiegt und dort noch fortgeführt wird. Die Radschnellverbindung soll dann auf der Höltinghauser Straße mit Mischverkehr und Tempo-30 fortgeführt werden Auf dem folgenden Alten Emsteker Weg gilt wiederum ein Zweirichtungsverkehr mit einem getrennten Fuß- und Radweg. Nach dem Übergang auf den Niedrigen Weg in Richtung Westeremstek ist ebenfalls eine Fahrradstraße geplant. 

In Emstek angekommen, wird die Strecke über die Eichenallee mit getrenntem Fuß- und Radweg fortgeführt. Weiter geht es über "Zum Gogericht" und die Nordenbroker Straße, die beide als Fahrradstraße geführt werden sollen. Auf dem Weg zur Kreisgrenze nach Vechta wird unter anderem der Ecopark passiert. 

„Eine Radschnellverbindung, die den Norden und den Süden des Landkreises verbindet und über die Landkreisgrenze weitere Landkreise anschließt, spiegelt auch die Interessen des Landkreises Cloppenburg wider. Radfahren soll im gesamten Landkreis und darüber hinaus an Attraktivität gewinnen“Cloppenburger Kreisverwaltung

Wie Dezernent Ansgar Meyer mitteilte, waren die Städte und Gemeinden über einen Arbeitskreis eingebunden. Auch die jetzige Vorzugstrasse wurde noch einmal vorgestellt. "Das sind noch grobe Ansätze, aber wir haben jetzt den Auftrag, weiter zu planen", so Meyer. Einen zeitlichen Rahmen könne er nicht nennen, dafür seien auch die einzelnen Maßnahmen innerhalb der Strecke zu unterschiedlich. Dennoch wolle man auch keine Zeit verlieren: "Wir wollen das ambitioniert angehen". Ziel sei es unter anderem, so den Pendlerverkehr von Berufstätigen und Schülern auf dieser Strecke aufzunehmen. 

Neben dieser ersten Planung sollen weitere Verbindungen nun geprüft werden. Hierbei handelt es sich um die Strecken von Garrel nach Friesoythe sowie von Friesoythe in den Landkreis Leer. "Eine Radschnellverbindung, die den Norden und den Süden des Landkreises verbindet und über die Landkreisgrenze weitere Landkreise anschließt, spiegelt auch die Interessen des Landkreises Cloppenburg wider. Radfahren soll im gesamten Landkreis und darüber hinaus an Attraktivität gewinnen", heißt es in der Beschlussvorlage der Verwaltung. 

Lückenschluss zwischen Cloppenburg und Cappeln

Eine weitere Lücke für Radfahrer soll zwischen Cloppenburg und Cappeln geschlossen werden. Die Verwaltung der Kreisstadt hat einen entsprechenden Zuschuss beantragt. Dabei geht es um einen 2,50 Meter breiten Radweg entlang der Holtestraße von der Gemeindegrenze Cappeln bis zur B68. Der 1,6 Kilometer lange Streckenabschnitt soll an den von der Gemeinde Cappeln geplanten Radweg an der K 171 bis zur Stadtgrenze Cloppenburg anschließen.

Die voraussichtlichen Gesamtkosten für die Neubaumaßnahme betragen nach Angaben der Stadt Cloppenburg 770.000 Euro. Der Kostenanteil des Landkreises von 75 Prozent würde rund 577.500 Euro betragen. Bei einer Förderung der Gesamtkosten mit möglichen Landesmitteln reduziert sich dieser Anteil entsprechend auf etwa 144.400 Euro.

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