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Sieben Covid-19-Neuinfektionen im Landkreis Vechta

71 Personen sind derzeit akut betroffen. Die Mehrheit lebt in Lohne. Die Inzidenzzahl liegt bei 34,97.

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Symbolfoto: dpa/Assanimoghaddam

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Das Gesundheitsamt des Landkreises Vechta hat am Mittwoch 7 Covid-19-Neuinfektionen gemeldet. Die Betroffenen leben in Lohne, Vechta und Dinklage. Die Zahl aller Coronafälle liegt bei 436. Die Anzahl der genesenen Personen: 352. Zwei infizierte Menschen werden stationär behandelt. In Quarantäne befinden sich aktuell 234 Personen, 71 davon sind akut mit dem Coronavirus infiziert. Auf die Orte verteilt heißt das: In Lohne leben 44 Betroffene; in Vechta 11; in Goldenstedt 1; in Visbek 3; in Bakum 9; in Dinklage 1; in Damme 2.

Landrat Herbert Winkel (CDU) trat Befürchtungen entgegen, im Kreis könne es einen "Lockdown", also die völlige Einschränkung des öffentlichen Lebens geben. Der vom Kreis gemeldete Inzidenzwert, der die Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen angibt, sank von 40,67 am Sonntag auf 34,97 am Mittwoch. Damit ist die kritische 50er-Marke, bei der Behörden Einschränkungen prüfen müssen, noch nicht erreicht.

Die Schwelle könnte überschritten werden, wenn am Samstag die Ergebnisse einer neuen Coronavirus-Reihentestung der rund 1.300 Mitarbeiter der zu Wiesenhof gehörenden Oldenburger Geflügelspezialitäten (OGS) vorliegt. Winkel kündigt ein gezieltes Vorgehen an, sollte der 50er-Richtwert übersprungen werden. Bislang gebe es keine Hinweise auf eine unkontrollierte Ausbreitung des Virus. Deswegen würden "voraussichtlich nur räumlich eng begrenzte Maßnahmen" ergriffen werden. "Wer davon nicht betroffen wäre und in den Urlaub fahren möchte, müsste sich daher auch nicht testen lassen." Es gebe ein "klares Ziel: Den Gesundheitsschutz der Bevölkerung zu sichern und gleichzeitig möglichst wenig in das öffentliche Leben im Landkreis einzugreifen",  erklärte der Landrat.

Peta will vor Wiesenhof-Werk protestieren

Unterdessen hat die Tierrechtsorganisation Peta mitgeteilt, am Donnerstag ab 11 Uhr vor dem Hähnchenschlachthof in Lohne zu protestieren. 

Die OGS stehen seit dem Wochenende im Fokus der Behörde, weil sich viele Beschäftigte infiziert hatten. Stillgelegt wurde der Betrieb nicht. Die große Mehrheit der infizierten Beschäftigten lebe mit ihren Familien dezentral im Kreisgebiet, teilweise in Ein- und Zweifamilienhäusern, in Mehrfamilienhäusern oder in Wohngemeinschaften mit anderen Kollegen, teilte der Landkreis zudem mit.

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