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Silvesterknaller auf Einsatzkräfte werfen: Schämt Euch, Ihr Gemeinschafts-Saboteure

Thema: Attacken auf Rettungskräfte – auf dieses ausufernde Phänomen muss der Rechtsstaat mit aller Härte reagieren. Im Zweifel auch mit einem privaten Böllerverbot zum Jahreswechsel.

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Deutschland geht es schlecht. Richtig schlecht. Heißt es. Die Lebensmittelpreise steigen. Die Energiepreise ebenso. Der Staat soll helfen. Tut er auch. Gleichwohl vermitteln viele den Eindruck, dass der Gürtel immer enger geschnallt werden muss. Aber offenbar gibt es Ausnahmen. Etwa, wenn es darum geht, an Silvester und Neujahr - zum Teil archaisch, zum Teil ohne jegliche Rücksichtnahme auf Tiere, die Natur und zuletzt zunehmend auf Menschen - mit Knallern, Kanonenschlägen und Raketen um sich zu werfen, als ob es kein Morgen gäbe.

Dann wird nicht nur das Geld, das angeblich gar nicht mehr vorhanden ist, zum Fenster rausgeschmissen, sprichwörtlich verbrannt und verpulvert. Dann wird auch jegliches Miteinander, jegliches Mitgefühl, also alles, was eine Gesellschaft ausmacht und zusammenhält, mitsamt den Knallern in den Wind geschossen, wie am Neujahrsmorgen in der Stadt Vechta geschehen.

Dafür gibt es keine rationale Erklärung

Was läuft schief bei jenen Zeitgenossen, die Menschen attackieren, die wiederum anderen Menschen zu Hilfe eilen? Ist es Frustration? Gibt das irgendeinen Kick, den Normalsterbliche nicht begreifen? Man weiß es nicht. Und man muss es auch nicht verstehen, weil es dafür keine rationale Erklärung gibt. Stattdessen kann die Antwort nur sein: Wer Feuerwehrkräfte, Sanitäter, Polizistinnen, Pflegekräfte und all jene angreift, die diese Gesellschaft mit ihrem Tun am Leben und am Laufen halten, der muss die ganze Härte des Rechtsstaates zu spüren bekommen. Schämt Euch, Ihr Gemeinschafts-Saboteure.

Und nicht nur das: Wenn es nicht anders zu bewerkstelligen ist, wenn auch der Staat und der vernünftige Rest der Bevölkerung nicht in der Lage sind, diesen nicht zu tolerierenden Umtrieben ein Ende zu setzen, dann kann die Konsequenz nur ein privates Böllerverbot zum Jahreswechsel sein. Rechtlich wäre das relativ unproblematisch und schnell zu bewerkstelligen. Dazu muss nur eine Regelung in der Sprengstoffverordnung gestrichen werden, die den Verkauf der Pyrotechnik an Privatpersonen zum Jahreswechsel erlaubt. Und schon hätte dieser Spuk ein Ende - zumindest an Silvester.

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