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Smartboards sind die grünen Tafeln von heute

In den Dammer Schulen hat die Digitalisierung längst Einzug gehalten. Seit 2019 sind mehrere Hunderttausend Euro an die 6 Einrichtungen in städtischer Trägerschaft geflossen.

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Modernste Technik: Beeindruckt von den Smartboards sind (von links) Mike Otte, Sabine Bohne, Henrik Runnebaum und Gerd Muhle. Foto: Lammert

Modernste Technik: Beeindruckt von den Smartboards sind (von links) Mike Otte, Sabine Bohne, Henrik Runnebaum und Gerd Muhle. Foto: Lammert

Die Zeiten der grünen Tafeln, auf die der Lehrer mit Kreide schrieb, sind endgültig vorbei. Auch Beamer und Leinwände haben in vielen Klassenräumen längst ausgedient. Stand der Technik sind heute Smartboards oder interaktive Tafeln mit Touchfunktion und dazu mit Spezialstiften beschreibbare Whiteboards.

Wie die in den Unterricht der Grundschulen schon eingebunden werden, welche Möglichkeiten die Lehrkräfte damit zusätzlich haben, darüber informierten sich Bürgermeister Gerd Muhle, sein Stellvertreter Mike Otte und Henrik Runnebaum von der Stadtverwaltung dieser Tage in der Grundschule Osterfeine. Da ging es dann auch um den Einsatz 20 schuleigener IPads und 28 Microsofts Surface-Geräten im Unterricht.

Bei Datenübertragung muss nachgebessert werden

Hoch zufrieden mit der neuen Technik ist Osterfeines Schulleiterin Sabine Bohne. Allerdings sei deren Einsatz erst möglich, seit die aktuell von 75 Mädchen und Jungen besuchte Schule vor 2 Jahren den Glasfaseranschluss bekommen habe. Die aktuelle Datenübertragung von 20 MBit pro Sekunde reiche nicht mehr aus, wenn alle Geräte im Einsatz sind.

Von den pro Stück 8300 Euro teuren Smartboards besitzt die Schule 4. Zusammen mit dem Glasfaseranschluss und der Installation der Schulplattform „IServ“ böten sich Schülern und Lehrern unfassbar viele Möglichkeiten, sagte die Rektorin. Ganz wichtig ist: Auch die Lehrkräfte ziehen mit, die Fortbildung erfolge in Tutorials untereinander.

Aus Sicht von IServ dürften solche Tutorials schon länger laufen. Die Schulplattform hatte die Stadt nach Angaben Henrik Runnebaums 2019 an allen Schulen in ihrer Trägerschaft – 4 Grundschulen, die Haupt- und die Realschule – installieren lassen. Die Kosten beliefen sich auf etwa 60.000 Euro.

Im laufenden Schuljahr fließen mehr als 800.000 Euro im digitalen Bereich in die 6 Einrichtungen. Davon stammen rund 560.000 Euro aus dem Digitalpakt Schule sowie zirka 60.000 Euro aus dem Sofortausstattungsprogramm des Landes Niedersachsen. Die Stadt stellt Sondermittel in Höhe von 187.000 Euro bereit.

An Grundschulen fließen 560.000 Euro

An die 4 Grundschulen Damme, Osterfeine, Rüschendorf und Sierhausen sind nach einer Aufstellung Henrik Runnebaums seit 2019 rund 560.000 Euro gegangen. Die Stadt investierte unter anderem in den Ausbau und die Verbesserung der Netzinfrastruktur, in 140 IPads und 83 Surface-Tablets inklusive Zubehör, in 26 Smartboards, 2 Smart-TV, 15 Arbeitsplatzrechner und, ganz wichtig, 4 Firewall-Server für den Datenschutz.

Die Realschule hat bislang im Zuge der Digitalisierungsoffensive 130 IPads, 12 interaktive Tafeln und 32 Arbeitsplatzrechner erhalten. Die Gesamtinvestition beläuft sich in den vergangenen 3 Jahren auf 196.000 Euro.

Etwa 60.000 Euro sind in dem Zeitraum in digitale Investitionen für die Hauptschule geflossen; etwa für 2 Smartboards mit 2 Notebooks als Steuerungsgeräte, 24 IPads und 23 Huawei-Tablets, 24 Arbeitsplatzrechner und in die Technik für den Online-Unterricht.

Buch behält seinen Platz im Unterricht

Die Grundschulen sollen zusätzliche  interaktive Tafeln für die Jahrgänge 1 und 2 erhalten. Weitere Smartboards will die Verwaltung auch für die Realschule kaufen und zudem  in die Netzinfrastruktur in der Schule investieren.

Die Hauptschule bekommt im Rahmen ihres Umzuges in das neue Gebäude eine komplett neue digitale Infrastruktur und Ausstattung.

Doch bei aller digitalen Technik: Schulleiterin Sabine Bohne will das Buch nicht aus dem Unterricht verbannen. Es werde weiter seinen Platz haben.

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