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"Siedlungs-Treff" in Damme geplant: Hilfe für einen sozialen Brennpunkt

Das Projekt ist eine Kooperation des Caritas-Sozialwerks, der Pfarrgemeinde St. Viktor und der Stadt Damme. Ziel ist eine langfristige Verbesserung der Lebenssituation in einem sozialen Brennpunkt.

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Der "Mobile Treff" der Diakonie in Hannover-Davenstedt: Für den  "Siedlungs-Treff" soll ein ähnlicher, etwas größerer Wagen organisiert werden. Foto: Caritas Sozialwerk

Der "Mobile Treff" der Diakonie in Hannover-Davenstedt: Für den  "Siedlungs-Treff" soll ein ähnlicher, etwas größerer Wagen organisiert werden. Foto: Caritas Sozialwerk

Die Mehrfamilienhaussiedlung im Bereich der Straßen Jugendherbergsweg und Gerstenkamp in Damme stand im Blickpunkt der Schul-, Jugend- und Sozialausschusssitzung am Mittwoch im Rathaus. Dort soll über das Projekt "Siedlungs-Treff" die Sozialarbeit intensiviert werden. Im Ausschuss kam die Idee gut an.

Hintergrund: Die Siedlung gilt als einer der sozialen Brennpunkte in der Stadt Damme. Ein großer Teil der Anwohner lebe von staatlichen Hilfen, hieß es. Dazu komme: Mehr als 50 Prozent der Rentner erhalten Grundsicherung. Mehr als 60 Prozent der rund 400 Bewohnerinnen und Bewohner haben einen Migrationshintergrund. Die Wohnsituation sei schwierig, die Einkommensverhältnisse prekär und die kulturellen Unterschiede groß. Das Konfliktpotenzial vor Ort sei daher groß, erklärte Pfarrer Heiner Zumdohme von der katholischen Pfarrgemeinde St. Viktor während der Ausschusssitzung.

Gemeinsames Projekt von Caritas, St. Viktor und Stadt

Die Idee: Das Caritas-Sozialwerk will mit der Pfarrgemeinde und in Kooperation mit der Stadt nun einen mobilen Treffpunkt für die Sozialarbeit in der Siedlung schaffen.
An dem Projekt sollen die Anwohner mitwirken können, Beratungen und Unterstützungen erhalten, sich begegnen und vernetzen können. Wichtig sei es, ein Angebot als Beitrag zur aufsuchenden Sozialarbeit zu machen, da das allgemeine Angebot der Wohlfahrtsverbände die betroffenen Gruppen bisher nicht erreicht habe, unterstrich Cornelia Emken, Gemeindecaritas im Dekanat Damme.

Konkret wollen die Projektträger einen Bauwagen oder großen Anhänger kaufen und zum Treffpunkt umgestalten. Er soll in den  nächsten 3 Jahren an 3 Nachmittagen in der Woche im Bereich Jugendherbergsweg/Gerstenkamp stehen. Von dort aus solle auch die aufsuchende Sozialarbeit unterstützt werden. Das heißt auch: Die Beraterinnen und Berater kommen zu den Menschen. Parallel soll der „Siedlungs-Treff“ eine feste Anlaufstelle mit einem festen Ansprechpartner für die Anwohner sein. Bereits Vorhandenes solle eingebunden werden.

Ein Großteil der Kosten wird über Spenden finanziert

Dabei brauche es laut Emken nicht nur die Infrastruktur. Eine halbe Sozialarbeitsstelle müsse geschaffen werden, um das Angebot mit Leben füllen zu können. Eine Unterstützung durch Ehrenamtliche und ergänzende Honorarkräfte sei gesichert. Die Kosten betragen geschätzt etwa 60.000 Euro im Jahr. Ein Großteil der Summe werde über Spenden finanziert, hieß es. Der Träger und die Kooperationspartner sollten 5 bis 10 Prozent der Summe aufbringen.
Der Schul-, Jugend- und Sozialausschuss sprach eine einstimmige Empfehlung für das Projekt aus. Nun muss der Stadtrat noch zustimmen.

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