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So lief die Polizeikontrolle am "Car-Freitag"

Der Karfreitag gilt in der Tuning- und Autoposer-Szene als Start in die neue Saison. Das weiß auch die Polizei. Deshalb wird an diesem Tag verstärkt kontrolliert. Das ist die Bilanz in diesem Jahr.

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Symbolfoto: Uwe Anspach / dpa

Symbolfoto: Uwe Anspach / dpa

Alle Jahr wieder: Traditionell starten die Tuning- und die Autoposer-Szene am Karfreitag in die neue Saison. Daher rührt auch der Name "Car-Freitag". Das weiß mittlerweile auch die Polizei. Aus diesem Grund verstärken sie an diesem Tag auch die Präsenz auf den Straßen und richtet den Fokus auf illegale Autorennen und aufgemotzte Fahrzeuge.

Mehrere Beamte sind im Oldenburger Münsterland und in der Nachbarschaft im Einsatz gewesen. Dutzende Autos wurden kontrolliert.  Es zeigt sich aber bei einer ersten Bilanz: Es sind deutlich weniger Poser auf den Straßen gewesen, als in vergangenen Jahren. Und auch die Beanstandungsquote sei niedriger gewesen. Das berichtet zumindest die Polizei im benachbarten Ammerland am Samstag.

In 17 Fällen ist die Betriebserlaubnis erloschen

In den Landkreisen Cloppenburg und Vechta haben laut aktuellen Angaben der Polizeiinspektion die besonders geschulten Beamten insgesamt 52 Fahrzeuge angehalten. Bei knapp der Hälfte habe es Beanstandungen gegeben, so die Polizei. In 17 Fällen ist die Betriebserlaubnis wegen illegaler Bauartveränderungen erloschen. "Diese Fahrzeuge dürfen erst wieder im öffentlichen Verkehrsraum geführt werden, wenn die Mängel behoben sind und das Fahrzeug bei einer offiziellen Prüfstelle vorgeführt wurde", erklärt die Polizei.

Zwei kontrollierte Fahrer müssen sich außerdem verantworten, weil bei ihnen der Verdacht besteht, dass sie vor Fahrtantritt Drogen konsumiert haben. In beiden Fällen sei ein Schnelltest positiv verlaufen. Die beiden Fahrer durfte die Fahrt nicht fortsetzen und mussten stattdessen eine Blutprobe abgeben.

In nur einem Fall muss sich ein Fahrer wegen "unnützen Hin- und Herfahrens" verantworten. Das stelle eine Ordnungswidrigkeit dar, so die Polizei. Er sei dabei beobachtet worden, dass er kt seinem Auto ohne erkennbaren Grund immer wieder dieselbe Strecke fuhr. In weiteren Fällen seien "Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz, das Betäubungsmittelgesetz sowie das Arzneimittelgesetz festgestellt" worden, teilt die Polizei mit.

Im benachbarten Ammerland sind laut Polizeiangaben 25 Fahrzeuge kontrolliert worden. Die Art der Verstöße ähneln sich dabei denen, die die Kollegen der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta am "Car-Freitag" festgestellt haben, wenn auch auf einem deutlich niedrigeren Niveau. In nur einem Fall sei die Betriebserlaubnis erloschen. In zwei Fällen hätten die Autos durch bauliche Veränderungen unnötig Lärm verursacht.

Deutlich größerer Tuning-Treff in Leer

Deutlich mehr los war im Nachbarlandkreis Leer: Auf dem Parkplatz am Emspark in Leer zählte die Polizei 500 Fahrzeuge und 1000 Teilnehmer. Bei 70 kontrollierten Autos seien 55 Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen erstellt worden, berichtet die Polizei am Samstagmittag. In zwei weiteren Fällen wurde sogar ein Strafverfahren eingeleitet. Gegen 20 Uhr ging die Polizei schließlich bei dem Treffen dazwischen und löste die Veranstaltung auf. Grund dafür sei nicht nur die Ruhestörung gewesen. Die Beamten hätten mehrere riskante Fahrmanöver registriert.

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