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So helfen Holdorfer geflüchteten Ukrainern

Der Jugendtreff an der Badberger Straße hat sich als Ort der Begegnung etabliert. Die zu unterrichtenden Kinder wurden zudem mit Schul- und Schreibmaterial sowie Übersetzungsmaterial ausgestattet.

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Der Besuch im Osnabrücker Zoo hat den ukrainischen Frauen und Kindern gefallen: Begleitet wurden sie von Manfred Reiter (links), Timo Donner (9. von links), Hubert Lüpke-Narberhaus (2. von rechts) und Stefan Heidler (rechts).   Foto: privat

Der Besuch im Osnabrücker Zoo hat den ukrainischen Frauen und Kindern gefallen: Begleitet wurden sie von Manfred Reiter (links), Timo Donner (9. von links), Hubert Lüpke-Narberhaus (2. von rechts) und Stefan Heidler (rechts).   Foto: privat

Entspannte Stunden beim Besuch von Tiger, Nashorn und Co.: Auf Initiative einer Helfergruppe für ukrainische Flüchtlinge, die sich beim Jugendtreff Holdorf zusammengefunden hat, haben jetzt ukrainische Mütter mit ihren Kindern den Osnabrücker Zoo besucht. Jugendpfleger Timo Donner, der die Idee hatte, den Flüchtlingen etwas Abwechslung zu bieten, organisierte die Fahrgelegenheiten für die insgesamt 28 Teilnehmer. Unterstützung erhielt der Jugendpfleger von Manfred Reiter, Hubert Lüpke-Narberhaus und Stefan Heidler, die sich spontan als Fahrer und Begleiter zur Verfügung stellten. Bei freiem Eintritt gefielen den Kindern neben den Beobachtungen der Tiere in ihren Gehegen insbesondere die zahlreichen Gelegenheiten zum Spielen.

Für die Flüchtlinge hat sich indes der Jugendtreff an der Badberger Straße als Ort der Begegnung etabliert. Die Schulsozialarbeiterin der Georg-Kerschensteiner-Schule, Ute Rypka-Beckermann, organisierte Deutschunterricht im Jugendtreff. Unterstützung erhielt sie von Flüchtlingshelfer Manfred Reiter und zwei Lehrern der Oberschule, die die russische Sprache beherrschen, während deren Freistunden. Zudem engagierten sich während ihrer Ferien die Lehrerin Bettina Dieler vom Gymnasium Damme und die Übersetzerin Irene Krenz. Die Langenbergerin hat selbst Flüchtlinge aufgenommen.

Die zu unterrichtenden Kinder wurden mit Schul- und Schreibmaterial sowie Übersetzungsmaterial ausgestattet. „Es hat sich ergeben, dass auch die ukrainischen Mütter gern die deutsche Sprache verstehen und sprechen wollen, deshalb lassen wir sie am Deutschunterricht teilhaben“, berichtet Ute Rybka-Beckermann. „Die Frauen suchen Abwechslung und wollen gern aus dem Haus, weil ihnen sonst die Gedanken an den Krieg aufs Gemüt drücken“, fügt sie ihre Erfahrungen aus Gesprächen hinzu.

Während der Woche findet der Deutschunterricht zwei bis drei Mal vormittags statt. 20 bis 25 Teilnehmer nehmen das Angebot an. „Auch nach dem Unterricht bleiben viele von ihnen, um das Freizeitangebot des Jugendtreffs in Anspruch zu nehmen“, weiß Manfred Reiter.

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