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Schwimmkurse haben oberste Priorität

Die Bildungsregion und der Kreissportbund Cloppenburg setzen sich für den Nachwuchs ein. Je älter die Nichtschwimmer, desto dringender sei die Notwendigkeit eines Schwimmkurses.

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Spaß im Wasser: „In kürzester Zeit müssen so viele Kinder wie möglich ins Wasser und schwimmen lernen“, betont Christoph Rohling, Geschäftsführer des Kreissportbundes. Foto: dpa / Büttner

Spaß im Wasser: „In kürzester Zeit müssen so viele Kinder wie möglich ins Wasser und schwimmen lernen“, betont Christoph Rohling, Geschäftsführer des Kreissportbundes. Foto: dpa / Büttner

Ab ins Wasser – der Nachwuchs im Landkreis Cloppenburg soll schwimmen lernen: Das ist das Ziel der „Bildungsregion Cloppenburg“ und des Kreissportbundes (KSB). Sie haben sich das gemeinsame Ziel gesetzt, das Angebot an Schwimmkursen für Kinder in den kommenden Monaten zu maximieren, teilte der KSB mit.

„Wir sind zwar keine ausgebildeten Schwimmexperten, jedoch werden wir unseren Schwimmvereinen, der Deutschen Lebensrettungsgemeinschaft (DLRG), den Schulen und den Schwimmbadbetreibern mit unserem sportpolitischen Netzwerk bei der Bewältigung der herausfordernden Situation beratend zur Seite stehen“, erläutern Markus Winter (Bildungskoordinator der Bildungsregion Cloppenburg) und Christoph Rohling (Geschäftsführer des KSB Cloppenburg) ihr Engagement. Beide sehen ihre Organisationen in der Vermittler- und Unterstützerrolle – beispielsweise bei der Akquise finanzieller Förderungen oder der Vernetzung vor Ort.

Mit Öffnung der Schwimmbäder soll die Durchführung von Schwimmkursen oberste Priorität haben

Auf Initiative des KSB Cloppenburg fand bereits in der vergangenen Woche in der Sportschule Lastrup ein erster Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern der Schwimmvereine, der DLRG, der Schwimmbäder und der Schulen aus Lastrup, Löningen und Lindern statt. „Uns war wichtig, dass aus jedem Zuständigkeitsbereich rund ums Schwimmen jemand am Tisch sitzt, damit wir uns einen guten Überblick über die aktuelle Situation verschaffen können“, erklärt KSB-Geschäftsführer Rohling.

Auch für Cloppenburg haben sich die Bildungsregion, die ortsansässigen Vereine und das Soestebad zusammen mit der Ehrenamtsagentur Cloppenburg auf den Weg gemacht. „Für die Kreisstadt ist das Problem sehr dringend, da es hier durch eine längere Badschließung im Vorfeld auch schon zu Verzögerungen bei der Erstschwimmerausbildung gekommen ist“, so Bildungskoordinator Winter. Alle Beteiligten sind sich einig, dass mit der Öffnung der Schwimmbäder die Durchführung von Schwimmkursen oberste Priorität haben müsse. „In kürzester Zeit müssen so viele Kinder wie möglich ins Wasser und schwimmen lernen. Dafür müssen alle gemeinsam an einem Strang ziehen, um das Angebot optimal aufzustellen“, betont Rohling die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Akteuren.

"Je älter die Nichtschwimmer, desto dringender ist die Notwendigkeit eines Schwimmkurses. Sonst lernen sie es irgendwann nicht mehr."Christoph Rohling, Geschäftsführer KSB Cloppenburg

Eine gute Einschätzung zum tatsächlichen und zahlenmäßigen Bedarf könnten beispielsweise die Schulen liefern. „Im Schwimmunterricht kann schnell und unkompliziert festgestellt werden, wer schwimmen kann und wer nicht. Je älter die Nichtschwimmer, desto dringender ist die Notwendigkeit eines Schwimmkurses. Sonst lernen sie es irgendwann nicht mehr“, teilt Rohling die Erfahrungen aus den Schulen mit.

Problematisch, um die Durchführung einer erhöhten Anzahl an Schwimmkursen abzusichern, könnte das aktuell starke Personaldefizit sein. Hier sei es wichtig, in allen Bereichen die potenziellen personellen Kapazitäten zu prüfen und gegebenenfalls kurzfristige Ausbildungsangebote wie zum Beispiel Erste-Hilfe-Kurse anzubieten.

Die vom Sportbund und der Bildungsregion angeschobenen Projekte sollen als Modellprojekte dienen, aus deren Erfahrung weitere Gemeinden im Landkreis Cloppenburg profitieren sollen, um ähnliche Vorhaben umzusetzen.

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