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Skikurs, Snowboard oder dann halt eben Skispringen...

Kolumne: "Das Leben als Ernstfall" – Ich baue meine Fähigkeiten auf Skiern aus. Zumindest versuche ich es...

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Endlich wieder Urlaub: Jüngst stand ich zum dritten Mal in meinem Leben auf Skiern. Das letzte Mal ging vor der Pandemie über die Bühne, denn im vergangenen Jahr machte Corona einen Strich durch die Rechnung. Die Premiere liegt derweil etwas länger zurück, vielen Cloppenburger CAG-Schülern dürfte der Ort Tulfes ein Begriff sein. Im achten Jahrgang machen sich die Jungen und Mädchen regelmäßig auf die Tour in die österreichische Gemeinde, um dort einen Skikurs zu absolvieren.

Ich selbst war kurz nach der Jahrtausendwende mit dabei. Nur, um das mal kurz zeitlich einzuordnen: Die Menschen in Deutschland bekamen gerade die ersten Euro-Starterkits und Borussia Dortmund wurde Meister in der Fußball-Bundesliga. Unvorstellbar heutzutage…

Aber ich schweife ab: Schon damals zeichneten sich meine bisweilen dürftigen Fähigkeiten auf den Skiern ab. Man wollte jedoch unter den Mitschülern nicht abfallen und traute sich offenbar mehr zu, als man sollte und konnte. Wie heißt es in der Formel 1: Wer bremst, verliert. Das gilt nicht fürs Skifahren und im Besonderen nicht für mich. Ich erinnere mich noch dunkel daran, dass ich oftmals gar nicht mehr stoppen konnte und dies schließlich eine Tanne abseits der Piste für mich erledigt hat. Entmutigen lassen wollte ich mich allerdings auch nicht, also blieb ich zumindest in der einen Woche eifrig im Schnee. Erste Fortschritte machten sich bemerkbar, also dachte ich mir: „Das kann ich. Machen wir erstmal 18 Jahre Pause bis zum zweiten Versuch“.

„Das Bremsen hat eine Tanne abseits der Piste für mich erledigt“Oliver Hermes

Und siehe da: Nach 2 Jahrzehnten ohne Übung kann man doch gar nicht sofort losfahren wie Alberto Tomba zu seinen besten Zeiten. Wer hätte das denn ahnen können? Da wird der Lechnerberg, der gefühlt etwas weniger als 1 Prozent Gefälle aufweist, schon mal zum Höllenritt. Links und rechts zogen die 5-Jährigen nur so an mir vorbei. Die Kleinen mussten mindestens 200 Sachen drauf gehabt haben, ich war schließlich mit gefühlten 120 Km/h unterwegs. Aber auch für mich galt am Ende: Runter kommen sie alle.

Weil aller guten Dinge mindestens drei sind, ging es nun wieder los. Die deutlich kürzere Pause zum letzten Mal machte sich durchaus positiv bemerkbar, die blauen Pisten habe ich als angehender Halbprofi gleich mal weggelassen. Jetzt machte mir jedoch die erschwerte Sicht zu schaffen, hin und wieder stocherte ich im Nebel.

Dennoch lasse ich mich nicht vom Skiurlaub abhalten. Alleine schon, weil das Gröstl mit Spiegelei auf der Hütte oder das gut gekühlte Abschlussradler im Tal so gut schmecken. Vielleicht buche ich nächstes Mal allerdings einen Skikurs, probiere mich auf einem Snowboard aus oder sattel gleich auf Skispringen um. Egal, was es wird, ich werde berichten...


Zur Person:

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