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Schwarzarbeit: Bauunternehmer zu Bewährung und Geldstrafe verurteilt

Es geht um 217.000 Euro, die dem Fiskus vorenthalten wurden. Das Urteil gegen den 59-Jährigen aus dem Landkreis Cloppenburg ist rechtskräftig, berichtet jetzt das Hauptzollamt Oldenburg.

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Baustellenprüfung durch die Finanzkontrolle Schwarzarbeit. Symbolfoto: Zoll

Baustellenprüfung durch die Finanzkontrolle Schwarzarbeit. Symbolfoto: Zoll

Ein 59-jähriger Bauunternehmer aus dem Landkreis Cloppenburg ist wegen Schwarzarbeit zu einer Freiheitsstrafe von 21 Monaten –ausgesetzt auf Bewährung – und einer Geldstrafe von 20.000 Euro verurteilt worden. Das Urteil des Cloppenburger Amtsgerichtes ist rechtskräftig, berichtet jetzt das Hauptzollamt Oldenburg.

Die illegale Beschäftigung von Arbeitskräften flog bei einer Kontrolle der Schwarzarbeit-Fahnder auf einer Baustelle im Friesland auf. Wie Frank Mauritz, Pressesprecher des Hauptzollamtes Oldenburg, berichtet, soll der Bauunternehmer noch während der Kontrolle versucht haben, die Schwarzarbeit zu verschleiern. Die Zöllner wollten die Geschäftsunterlagen prüfen. Dabei habe der 59-Jährige versucht, Nachweise und Dokumente verschwinden zu lassen. Allerdings ohne Erfolg.

Die Fahnder konnten schließlich dem Bauunternehmer in 98 Fällen nachweisen, dass er von 2014 bis 2016 Arbeitslöhne vorenthalten und veruntreut hat. Das sei mit Vorsatz geschehen, berichtet das Hauptzollamt. Es sei das Ziel des 59-Jährigen gewesen, sich selbst zu bereichern. 

Zum einen sei der Mindestlohn für seine Arbeitnehmer nicht gezahlt worden. Zum anderen seien die gesetzlich geschuldeten Steuern und Sozialversicherungsbeiträge nicht abgeführt worden. "Aus diesem Vorgehen resultiert ein Steuer- und Sozialversicherungsschaden in Höhe von 217.000 Euro", berichtet Zollamt-Sprecher Mauritz.

Diese Summe muss der Bauunternehmer jetzt zurückzahlen. Denn das Cloppenburger Amtsgericht sah die Erkenntnisse des Zollamtes als erwiesen an. Der Bauunternehmer steht jetzt unter einer 4-jährigen Bewährungszeit.

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