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Sexueller Missbrauch in Caritas-Einrichtungen? Betroffene sollen sich melden

Der Bischof von Münster hat Aufklärung und Aufarbeitung von Missbrauch in allen Diensten und Einrichtungen versprochen. Die Caritas im Oldenburger Münsterland geht jetzt in die Umsetzung.

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Gab es sexuelle Gewalt auch in Einrichtungen der Oldenburgischen Caritas? Der Landesverband will aufklären. Foto: dpa/Gateau

Gab es sexuelle Gewalt auch in Einrichtungen der Oldenburgischen Caritas? Der Landesverband will aufklären. Foto: dpa/Gateau

Die Caritas im Oldenburger Land ruft alle Betroffenen von sexueller Gewalt in Caritas-Einrichtung auf, sich zu melden. Der Landescaritasverband mit Sitz in Vechta folgt damit der Ansage von Münsters Bischof Dr. Felix Genn. Dieser hatte bei der Veröffentlichung eines Missbrauchsgutachtens im Juni versprochen, alle Fälle in Einrichtungen und Diensten der katholischen Kirche im Bistum Münster aufzuarbeiten.

Laut Mitteilung sei am Freitag (9. September) ein Schreiben an alle oldenburgischen Einrichtungen und Dienste der Caritas mit der Bitte versandt worden, das Thema sexualisierte Gewalt offensiv anzusprechen. Auch im nordrhein-westfälischen Teil des Bistums seien alle Einrichtungen angeschrieben worden.

Caritasdirektor Dr. Gerhard Tepe und der stellvertretende Direktor, Honorarprofessor Dr. Martin Pohlmann, erklären in dem Brief an die Einrichtungen im Oldenburger Land: „Als Caritas stehen wir immer an der Seite von Schwachen und Benachteiligten. Daher ist dieser Schritt der Aufarbeitung in unseren eigenen Reihen für uns nur folgerichtig und logisch.“


Für die Betroffenen gibt es laut Mitteilung des Landescaritasverbands mehrere mögliche Ansprechpartner:

  • Laut Mitteilung gibt es Ansprechpartner in den jeweiligen Einrichtungen.
  • Beim Landes-Caritasverband für Oldenburg steht der Theologe und Ethik-Experte Stefan Kliesch (Telefon 0152/27967203; E-Mail: Kliesch@lcv-oldenburg.de) bereit.
  • Darüber hinaus gibt es die Ansprechpartner beim Bistum Münster
    Hildegard Frieling-Heipel (Telefon 0173/1643969), Dr. Margret Nemann (Telefon 0152/57638541) und Bardo Schaffner (Telefon 0151/43816695).
  • Weiterhin steht der Interventionsbeauftragte des Bistums Münster, Peter Frings (Telefon 0251/4956031), zur Verfügung.

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