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Skatepark vor der Zitadelle vereint Jung und Alt

Seit einigen Monaten ist die Skateranlage in Vechta wieder geöffnet. Vorurteile über unfreundliche Skater werden hier nicht bestätigt.

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Zentral und gut besucht: Der Skatepark liegt direkt vor dem Gulfhaus in Vechta. Hier kommen Jung und Alt zusammen. Foto: E. Wenzel

Zentral und gut besucht: Der Skatepark liegt direkt vor dem Gulfhaus in Vechta. Hier kommen Jung und Alt zusammen. Foto: E. Wenzel

Skaten im Herzen Vechtas. Seit einigen Monaten ist die Skateranlage vor der Zitadelle wieder geöffnet. Durch die Corona-Pandemie musste sie geschlossen bleiben. Nun können die Bretter wieder rollen. Der Leiter des Gulfhauses, Sebastian Krause, schätzt, dass am Tag um die 40 bis 50 Leute kommen und gehen würden. Vor allem am Wochenende werde der Park gut und viel genutzt.

Probleme würden da nicht aufkommen. Im Gegenteil: Der Park sei "total positiv". Krause habe oft beobachtet, dass Jung und Alt zusammenkommen. "Gestern haben hier 5 junge Erwachsene mit Grundschülern Basketball gespielt", berichtet er. "Das ist total wichtig, dass wir so ein Angebot hier haben. Das wird von allen Altersgruppen genutzt."

Probleme wie Vandalismus gäbe es "auffällig wenig" - selbst, als der Park geschlossen war. Laut Krause hätten ein paar Jugendliche versucht, über die aufgestellten Zäune zu klettern. Aber: "Dann haben wir denen erklärt, dass das versicherungstechnisch ein Problem ist." 

Perfekt zum Tricksen: Die Scooterfahrer Luis und Timo kennen viele Parks – der in Vechta gefällt ihnen gut. Foto: E.WenzelPerfekt zum Tricksen: Die Scooterfahrer Luis und Timo kennen viele Parks – der in Vechta gefällt ihnen gut. Foto: E.Wenzel

Außerdem werde auf die Corona-Maßnahmen geachtet. Krause erinnert sich an die jüngere Vergangenheit: Es durfte nur eine bestimmte Zahl an Skatern auf den Platz; für Personen, die gerade nicht aktiv waren, galt die Maskenpflicht. Das sei aber kein Problem gewesen. Skaten sei ein kontaktloser Sport. Mittlerweile wurden die Maßnahmen gelockert. Die Skater blieben trotzdem achtsam: "Wir erinnern sie manchmal, dass sie darauf achten sollen, aber das ist eigentlich auch kein Problem."

Große Gruppen bilden Risiko 

Ein Risiko bildeten laut Krause größere Gruppen. Doch durch die große Anlage des Zitadellenparks gäbe es für sie genug Platz, um sich auszubreiten und zusammenzusetzen. Der Bauhof sorgt dafür, dass der Park jetzt und auch in Zukunft nutzbar ist.

Der Zukunft sieht Krause positiv entgegen und bringt den CDU-Antrag auf Modernisierung und Ausbau des Parks an. "Wir fänden das grundsätzlich gut. Man muss jetzt schauen, was realisierbar ist." Plan ist: Die Jugendlichen sollten mit eingebunden werden.

Die Besucher des Platzes haben auch schon einige Ideen. Eine Mutter besucht mit ihrem Sohn sonst den Skatepark in Lohne. Dieser ist zurzeit jedoch geschlossen. Zum ersten Mal ist sie nun mit ihm in Vechta. Für die junge Frau ist klar: "Ich bräuchte eigentlich nur einen Schattenplatz für die Mütter." Jetzt sitzt sie auf einer Rampe in der Sonne, um ihrem Sohn zuzuschauen. Der fährt Roller. Auf die großen Halfpipes kommt er nicht hoch. Das sei aber auf anderen Skateanlagen genauso.

Kinder haben keine Probleme mit Älteren 

Der 10-jährige Luis widerspricht. Er fänd gerade die Halfpipe sehr gut – und das für Roller und Skateboards. "Da kriegt man viel Schwung und es ist genug Abstand bis zu den Gittern." Auch der Table in der Mitte des Platzes und die Rampen gefielen ihm, weil sie viele Möglichkeiten bieten. Luis ist mit seiner Mutter und seinem Freund Timo vor Ort. Sie hätten schon viele Skateparks ausprobiert - von Damme bis Hamburg sei so einiges dabei gewesen. Oftmals würden die Älteren auf diesen Anlagen für Probleme sorgen und Alkohol oder andere Getränke auf den Rampen ausschütten. In Vechta sei das nicht so. Probleme mit Älteren hätten sie hier noch nie gehabt.

Wünsche haben die beiden Scooterfahrer auch. Luis meint: "Das einzige, was fehlt, sind Grindboxen und die Quarter sollte erhöht werden." Seine Mutter ergänzt, dass an einigen Rampen Geländer angebracht werden sollten. Timo wünscht sich einzig eine schattige Bank für die Fahrer. Bis jetzt sitzen sie in der Sonne.

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