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Schwimmendes Vereinsheim des Wassersportclubs Barßel wird 110 Jahre alt

Das Kielschiff MS "Hetta" ist seit 34 Jahren Treffpunkt des Barßeler Wassersportclubs. Die Mitglieder blicken auf eine mittlerweile 40-jährige Vereinsgeschichte zurück.

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Schwimmendes Vereinsheim: Die „Hetta“, das Zuhause des WSC, blickt auf eine 110-jährige Geschichte zurück. Darauf sind Gründungsvorsitzender Heinz-Bernhard Kreke (links) und Vorsitzender Thorsten Speidel (rechts) stolz. Auch Speidels Sohn Til freut sich. Foto: Passmann

Schwimmendes Vereinsheim: Die „Hetta“, das Zuhause des WSC, blickt auf eine 110-jährige Geschichte zurück. Darauf sind Gründungsvorsitzender Heinz-Bernhard Kreke (links) und Vorsitzender Thorsten Speidel (rechts) stolz. Auch Speidels Sohn Til freut sich. Foto: Passmann

Wohl die wenigsten Wassersportvereine oder Clubs dürften über ein eigenes schwimmendes Vereinsheim verfügen. Doch der Wassersportclub (WSC) Soeste Barßel ist stolzer Besitzer eines solchen Vereinsdomizils. Darauf sind Barßels Freizeitkapitäne stolz. Seit gut 34 Jahren stellt das Kielschiff MS „Hetta“ für die Barßeler Wassersportler nun ein zweites Zuhause dar. Auf den Schiffsplanken fühlen sich die Vereinsmitglieder sicher und wohl. Vor Anker liegt der rund 20 Meter lange Dampfer, der von einem 145 PS starken Mercedes-Motor mit sechs Zylindern angetrieben wird, im Sportboothafen von Barßel. In diesem Jahr wird die „alte Dame“ genau 110 Jahre alt.

Doch das ist nicht der einzige Geburtstag: Seit gut 40 Jahren gibt es den Wassersportclub Barßel inzwischen, den Steg im Barßeler Hafen können die Vereinsmitglieder seit 25 Jahren ebenfalls ihr Eigen nennen. „Grundsätzlich feiern wir Jubiläen und Geburtstage“, sagt Heinz-Bernhard Kreke, eines der noch lebenden Gründungsmitglieder des WSC Soeste. Leider habe die Pandemie den Jubiläumsfeierlichkeiten jedoch einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Haben das Ruder fest im Griff: (von links) Thorsten und Til Speidel mit Heinz-Bernhard Kreke. Foto: PassmannHaben das Ruder fest im Griff: (von links) Thorsten und Til Speidel mit Heinz-Bernhard Kreke. Foto: Passmann

Der Verein wurde von Freunden des Bootssports in der damaligen Gaststätten Tabke in Barßelermoor gegründet, erzählt Kreke. Gründungsvorsitzender war Ferdinand Werner. Heute hat Thorsten Speidel das Ruder fest in der Hand. „Da die Versammlungen damals immer in Kneipen stattfanden, gab es vom Vorstand stets die Bemühungen um ein eigenes Vereinsheim am Hafen. Doch die Bürokratie versagte diesen Wunsch“, sagt Kreke. Ein Vereinskamerad kam dann auf die Idee, ein Wohnschiff als Vereinsheim umzubauen. Nach langem Suchen fanden die Mitglieder schließlich ein „altes Schiff“ in Bardenfleth an der Weser. Tatkräftig wurde dann an der „Hetta“, so der Name des Schiffes bis heute, gewerkelt und diese schließlich im Sommer 1988 nach Barßel überführt. „Da der Motor noch einwandfrei lief, geschah das auf eigenem Kiel. Wir haben den Namen bewusst nicht geändert“, berichtet Kreke. Nun habe die „Hetta“, die in Holland gebaut wurde, 110 Jahre auf dem Buckel. „Unser schwimmendes Vereinsheim ist ein Schmuckstück und ein Teil des Hafens in Barßel“, sagt Vorsitzender Thorsten Speidel.

Was damals aber fehlte, war der vereinseigene Steg. Bis dahin wurde das Schiff am Steg der Gemeinde festgemacht. 1996 gaben die Behörden nach jahrelangem Kampf schließlich grünes Licht für einen eigenen Steg. „Es war ein Kampf gegen Windmühlen“, erinnert sich das Gründungsmitglied Kreke. Erstellt wurde der Steg in Eigenleistung und ohne finanzielle Unterstützung. Die Einweihung erfolgte dann am 1. Mai 1997. „Die 'Hetta' und den Vereinssteg halten fleißige Mitglieder in ehrenamtlicher Arbeit in Schuss – insbesondere Matthias Brandt, Rudi Friedrichs sowie sein Sohn Markus“, freut sich Vorsitzender Speidel. Vor allem die Jugend bringe sich inzwischen vermehrt in die Vereinsarbeit ein. Der Vorstand des WSC Soeste hofft, dass die Wassersportfreunde aus Barßel noch lange viel Wasser unterm Kiel haben werden.

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