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Slalom auf Sevelter Straße: Warum Parken erlaubt ist und welche Regeln gelten

Gerade zu Stoßzeiten müssen sich Autofahrer durch parkende Fahrzeuge hindurchschlängeln. Die Stadt teilt mit, warum das Parken erlaubt ist und wann die geplante Fußgängerampel in Betrieb geht.

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Brenzlige Situationen: Häufig zwingen Fahrer, die an den parkenden Autos vorbeifahren, entgegenkommende Fahrzeuge zu bremsen.  Foto:  Niemeyer

Brenzlige Situationen: Häufig zwingen Fahrer, die an den parkenden Autos vorbeifahren, entgegenkommende Fahrzeuge zu bremsen.  Foto:  Niemeyer

Wer als Autofahrer regelmäßig auf der Sevelter Straße in Cloppenburg unterwegs ist, fühlt sich des Öfteren wie auf einem Slalomkurs. Am Straßenrand parken Pkw, Lkw und Lieferwagen, an denen sich die Autos vorbeischlängeln müssen. Sobald sich eine kleine Lücke im Gegenverkehr erahnen lässt, drücken die Autofahrer aufs Gaspedal. Aber nicht jeder schätzt den Abstand der entgegenkommenden Fahrzeuge richtig ein, häufig kommt es zu brenzligen Situationen. Hinzu kamen in den vergangenen Wochen einige Baustellen, die die Situation noch verschärften. Aber warum dürfen die Fahrzeuge überhaupt am Straßenrand parken?

Wie die Stadt auf Nachfrage mitteilt, dürfen Autos am Straßenrand parken, sobald der "verbleibende Verkehrsraum eine Mindestbreite von 3,05 Metern aufweist." Auf der Sevelter Straße werde dieses Mindestmaß "deutlich überschritten", sodass das Parken am Straßenrand dort nach der Straßenverkehrsordnung erlaubt sei. Eine Änderung der Parkregeln sei derzeit nicht vorgesehen, da kein auffälliges Unfallgeschehen aufgrund der parkenden Fahrzeuge beobachtet werde. So hätten sich zwar 21 Unfälle in den vergangenen 3 Jahren auf der Sevelter ereignet, davon jedoch nur ein Unfall "durch ruhenden Verkehr". Wie die Stadt weiter mitteilt, befahren laut jüngster Verkehrszählung werktags rund 4800 Fahrzeuge die Sevelter Straße. Der Schwerverkehrsanteil (gemeint sind zum Beispiel Busse und Lkw) liege bei 2,6 Prozent.

Müssen die parkenden Fahrzeuge beleuchtet sein?

Weiteres Gefahrenpotenzial bereiten die parkenden Fahrzeuge gerade im Dunkeln. Oft sind sie nur schwer zu erkennen, denn nur die wenigsten sind beleuchtet. Die Stadt schreibt, dass die parkenden Fahrzeuge auf der der Fahrbahn zugewandten Fahrzeugseite durch Parkleuchten oder auf andere zugelassene Weise kenntlich zu machen seien. Allerdings nicht, wenn die Straßenbeleuchtung das Fahrzeug auf "ausreichende Entfernung deutlich sichtbar" mache.  

Foto: NiemeyerFoto: Niemeyer

Auf der Fahrbahn haltende Fahrzeuge mit einer Gesamtmasse von über 3,5 Tonnen sowie Anhänger "sind innerhalb geschlossener Ortschaften stets mit eigener Lichtquelle zu beleuchten", teilt die Stadt weiter mit. Gleiches gelte für kleine Fahrzeuge, wie Kraft- oder Fahrräder.

Ampel soll Überqueren der Straße sicherer machen

Außerdem schreibt die Stadt auf Nachfrage, dass die Pflasterarbeiten an den Gehwegen dem Bau der geplanten neuen Fußgängerampeln dienten. Die Ampeln sollen im April in Betrieb genommen werden. Die Stadt hatte den Bau Ende 2020 beschlossen, um das Überqueren der Straße für Fußgänger und Radfahrer sicherer zu machen. Die Stadt rechnete damals mit Kosten für die "Dunkelampel" in Höhe von rund 60.000 Euro.

Korrektur: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, die Kosten für die Ampel beliefen sich auf 600.000 Euro. Das ist nicht korrekt. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

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