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Skaterpark stößt auf breite Zustimmung

Im vergangenen Sommer war Michael Bohnen quer durch Deutschland geradelt, um Spenden für das Projekt zu sammeln. Unterstützung bekommt er von allen Fraktionen.

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Die frühere Skateranlage: Von ihr ist nur noch das Rollsportfeld geblieben. Nun soll etwas Neues kommen. Wo der Skaterpark gebaut wird, ist aber noch offen. Foto: Passmann

Die frühere Skateranlage: Von ihr ist nur noch das Rollsportfeld geblieben. Nun soll etwas Neues kommen. Wo der Skaterpark gebaut wird, ist aber noch offen. Foto: Passmann

Für eine Skateranlage in der Gemeinde Barßel macht sich in Barßel CDU-Ratsherr Michael Bohnen stark. Vorigen Sommer radelte er quer durch Deutschland, um Spenden einzuwerben für ein Gutachten, das den Bau der Anlage voranbringen sollte. 1.800 Euro kamen zusammen, weitere 200 Euro spendete der Aktivkreis Harkebrügge. Das Gutachten ließ Bohnen von Endboss aus Hannover erstellen, einem interdisziplinären Studio für Raumfragen und Stadtplanung. Kürzlich hat er es bei der Gemeinde Barßel eingereicht.

Auf die Idee für den Skaterpark sei er im Umgang mit Jugendlichen gekommen, berichtet Bohnen, der in Barßel Betreuer der Messdienergemeinschaft St. Ansgar ist. Unter denen gibt es Skater, aber auch welche, die sich mit BMX-Rädern oder Mountainbikes ausprobieren wollen. In der Politik stößt das Ansinnen auf breite Zustimmung. Im Namen der CDU, die im Barßeler Rat die Mehrheit stellt, hat Bohnen einen Antrag gestellt für den Bau eines Skaterparks in der Gemeinde Barßel. In welchem Ortsteil, ist noch offen.

"Familienfreundlichkeit ist ein wichtiger Standortfaktor für zukunftsfähige Kommunen. Immer wieder wird die Forderung laut, dass Kinder mehr draußen spielen sollten. Aber dort fehlt es vor allen Dingen für Jugendliche oft an Plätzen, an denen sie wirklich gerne gesehen sind und sich ausleben dürfen", schreibt er in seiner Begründung. Die Anlage solle "ein Ort sein, an dem sich Kinder und Jugendliche jeden Alters ausleben und willkommen fühlen dürfen". Jugendliche aus allen Ortsteilen seien in die Planungen einbezogen.

Anlage kann vielseitig genutzt werden

Die CDU-Fraktion hat beantragt, das Projekt in der Verwaltung zu prüfen, um eine Kostenschätzung unter Ausschöpfung von Fördermitteln zu ermitteln und einen Standort vorzuschlagen. Die Barßeler SPD hat sich von Bohnen den Skaterpark in einer Videokonferenz erläutern lassen. "Nach anschließender Beratung waren sich die Teilnehmer einig, dass wir ein solches Projekt unbedingt unterstützen sollten", sagte die SPD-Fraktionsvorsitzende im Rat, Ursula Nüdling. Die Sozialdemokraten seien überrascht gewesen, wie vielseitig eine solche Anlage genutzt werden kann. Die Kosten wären zwar nicht unerheblich, doch habe Bohnen dargestellt, dass der Skaterpark in Etappen entstehen könne.

Begrüßt wird der Bau der Anlage auch von der Ratsfraktion BfB/Grüne, versichert deren Sprecher Josef Wagner. "Möglichkeiten für Jugendliche sind wichtiger als ein tolles Rathaus", findet Wagner. Das Thema werde den Ratsgremien in der Sitzung des Ausschusses für Kultur, Sport und Tourismus am Montag, 12. April, vorgestellt, teilt Barßels Bürgermeister Nils Anhuth mit.

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