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So hilft Bakum den Geflüchteten aus der Ukraine

Mehr als 60 Personen aus der Ukraine leben derzeit in Bakum. Diese erhalten bereits viel Unterstützung aus der Bevölkerung. Die Hilfe soll nun besser koordiniert werden.

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Symbolfoto: Adobe Stock

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Personen, die sich für Geflüchtete aus der Ukraine einsetzen wollen, die in Bakum unterkommen, sollen sich besser untereinander vernetzen können – damit die Hilfe so effizient wie möglich realisiert werden kann. Um eine Art Helferkreis aus ehrenamtlich Engagierten ins Leben zu rufen, hat die Gemeinde Bakum nun zu einem ersten Informationstreffen in die Mensa der Oberschule eingeladen. Rund 40 Personen kamen dieser Einladung nach.

Viele der Frauen und Männer, die zu dem Austausch kamen, engagieren sich bereits für Geflüchtete aus der Ukraine, wie den verschiedenen Fragen zu entnehmen war. Mehrere stellen unter anderem Wohnraum zur Verfügung. Wie Fachbereichsleiter Hendrik Meiners ausführte, sind seit dem 2. März insgesamt 84 Geflüchtete aus der Ukraine in der Gemeinde aufgenommen worden. Aktuell befinden sich 63 – 39 im Kernort Bakum, 24 in Lüsche – in Bakum (Stand: 2. Mai). Diese habe man bislang alle privat unterbringen können – es gebe 16 Wohnungsgeberinnen und -geber. Die meisten würden darüber hinaus den Ukrainerinnen und Ukrainern Unterstützung anbieten, hob Meiners lobend hervor. Auf gemeindeeigene Liegenschaften habe man noch nicht zurückgreifen müssen, aber die Gemeindeverwaltung mache sich da keine Illusionen. Die Zahl der Geflüchteten werde aller Voraussicht nach steigen und damit auch der Bedarf nach weiterem Wohnraum.

Begegnungscafé soll Austausch erleichtern

Deshalb soll eine Art Patensystem etabliert werden, sagte Andrea Stuke-Lefferding vom Bakumer Familienbüro. Den privaten Wohnungsgebenden könne somit zusätzliche Hilfe zur Verfügung gestellt werden wie auch vor allem der Verwaltung, sobald der Wohnraumpuffer der Gemeinde in Anspruch genommen werden muss. Dafür lag auf jedem Platz während der Versammlung ein Formular aus, das von den Anwesenden ausgefüllt werden konnte. Dieses ist zusätzlich auch auf der Website der Gemeinde Bakum abrufbar. Dort können die Interessierten angeben, ob sie Wohnraum zur Verfügung stellen, Übersetzungshilfe leisten (Ukrainisch, Russisch) oder Begleitungen für Arztbesuche oder Behördengänge anbieten können.

Für die verschiedenen Bedürfnisse könnten zudem einzelne WhatsApp-Gruppen gebildet werden, sagte Andrea Siemer vom Bakumer Familienbüro. Wichtig sei es, dass die Helferinnen und Helfer sich unkompliziert vernetzen können. Ein Baustein sei da auch das Begegnungscafé, das wöchentlich ab Mittwoch (11. Mai) ab 15 Uhr im Bakumer Pfarrheim stattfinden soll. Wie Siemer schilderte, sei das eine gute Plattform, um sich persönlich auszutauschen, Ideen aufzugreifen und neue Projekte zu initiieren. Da das Angebot sich sowohl an ukrainische Geflüchtete wie auch an die ehrenamtlich Tätigen richtet, könnten auch dort passende Patenschaften entstehen. In Lüsche gebe es dieses Modell bereits, das Andrea Siemer als „Vorzeigemodell“ bezeichnete. Dort sei von Anfang an viel richtig gelaufen und es gebe eine gute Vernetzung. Diese Struktur wünsche sie sich für die gesamte Gemeinde.

Es gebe bei den Geflüchteten nicht nur ein großes Austauschbedürfnis, sondern auch eine „riesige Nachfrage“ nach Deutsch-Kursen, berichtete Andrea Siemer. Ab September biete die Kreisvolkshochschule Vechta zwar drei Integrationskurse an, doch diese seien sehr intensiv. Aktuell gebe es den Wunsch nach Kursen, die Basis- beziehungsweise Alltagswissen vermitteln. An den örtlichen Schulen gebe es bereits eine Sprachförderung, so Siemer. Für die Erwachsenen startet diese Woche ein Kurs in Lüsche (nachmittags), ab kommender Woche auch einer in Bakum (vormittags). Für dieses Angebot werden auch noch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer für die Kinderbetreuung gesucht.

  • Info: Wer sich ebenfalls ehrenamtlich für ukrainische Geflüchtete engagieren möchte, findet auf der Homepage der Gemeinde Bakum das entsprechende Formular. Dies kann ausgefüllt dem Familienbüro zur Verfügung gestellt werden.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

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