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Schützenpräsident engagiert sich seit 40 Jahren ehrenamtlich

Uwe Landwehr ist Polizeibeamter, Familienvater und seit letztem Jahr der Präsident des Schützenvereins Holdorf. 4 Wochen nach seinem Amtsantritt kam Corona und stellte ihn vor neue Herausforderungen.

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Viele Abzeichen zieren sein Jackett: Seit er 14 Jahre alt ist, engagiert sich Uwe Landwehr im Verein.    Foto: Bernhardt

Viele Abzeichen zieren sein Jackett: Seit er 14 Jahre alt ist, engagiert sich Uwe Landwehr im Verein.    Foto: Bernhardt

Aktiv, gesellig und zielstrebig - mit diesen 3 Worten beschreibt sich Uwe Landwehr. Attribute, die zu seinem neuen Amt gut passen: Er ist seit letztem Jahr Präsident des Schützenvereins in Holdorf. Trotz seines Vollzeit-Jobs als Polizeibeamter engagiert er sich seit knapp 40 Jahren ehrenamtlich im Verein. Gleich zu Beginn seiner Amtszeit stellte ihn die Corona-Pandemie allerdings vor große Herausforderungen.

Im Februar 2020 wurde der 53-jährige Familienvater von den Vereinsmitgliedern zum Präsidenten gewählt. 4 Wochen später nahm das Unheil seinen Lauf: Corona. Besonders das Vereinsleben musste in den Lockdown-Zeiten zurückstecken. Das Schießen am Schießstand und das gemütliche Beisammensitzen waren vorerst Geschichte. Auch das jährliche Highlight, das Holdorfer Schützenfest, musste bereits 2-mal abgesagt werden. Als neu gewählter Präsident stand Uwe Landwehr damit direkt vor neuen Problemen: Er musste permanent auf dem Laufenden sein und sich mit den ständig veränderten Regelungen auseinandersetzen. Vorstandsversammlungen wollten online organisiert werden, ein Hygienekonzept für die Öffnung der Schießstände musste auch noch her. 

Mit 7 Jahren ist er dem Schießsport verfallen

Nachdem etwas Ruhe eingekehrt war und die Vereinskultur auf 0 heruntergefahren werden musste, habe sich Landwehr wie "ein arbeitsloser Präsident" gefühlt, berichtet er. Noch nie hatte er innerhalb des Vereins solch eine Situation erlebt. "Meine Vorgänger mussten sich zum Glück nicht mit solchen Sachen auseinandersetzen."

Bereits als 7-jähriger Junge habe ihn sein Vater mit zum Übungsschießen genommen. Seitdem ist er dem Sport verfallen und seit seinem 14. Lebensjahr fester Bestandteil des Vereins. Besonders das Freihandschießen hat es dem Polizisten angetan. Seit 1993 ist er dieser Art des Schießens treu. 

In den vergangenen fast 40 Jahren hat Landwehr die Entwicklung des Schützenvereins miterlebt und mitgeformt. Von 1997 bis 2005 war er Chef der 5. Kompanie Bäkeesch. Anschließend rückte er in den engeren Vorstand als stellvertretender Regimentskommandeur auf. Ab 2008 übernahm er dann den Posten - bis er 2020 zum Präsidenten gewählt wurde.

Am meisten gefalle dem 53-Jährigen die Geselligkeit in seinem Verein. Dazu gehöre auch der Austausch der Generationen untereinander: "Hier kommt ein 8-Jähriger mit einem 80-Jährigen ins Gespräch. Das ist einfach eine tolle Sache", schwärmt der Holdorfer. 

"Wenn man etwas gerne macht, dann spielt die Zeit keine Rolle."Uwe Landwehr 

Wie aktiv der Familienvater ist, wird nicht nur durch seine Verantwortung im Schützenverein deutlich. Neben seinem Job als Polizeibeamter spielt er auch beim SV Holdorf in der Ü50 Fußball, ist dort zudem als Kassenwart tätig. Neben diesen Aktivitäten ist er Mitglied im Tennisverein und versuche, einmal pro Woche joggen zu gehen. All das gelinge trotz seines neuen Amtes im Schützenverein: "Die Arbeit im Verein ist ja auf mehrere Schultern im Vorstand verteilt. Natürlich ist das alles zeitaufwendig, aber wenn man etwas gerne macht, dann spielt die Zeit keine Rolle."

Den spannendsten und schönsten Moment in seiner bisherigen Zeit im Verein habe Landwehr beim Schützenfest 2018 erlebt. Im Stechen gegen 5 andere Schützen hat er sich den Titel des Schützenkönigs gesichert. "So viele Menschen haben zugeschaut. Nach dem letzten Schuss haben alle gejubelt. Es war wirklich ein totaler Gänsehaut-Moment", erinnert sich der Holdorfer. Kurz darauf, im Jahr 2019, wurde er zudem Gemeindekönig. Dabei treten traditionell die 3 Könige der Schützenvereine Holdorf, Fladderlohausen und Handorf-Langenberg gegeneinander an. 

Präsident blickt positiv in die Zukunft

Trotz Corona hofft der neue Präsident, dass es nun langsam wieder bergauf gehe. "Dass wir das Schützenfest absagen mussten, ist natürlich sehr traurig gewesen. Aber ich hoffe, dass unsere Saison im Herbst wieder stattfinden kann." Besserung sei in Sicht, denn seit Juni wurde das Übungsschießen bereits wieder aufgenommen. 

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