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Sicher zum Friedhof: Bessere Überquerung der Marienstraße in Lohne gewünscht

Bisher sei es nur beinahe zu Unfällen gekommen: Wer vom St. Elisabeth-Haus zum Friedhofsportal direkt über die Straße geht, wird von Autofahrern erst spät gesehen.

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Gefahrenstelle für ältere Menschen: Norbert Hinzke, seine Mutter Annemarie Hinzke und Andreas kleine Bornhorst (von links) stehen an der Stelle vor dem Friedhofsportal, an der viele Verkehrsteilnehmer die Straße überqueren. Foto: Hahn

Gefahrenstelle für ältere Menschen: Norbert Hinzke, seine Mutter Annemarie Hinzke und Andreas kleine Bornhorst (von links) stehen an der Stelle vor dem Friedhofsportal, an der viele Verkehrsteilnehmer die Straße überqueren. Foto: Hahn

Wie kann die direkte Überquerung der Marienstraße vom St.-Elisabeth-Haus zum Friedhofsportal sicherer gestaltet werden? Das überlegen der Pflegedienstleiter des Elisabeth-Hauses, Andreas kleine Bornhorst, und Norbert Hinzke schon seit Langem. "Ich beobachte häufig aus meinem Fenster, wie es hier beinahe zu Unfällen kommt", erklärt kleine Bornhorst. "Hier gab es schon einige brenzlige Verkehrssituationen", ergänzt Hinzke. Denn die Altenheimbewohner und Friedhofsbesucher würden die Straße an einer Stelle, die für Autofahrer aus der Richtung des Krankenhauses schlecht einsehbar ist, überqueren.

Ein Zebrastreifen wurde vom Landkreis abgelehnt

Viele Verkehrsteilnehmer wählten einfach den direkten Weg hinter der wegen der Friedhofsmauer unübersichtlichen Kurve, erklärt Norbert Hinzke. Seine Mutter Annemarie Hinzke ist Bewohnerin des St.-Elisabeth-Hauses. Der Fraktionsvorsitzende des CDU-Stadtverbands Lohne und Leiter der Familienbildungsstätte möchte privat einen Antrag auf einen Lösungsvorschlag bei der Stadt stellen. Die Verbesserung der Situation sei ihm persönlich ein großes Anliegen. Er befinde sich bereits in Gesprächen mit dem Bauamt der Stadt, berichtet Hinzke.

Für die Errichtung eines Fußgängerüberweges, einen Zebrastreifen, wäre der Landkreis Vechta als übergeordnete Verkehrsbehörde zuständig. Die Beantragung vor 2 Jahren war aber nicht erfolgreich, schildert Hinzke. Der Landkreis habe seine Entscheidung damit begründet, dass der Fußgängerüberweg an dem Kreisel Lindenstraße/Falkenbergstraße zu dicht an der besagten Stelle sei. Außerdem müsse ein Zebrastreifen vor dem Friedhofsportal aus 50 Metern für die Autofahrer erkennbar sein – das wäre aus Richtung des Krankenhauses nicht möglich. 

Wenig Übersicht: Die Friedhofsmauer sorgt dafür, dass herannahende Autofahrer die älteren Menschen, die die Straße langsam überqueren, erst spät sehen. Foto: HahnWenig Übersicht: Die Friedhofsmauer sorgt dafür, dass herannahende Autofahrer die älteren Menschen, die die Straße langsam überqueren, erst spät sehen. Foto: Hahn

Daher müssen jetzt andere Lösungen her, fordern Hinzke und kleine Bornhorst. "Den Umweg zu dem Zebrastreifen bei dem Kreisel machen die älteren Menschen einfach nicht", betont kleine Bornhorst. Aus Gesprächen mit dem Bauamt gehen mehrere Vorschläge hervor, bericht Hinzke. Man könne Piktogramme auf der Straße anbringen, die auf die Gefahrenstelle hinweisen sollen. Diese müssten dann aber frühzeitig – also vor der Kurve – positioniert werden, überlegen die beiden Männer.

Alternativ oder zusätzlich könnten laut Bauamt auch Straßenschilder angebracht werden. Denn alternative Verkehrszeichen dürfe auch die Stadt installieren. "Wenn wir das weiterspinnen, wären Schilder toll, an denen man erkennt, dass ältere Menschen mit wenig Tempo unterwegs sind", geben Hinzke und kleine Bornhorst zu bedenken. In Großbritannien gebe es Verkehrszeichen, die auf "Eldery people" hinweisen, ein Schild mit einem Rollator kursiert im Internet – die deutsche Verkehrsordnung sieht solche Schilder aktuell aber nicht vor.

Bisher ist es noch zu keinem Unfall gekommen

Ein anderer Aspekt sei, dass die Marienstraße unter anderem wegen des Franziskus-Krankenhauses hoch belastet sei. "Fast wie eine innerörtliche Durchgangsstraße" wirke die 30er-Zone nach Hinzkes Ansicht. Kleine Bornhorst ergänzt: "Die Straße ist wegen der Friedhofsmauer in der Kurve sehr eng und die Autofahrer konzentrieren sich dann eher auf den Gegenverkehr." Zudem würden  Trauergesellschaften den Weg über den Friedhof zur St.-Gertrud-Kirche gehen und die Abkürzung wählen. Auch viele Fahrradfahrer, die dort die Straße überqueren, fallen auf. Bisher sei es aber noch zu keinem Unfall gekommen. "Aber wir müssen es ja nicht so weit kommen lassen", findet Hinzke. 

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