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#silencio – Harry Potter verzaubert Grundschüler

Trotz Corona veranstaltet die Grundschule Rüschendorf den Vorlesetag. Andrea Litzenburger zieht die Mädchen und Jungen in ihren Bann.

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Mechthild Buck (links) und Andrea Litzenburger freuten sich über die positive Resonanz der Rüschendorfer Schülerinnen und Schüler auf den Vorlesetag. Die Buchauswahl war passend gewesen. Foto: Lammert

Mechthild Buck (links) und Andrea Litzenburger freuten sich über die positive Resonanz der Rüschendorfer Schülerinnen und Schüler auf den Vorlesetag. Die Buchauswahl war passend gewesen. Foto: Lammert

Im Mehrzweckraum der Rüschendorfer Grundschule ist es an diesem Freitagmorgen mucksmäuschenstill. Die Schülerinnen und Schüler haben es sich sehr bequem gemacht. Sie lauschen liegend und in Decken eingemummelt Andrea Litzenburger, die Auszüge aus Joanne Rowlings weltbekanntem Roman „Harry Potter und der Stein der Weisen“ vorliest. In gelben, grünen, blauen und weißen Papiertüten stehende elektrische Teelichte sorgen für die passende Atmosphäre.

"Vorlesen ist für die Kinder ganz wichtig. Sie brauchen gute Vorbilder, um selber zu lesen."Bettina Uchtmann, Schulleiterin

Der alljährliche Vorlesetag ist angesagt. Während der anderswo wegen der Corona-Pandemie ausfällt, hält die Rüschendorfer Schulleitung an der Veranstaltung fest. „Vorlesen ist für die Kinder ganz wichtig. Sie brauchen gute Vorbilder, um selber zu lesen“, sagt Schulleiterin Bettina Uchtmann.

Andrea Litzenburger, die bereits zum dritten Mal seit 2018 den Mädchen und Jungen vorliest, macht die Pädagogin ein großes Kompliment: „Sie strahlt Freude beim Lesen aus, wenn sie sich mit den Kindern auf die Reise der Geschichte begibt.“

Auf die Reise geht die Vorleserin mit ihren Zuhörerinnen und Zuhörern aber nicht nur durch das Zitieren von Passagen aus dem jeweiligen Buch. Sie hat zudem passende Bilder ausgesucht, die auf dem Smartboard zu sehen sind. Manche Textstellen unterlegt Andrea Litzenburger außerdem mit Musik oder Tönen.

Vorschüler hören "Das kleine Gespenst"

Die Länge des Vortrags und die Bücher sind auf die jeweilige Schülergruppe abgestimmt. So hören Vorschüler und Erstklässler 25 Minuten lang Textstellen aus dem 1966 veröffentlichten Otfried-Preußler-Buch „Das kleine Gespenst“. Mehr als 25 Minuten zuzuhören überfordere die jüngsten Mitglieder der Schulgemeinschaft, glaubt Andrea Litzenburger.

Die Zweitklässler hören Auszüge aus Astrid Lindgrens 1981 erschienenem Buch „Ronja Räubertochter“, die Drittklässler aus Michael Endes Meisterwerk „Die unendliche Geschichte“ aus dem Jahr 1979. Für die Großen zauberte dann Harry Potter.

Die Bücher und Textstellen hat Andrea Litzenburger im Vorfeld des Vorlesetages selbst ausgesucht. Und wie in den Vorjahren hat sie den literarischen Geschmack ihres jungen Publikums offenbar getroffen.

Das findet auch die Lehrerin Mechthild Buck, die den Vorlesetag mit organisiert hat. Manches ist dabei im Vorfeld zu beachten gewesen. Im Vordergrund stand dabei die Sicherheit alle Beteiligten wegen der Corona-Pandemie.

Alle Schüler und Andrea Litzenburger tragen Masken

So tragen nicht nur Andrea Litzenburger, sondern auch alle Mädchen und Jungen einen Mund-Nasen-Schutz. Die Kinder betreten den Raum in Vierer- oder Fünfergruppen und nehmen in gebührendem Abstand voneinander auf dem Boden Platz.

Am Ende verlassen sie den Raum wieder geordnet. Zwischen den einzelnen Vorlesestunden sind die Fenster weit geöffnet, um frische Luft in den Mehrzweckraum strömen zu lassen.

Bettina Uchtmann ist davon überzeugt, dass der Vorlesetag auch deswegen stattfinden konnte, weil die Rüschendorfer Grundschule mit 97 Schülerinnen und Schülern eine vergleichsweise kleine Einrichtung ist: „Deswegen können wir einiges umsetzen, was in größeren Schulen nicht möglich ist.“

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