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Schützen beenden ihre lange Durststrecke

Die Schützenbruderschaft Holtrup-Langförden eröffnet die Schützenfest-Saison in der Stadt Vechta. Der Veranstaltungsrahmen ist kleiner als vor der Corona-Pandemie.

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Gute Laune zum Festauftakt: Den neuen Thron inklusive Ministerpaaren bilden (von links) Thomas und Elke Schwinefot, Stephan Schwinefot und Lena Borchers, Jugendprinzessin Anne Wilking, König Ludger Schwinefot, Schülerprinzessin Greta-Sophie Stammermann, Königin Petra Schwinefot, Alfons und Marlies Baumann sowie Jürgen Brackland und Andrea Ostendorf. Foto: Speckmann

Gute Laune zum Festauftakt: Den neuen Thron inklusive Ministerpaaren bilden (von links) Thomas und Elke Schwinefot, Stephan Schwinefot und Lena Borchers, Jugendprinzessin Anne Wilking, König Ludger Schwinefot, Schülerprinzessin Greta-Sophie Stammermann, Königin Petra Schwinefot, Alfons und Marlies Baumann sowie Jürgen Brackland und Andrea Ostendorf. Foto: Speckmann

Das Schützenwesen hat unter der Corona-Pandemie spürbar gelitten. Aber nun ist die zweijährige Durststrecke beendet. Das Stimmungsbarometer steigt wieder. Das bekommt auch Bernd Götting beim Festauftakt in Langförden zu spüren. Als der heimische General die Gastvereine auf dem Laurentiusplatz begrüßt, gibt es gleich die erste Lachsalve. „Habe die Jacke absichtlich nicht zugemacht. Wollte Sie nicht mit Knöpfen beschießen!“, scherzt ein wohlgenährter Schütze beim Salutieren.

Die Schützenbruderschaft Holtrup-Langförden hatte eine große Portion guter Laune im Gepäck, als sie am Samstagabend die Schützenfest-Saison in der Stadt Vechta eröffnete. Nach der traditionellen Messe marschierten die Schützen zu den Klängen des Musikvereins Langförden zum Bomhof. Viele Fahnen und Wimpel säumten den Weg. Dieses Bild hatte es im Ort eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr gegeben.

Nach der Ankunft in der Schützenhalle trat Brudermeister Fabian Arlinghaus ans Mikrofon. Er stellte in seiner kurzen Ansprache heraus, dass sich nach zwei Jahren des Stillstands wieder die Gelegenheit biete, „gemeinsam und zahlreich zu feiern“. Schließlich fördere das Schützenfest die Gemeinschaft und den Zusammenhalt. „Das Schützenwesen ist hinsichtlich seiner Akzeptanz auf einem guten Weg“, meinte der Brudermeister.

Strahlende Gesichter beim Festumzug: König Ludger Schwinefot und seine Frau Petra ließen sich in einem alten Ford Mustang zum Bomhof chauffieren. Foto: SpeckmannStrahlende Gesichter beim Festumzug: König Ludger Schwinefot und seine Frau Petra ließen sich in einem alten Ford Mustang zum Bomhof chauffieren. Foto: Speckmann

Bei der Organisation der Traditionsveranstaltung hatte der Verein nach Monaten der Beschränkungen eine gewisse Vorsicht walten lassen. Ohne genau zu wissen, wie viele Besucher beim Neustart dabei sein würden, wurde auf ein großes und damit kostenintensives Festzelt verzichtet. Der Tanz sollte sich vornehmlich in der Schützenhalle abspielen, ergänzt durch ein kleines Vorzelt. Somit fiel der Rahmen deutlich kleiner aus als in früheren Jahren.

Neuanfang findet in der Schützenhalle statt

Stellvertretender Ortsbürgermeister Rolf Wichmann (CDU) begrüßte den Neuanfang in der Schützenhalle: „Tolle Atmosphäre.“ Die Grüße der Stadt Vechta überbrachte Bürgermeister Kristian Kater (SPD). Er stellte erfreut heraus, dass es überhaupt wieder möglich sei, gemeinsam zu feiern, und zwar „mit mehr als 10 Menschen in einem Raum, weniger als einem Meter Abstand und ohne Maske.“

Die Pastoren Ralph Forthaus und Karsten Hilgen wünschten dem Fest einen guten Verlauf und hielten sich in ihren Grußworten ebenfalls kurz - zum Gefallen des Schützenvolkes. Schließlich wollten die Schützen auf ihre neuen Würdenträger anstoßen, die bereits zwei Wochen zuvor ausgeschossen worden waren. Im Wettstreit mit vier Mitbewerbern hatte Ludger Schwinefot den Thron erklommen.

Schwinefot hatte schon vor 19 Jahren die Königswürde errungen. Motiviert durch das 50-jährige Bestehen seiner Kompanie Spreda, der er seit der Gründung angehört, nahm der 61-Jährige nun erneut das Zepter in die Hand. Seine Ehefrau Petra hatte vor fünf Jahren das Königsschießen gewonnen. Ihre Ministerpaare bilden Thomas und Elke Schwinefot, Stephan Schwinefot und Lena Borchers, Alfons und Marlies Baumann sowie Jürgen Brackland und Andrea Ostendorf.

Königsthron bei den Kindern bleibt unbesetzt

Über den Titel der Jugendprinzessin freute sich Anne Wilking von der Kompanie Holtrup. Derweil konnte sich Greta-Sophie Stammermann als neue Schülerprinzessin feiern lassen. Sie kommt aus der Kompanie Spreda. Unbesetzt bleibt in diesem Jahr hingegen der Posten bei den Kindern. In dieser Altersklasse fehle es aktuell an potenziellen Bewerbern, erklärte Brudermeister Arlinghaus auf Nachfrage.

Nach dem feucht-fröhlichen Festauftakt stand der Sonntag ganz im Zeichen der Schützen. Preisschießen, Ehrungen und Beförderungen prägten das Programm. Bei Kaffee und Kuchen gab es Gelegenheit zum Klönen. Für die passende Musik sorgte Discjockey Stephan Gutschenko. Um die Bewirtung kümmerte sich der Verein selbst. Das Bier schien zu schmecken. Kein Wunder nach der langen Durststrecke.

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