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Serie von Taschendiebstählen reißt nicht ab: Polizei geht jetzt in die Supermärkte

Mit einer Info-Kampagne wollen die Beamten die Kunden vor den Tricks der Diebe warnen. Die Aktion startet pünktlich zum Weihnachtsgeschäft. Da haben auch die Diebe Hochkonjunktur.

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Symbolfoto: dpa

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Ein Blick in die täglichen Polizeiberichte zeigt es deutlich: Die Serie von Taschendiebstählen im Oldenburger Münsterland reißt nicht ab. Das geht schon seit Monaten so. Besonders beliebte Tatorte sind dabei die Supermärkte. Und gerade hier sei sogar ein Anstieg bei den Taschendiebstählen festgestellt worden. Das berichtet zumindest die Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta.

In der Vergangenheit hatte es die Polizei nicht nur bei der Meldung von neuen Diebstählen belassen. Sie gab auch Tipps, wie man sich bestmöglich vor den Trickdieben schützen kann. Dabei wollen es die Beamten nun nicht belassen. Die Polizei kündigt jetzt eine Präventionskampagne an. Sie soll in der Woche vor dem 1. Advent starten – also pünktlich vor der heißen Phase des Weihnachtsgeschäftes. Dann haben auch die Taschendiebe Hochkonjunktur – nicht nur in den Supermärkten, sondern auch im Einzelhandel und im Gedränge auf den Weihnachtsmärkten.

In "zahlreichen Städten und Gemeinden der Landkreise Cloppenburg und Vechta" sollen vom 21. bis zum 25. November die Beamten ausschwärmen. In den Lebensmittelmärkten sollen sie die Kunden vor den Tricks der Täter warnen.

Trickdiebe rempeln 61-Jährige beim Einkauf in Cloppenburg an

Passend zur Ankündigung der Präventionskampagne wird auch von einem weiteren Fall in Cloppenburg berichtet: Am 11. November wollte eine 61-Jährige in einem Geschäft an der Emsteker Straße einkaufen, als sie plötzlich angerempelt wurde. Das ging so schnell, dass die Frau nicht einmal sagen konnte, ob es sich um einen oder mehrere Täter gehandelt hatte. Nach diesem Vorfall kaufte die Frau unbekümmert weiter ein – erst als sie an der Kasse nach ihrer Geldbörse suchte, wurde der Diebstahl bemerkte. Der oder die Täter waren zu diesem Zeitpunkt längst über alle Berge.

Das sind die wichtigsten Tipps der Polizei

  • Nehmen Sie nur so viel Bargeld mit, wie Sie tatsächlich benötigen.
  • Tragen Sie Geld und Zahlungskarten sowie Papiere immer in verschiedenen verschlossenen Innentaschen der Kleidung möglichst dicht am Körper.
  • Tragen Sie Hand- und Umhängetaschen verschlossen auf der Körpervorderseite oder klemmen Sie sie sich unter den Arm.
  • Halten Sie Ihre mitgeführte Tasche stets geschlossen. Lassen Sie Ihre Handtasche oder Jacke niemals unbeaufsichtigt.
  • Hängen Sie Handtaschen im Restaurant, im Kaufhaus oder im Laden (selbst bei der Anprobe von Schuhen oder Kleidung) nicht an Stuhllehnen und stellen Sie sie nicht unbeaufsichtigt ab.
  • Legen Sie Geldbörsen nicht oben in Einkaufstasche, Einkaufskorb oder Einkaufswagen, sondern tragen Sie sie möglichst körpernah.
  • Vorsicht: Im Supermarkt fragen Fremde das Opfer nach einer bestimmten Ware. Während es danach sucht, wird die Tasche am Einkaufswagen ausgeräumt.
  • Taschendiebe lassen sich am typisch suchenden Blick erkennen: Sie meiden den direkten Blickkontakt zum Opfer und schauen eher nach der Beute.
  • Schreiben Sie sich wichtige Nummern, z.B. die von Ihrem Personalausweis, Ihrem Führerschein oder Ihrer Bankkarte auf oder fertigen Sie alternativ Fotokopien davon an.
  • Notieren Sie sich die IMEI-Nummer Ihres Handys. Sie ist eine Sicherheitsnummer. Wählen Sie auf Ihrem Handy *#06#, dann wird Ihnen die IMEI-Nummer Ihres Handys angezeigt. Mit der IMEI-Nummer können viele Handys nach dem Verlust gesperrt werden. Außerdem kann zweifelsfrei nachgewiesen werden, wem das Handy tatsächlich gehört – falls es denn wieder auftaucht. Schreiben Sie die Nummer auf.
  • Bewahren Sie alle Nummern zu Hause an einem sicheren Ort auf. Der Grund für diese Vorsichtsmaßnahmen: Die Daten erleichtern deutlich den Aufwand, um die Geldkarte sperren zu lassen oder die gestohlenen Ausweispapiere neu zu beantragen.
  • Falls Ihre EC-Karte gestohlen wurde: Unter der Notfallnummer 116 116 können Sie sofort telefonisch die Karte sperren lassen.

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