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Schützen wollen am Stockkamp bleiben

Die Löninger stimmten auf ihrer Generalversammlung fast einstimmig für die Hallen-Sanierung. Zudem wurden 4 Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestätigt.

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Mit großen Mehrheiten bestätigt: 4 der 7 Mitglieder des Vorstands wurden auf der Generalversammlung bestätigt. Von links: König Rainer Rischkowski, Matthias Hölzen, Stefan Barklage, Oberst Hartmut Ruthmann, Franz-Josef Hölzen, Alf Pophanken, Willi Siemer und Martin Eck. Foto: Rosemeyer

Mit großen Mehrheiten bestätigt: 4 der 7 Mitglieder des Vorstands wurden auf der Generalversammlung bestätigt. Von links: König Rainer Rischkowski, Matthias Hölzen, Stefan Barklage, Oberst Hartmut Ruthmann, Franz-Josef Hölzen, Alf Pophanken, Willi Siemer und Martin Eck. Foto: Rosemeyer

Fast einstimmig haben die Mitglieder des Löninger Schützenvereins auf der Generalversammlung im Centralhof dem Vorstand grünes Licht für die weiteren Planungen zur Sanierung der Schützenhalle auf dem Stockkamp gegeben.

Präsident Franz-Josef Hölzen begründete die insgesamt mit fast 50.000 Euro von ihm veranschlagten Kosten mit der dringenden Notwendigkeit, vor allem in die Toilettenanlagen sowie neue Fenster und Türen zu investieren.

Der Verein hat gleichzeitig einen Antrag an die Stadt auf den 30-prozentigen Zuschuss nach den Förderrichtlinien gestellt. Darüber muss der neue Stadtrat in den Haushaltsberatungen für 2022 beraten und entscheiden.

Entscheidung mit weitreichenden Konsequenzen

Dies ist, das wurde in den Diskussionen und Wortbeiträgen zu diesem Punkt deutlich, keine gewöhnliche Entscheidung, sondern eine mit weitreichenden Konsequenzen.

Denn es gibt in dem von der Stadt in Auftrag gegebenen städtebaulichen Entwicklungskonzept den Vorschlag, den sich komplett in städtischem Besitz befindlichen 3 Hektar großen Stockkamp für innovative innerstädtische Wohnbauprojekte zu nutzen. Da gleichzeitig geplant ist, die Sportanlagen einschließlich Stadion mit Tribüne an der Ringstraße zu konzentrieren, würde das Gelände mit der Schützenhalle nur noch vom Schützenverein für sein Volksfest genutzt werden.

Hölzen erläuterte, dass im Auftrag der Stadt ein Wertgutachten der Halle erstellt worden ist, das von knapp 180.000 Euro Gebäude- und bis zu 80.000 Euro sonstigem  Wert ausgeht. Er schätzte die Kosten für eine etwa gleichwertige Schützenhalle auf eine Million Euro, das könne sich der Verein nicht leisten.

Schützenfest soll auf dem Stockkamp bleiben

Marcel Kramer warf die Frage auf, ob es sich angesichts der möglichen anderweitigen Nutzung des Geländes überhaupt noch lohne, in die Halle zu investieren? Der Antrag sei gestellt worden, damit der Verein mit seinem Anliegen ernst genommen werde, erklärte Oberst Hartmut Ruthmann. Das bedeute noch nicht, dass der Verein das Geld auch ausgeben müsse. Er rief die Mitglieder dazu auf, alles zu tun, dass „unser Schützenfest auf dem Stockkamp bleibt. Wenn man es aus Löningen rausholt macht man das Fest kaputt.“

Ähnlich äußerte sich  Jörg Bremersmann: „Wenn wir da nicht mehr feiern, ist der Verein tot. Wir sollten investieren und da bleiben. Das nötigt den Rat, darüber nachzudenken, was er will“.

Präsident Franz-Josef Hölzen im Amt bestätigt

Mit jeweils überzeugenden Voten bestätigten die Schützen die 4 zur Wahl stehenden Vorstandsmitglieder. Das beste Ergebnis mit nur 2 Gegenstimmen erreichte Präsident Franz-Josef Hölzen. Er gehört dem Vorstand damit weiter an. Über die Ämtervergabe entscheidet der Vorstand in seiner konstituierenden Sitzung.

Normalerweise wird über jeweils 2 nach 3-jähriger Amtszeit abgestimmt. Da aber die Versammlung 2020 nicht stattfinden konnte, musste das jetzt nachgeholt werden. Um im Rhythmus zu bleiben,   beträgt die Amtszeit von Franz-Josef Hölzen und Geschäftsführer Alf Pophanken nur 2 Jahre. Für 3 Jahre gewählt wurden Matthias Hölzen und Willi Siemer.

Der von Geschäftsführer vorgestellte Kassenbericht für die vergangenen 2 Jahre war von Corona und seinen Folgen, vor allem den nicht veranstalteten Schützenfesten 2020 und auch 2019, geprägt. Trotz der weiteren laufenden Kosten vor allem für den Unterhalt der Halle konnte das Guthaben um ein paar tausend Euro gesteigert werden, was wichtig ist für die bevorstehenden zusätzlichen Ausgaben für das Jubiläumsfest zum 425-jährigen Bestehen 2022.

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