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Sehnsucht treibt "Seelter Canadians" nach Kanada

Wo Wasser ist, kann man auch Kanu fahren. Die "Seelter Canadians" haben schon viele Flecken der Erde vom Boot aus erkundet. Bald soll es wieder über den großen Teich gehen.

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Fund im Fotoalbum: 2008 waren die Seelter Canadians in Kanada zu Besuch beim ehemaligen Saterländer Gerd Eilers (rechts). Foto: C. Heyens

Fund im Fotoalbum: 2008 waren die Seelter Canadians in Kanada zu Besuch beim ehemaligen Saterländer Gerd Eilers (rechts). Foto: C. Heyens

Die Begeisterung ist auch 15 Jahre später noch frisch. "Unvergesslich! Das war Wahnsinn, der Urlaub hat sich schon nach 3 Tagen gelohnt", erinnert sich Hans Heyens, der Vorsitzende des Vereins "Seelter Canadia" aus Ramsloh. Gemeint ist die Kanu-Tour, die er mit seiner Truppe im Jahr 2008 in Kanada unternahm. 10 Tage waren sie im kanadischen Nationalpark Georgian Bay Islands mit Kanus unterwegs, sahen Vancouver von oben und wurden bei den Niagara-Fällen nass. Auf der Mitgliederversammlung blätterten die Kanu-Freunde aus Ramsloh jetzt noch einmal voller Sehnsucht in den Fotos des Kanada-Urlaubes.

"Wir haben 3 Tage bei dem ehemaligen Saterländer Gerd Eilers und seiner Frau Tanja verbracht", erzählt Heyens.  "Gerd ist vor über 40 Jahren nach Kanada ausgewandert und lebt dort jetzt auf einer Ranch." Ein guter Freund von Eilers war es dann auch, der den Seelter Canadians bei der Planung der Kanu-Tour geholfen hat – "und die Tour zu solch einem Erlebnis gemacht hat", sind sich die Männer einig.

Jetzt wollen sie das Ereignis wiederholen. "Wir planen wieder eine Kanu-Fahrt in Kanada", erzählt Vereinsmitglied Gerd Block. Da passt es auch wunderbar, dass Freund und Ehrenmitglied Gerd Eilers in den nächsten Wochen über den großen Teich nach Deutschland kommt und im Saterland ein paar Tage Urlaub machen möchte. "Da können wir dann alles vor Ort besprechen", plant Block das Treffen mit dem Auswanderer.

Oldenburg, Hamburg, Dubai und die Malediven

Kanada ist indes nicht das einzige ferne Ziel, das die Kanu-Fahrer auf ihren Touren erkundet haben. "Wir waren schon auf den Malediven und in Dubai", erzählt Heyens. Jährliche Touren führen die Vereinsmitglieder auch in die Gefilden der Heimat. Hamburg stand schon auf dem Programm, ebenso Celle, Winsen an der Luhe oder natürlich auch Oldenburg.

15 Jahre später: Die Seelter Canadians (von links: Ralf Müller, Joachim Lukassen, Theo Awick, Theo Naber,  Hans Heyens,  Hermann Ahrens,  Michael Schulze-Althoff,  Reiner Wellenbrock,  Gerd Block und Martin Schütte) sind etwas älter, aber nicht weniger unternehmungslustig geworden. 2022 ist wieder eine Tour nach Kanada geplant. Foto: C. Passmann15 Jahre später: Die Seelter Canadians (von links: Ralf Müller, Joachim Lukassen, Theo Awick, Theo Naber, Hans Heyens, Hermann Ahrens, Michael Schulze-Althoff, Reiner Wellenbrock, Gerd Block und Martin Schütte) sind etwas älter, aber nicht weniger unternehmungslustig geworden. 2022 ist wieder eine Tour nach Kanada geplant. Foto: C. Passmann

Hans Heyens ist sozusagen schuld an der Existenz des Vereins. Er verlieh schon vor rund 20 Jahren Kanus, unter anderem auch an Schulklassen. Und dabei sei ihm, erzählt er, die Idee gekommen, einen Kanuclub zu gründen. Da im Saterland der Rückgriff auf die eigene Sprache naheliegt, war auch der Name schnell gefunden. "Seelter Canadia" heißt der Verein seit seiner Gründung vor 20 Jahren, zu finden ist der Name auch auf den einheitlichen gelben T-Shirts.

"Wir haben viel Spaß an der Freude", sagt Heyens. Die Mitglieder der ersten Stunde der Gründung sind alle noch dabei, und auch das inzwischen vorangeschrittene Alter hält sie nicht davon ab, immer wieder in ihre Kanus zu steigen, um Freude am Paddeln zu haben. Dass dabei die Geselligkeit gepflegt wird, versteht sich von selbst. "Bei uns darf keiner austreten, die Mitgliedschaft verliert man nur durch 'Ableben'", scherzt Heyens. Zu Hause sind die "Seelter Canadia" in der Gaststätte Dockemeyer. Hier haben sie auch ihren Unterstand für die Kanuboote – naheliegenderweise, denn Gaststätteninhaber Michael Schulze-Althoff gehört zu der vergnügten Ramsloher Kanutruppe.

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