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Schützenfest in Ambühren: Der 468. Schuss holt den Adler von der Stange

Klaus Jost vom Zug Stalförden ist der neue Schützenkönig des Schützenvereins "Gut Ziel". Nach 3-jähriger coronabedingter Pause freuten sich die Schützen, endlich wieder feiern zu können.

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Gebührend gefeiert: Unter großem Jubel und Beifall wurde der neue König vom Schützenverein "Gut Ziel" aus Ambühren, Klaus Jost, vom Zug Stalförden in das Festzelt getragen. Foto: Heidkamp

Gebührend gefeiert: Unter großem Jubel und Beifall wurde der neue König vom Schützenverein "Gut Ziel" aus Ambühren, Klaus Jost, vom Zug Stalförden in das Festzelt getragen. Foto: Heidkamp

Am Samstagabend endete in Ambühren auf "Hoppes Wiese" die coronabedingte 3-jährige Leidenszeit für die Mitglieder des Schützenvereins "Gut Ziel" Ambühren. Um exakt 19.53 Uhr war es Klaus Jost vom Zug Stalförden, der unter großem Jubel der fast 400 Besucher das hölzerne Federvieh aus dem Horst holte, nachdem er bereits drei Mal gelockert werden musste.

Bei den zuvor 467 abgegeben Schüssen erwies sich der von Adlerbauer Josef Meyer kunstvoll geschnitzte Adler dabei äußerst widerspenstig. Erst mit dem 468. Schuss gelang es dem neuen König, den Vogel von der Stange zu schießen. Im Finale um die Königswürde setzte sich die neue Majestät, die König Heinz Tönnies und Königin Ursula auf den Thron folgt, gegen Christoph Willenbring und Stephan Greten durch.

Dass nicht alle beim Königschießen angetretenen Schützenschwestern und -brüder einen Volltreffer landen konnten, lag wohl mehr an den teils heftigen Windverhältnissen als an den beiden Armbrustspannern, Florian Westerkamp und Jan Moorkötter. Die beiden Schützenbrüder erledigten einen perfekten Job: Mit stoischer Ruhe und Gelassenheit spannten sie ein ums andere Mal die Armbrust und legten die Bolzen in den Schaft.

Schützenverein freut sich über mehr als 20 neue Mitglieder

Für Ambührens Präsidenten Reinhold Abeln war das Königschießen ein perfekter Auftakt für zwei tolle Tage. "Wir wollten unbedingt wieder unser Schützenfest feiern. Darauf haben alle Mitglieder hingefiebert. Auch wenn wir aufgrund von Gesundheitsauflagen nicht in geschlossenen Räumen, wie im Zelt hätten feiern dürfen, dann wären wir halt nach draußen gegangen. Aber ich hoffe, dass das Zelt heute auseinandergeht", war die Vorfreude groß angesichts des großen Zuspruchs bei den Besuchern.

Über 350 Gäste waren es, darunter auch Cloppenburgs Bürgermeister Neidhart Varnhorn, die die Organisatoren zählten. Auch in den Schützenzügen zeichnet sich ein hoher Aufwärtstrend ab. Mehr als 20 neue Mitglieder im Alter von 16 bis 26 Jahren sind in die Züge Ambühren, Stalförden, Schmertheim und Bühren eingetreten.

Für ein aus Bösel kommendes Ehepaar war das Ambührener Schützenfest etwas ganz besonders. Vor genau 40 Jahren lernten sich auf der Tanzfläche Matthias und Ingrid kennen und lieben. "Wir wollten unbedingt wieder einmal zum Ambührener Schützenfest. Dort, wo alles begann. Dass es jetzt nach 40 Jahren endlich klappt, ist doch toll", erzählte Ingrid, die wie ihr Mann von der Atmosphäre des Königsschießens beim Ambührener Schützenfest begeistert war.

Gemeinsame Freude: Der Schützenverein Gut Ziel“ Ambühren mit Klaus Jost einen neuen König. Es freuen sich (hinten von links): Stephan Greten, Christoph Willenbring, Hubert Stuntebeck (Zugführer Stalförden) und Präsident Reinhold Abeln. Foto: HeidkampGemeinsame Freude: Der Schützenverein „Gut Ziel“ Ambühren mit Klaus Jost einen neuen König. Es freuen sich (hinten von links): Stephan Greten, Christoph Willenbring, Hubert Stuntebeck (Zugführer Stalförden) und Präsident Reinhold Abeln. Foto: Heidkamp

Das sind die Ergebnisse:

Königsschießen:

  • Königswürde: Klaus Jost.
  • Krone: Kurt Willenbring (Zug Stalförden),
  • Reichsapfel: Albert Focke (Zug Schmertheim),
  • Zepter: Petra Abeln (Zug Schmertheim),
  • Stoß: Andree Wehage (Zug Stalförden).
  • Federn links: Patricia Many (Zug Ambühren), Walter Bley (Zug Schmertheim), Sebastian Ostendorf (Zug Schmertheim). Federn rechts: Maik Nellißen (Zug Ambühren), Albert Lübbers (Zug Bühren), Mario Nellißen (Zug Schmertheim).
  • Nadeln: Andre Stuntebeck (Zug Stalförden), Walter Högemann (Vahren), Fabian Scherbring (Zug Stalförden).

Kinderadlerschießen:

  • Krone: Florian Focke (Zug Schmertheim),
  • Reichsapfel: Karoline Focke (Zug Bühren),
  • Zepter: Sophie Brake (Zug Schmertheim).
  • Federn links: Mika Schulze, Kilian Meyer (beide Zug Ambühren). Federn rechts: Kilian Meyer (Ambühren). Sophie Brake (Zug Schmertheim), Christoph Abeln (Bühren).

Vereinsmeisterschaft:

  • Mädchen: 1. Marie Weißenbacher, 2. Sophie Brake, 3. Jule Bahlmann.
  • Jungen: 1. Christoph Abeln und Kilian Meyer, 2. Mika Schulze, 3. Felix Focke.
  • Bambi-Mädchen: 1. Karoline Rikus, 2. Jette Bahlmann, 3. Carlotta Moormann.
  • Bambi-Jungen: 1. Ulrich Rikus, 2. Florian Focke, 3. Theo Westerkamp.

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