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Schuss Heil! Das 414. Lohner Schützenfest ist gestartet

Das größte Schützenfest im Oldenburger Münsterland feiert sein Revival. Am Samstag stehen unter anderem die Jüngsten beim Kinderschützenfest im Mittelpunkt. OM-Online ist dabei. Update: 22.16 Uhr

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Für 60 Jahre Vereinstreue geehrt: Schützenpräsident Uwe Moormann (links) und der 1. stellvertretende Präsident Werner Vornhagen (rechts) gratulieren (von links) Wilhelm Arkenau, Gerd Heseding und Hubert Schlarmann. Es fehlten Bernhard Theilmann und Günter Zerhusen. Foto: Timphaus

Für 60 Jahre Vereinstreue geehrt: Schützenpräsident Uwe Moormann (links) und der 1. stellvertretende Präsident Werner Vornhagen (rechts) gratulieren (von links) Wilhelm Arkenau, Gerd Heseding und Hubert Schlarmann. Es fehlten Bernhard Theilmann und Günter Zerhusen. Foto: Timphaus

Endlich erklingt wieder der Gruß "Schuss Heil": Das Lohner Schützenfest ist zurück. Nach der Corona-Zwangspause feiert das größte Schützenfest im Oldenburger Münsterland am Samstag mit dem Schützenempfang der Stadt sein Revival. Im Laufe des Tages steht der Nachwuchs beim Kinderschützenfest im Mittelpunkt. Am Abend hält Pfarrer Hermann-Josef Lücker aus Visbek die Festrede beim Kommers mit mehr als 1500 Schützen. Der Samstag schließt mit dem Großen Zapfenstreich vor dem Rathaus ab. OM-Online ist dabei und berichtet vom Geschehen.


20.45 Uhr: Der Festkommers endet nach rekordverdächtigen 3:45 Stunden. "Wir sind zurück", verkündete Uwe Moormann direkt zu Beginn und gab damit den Ton der Veranstaltung vor. Erleichterung und Freude herrschte allenthalben über das Revival. Bürgermeisterin Dr. Henrike Voet sagte in ihrer Begrüßung: "Ihr habt euch ein richtiges Schützenfest verdient."

Der Visbeker Pfarrer Hermann-Josef Lücker, der die Festrede hielt, gab zu Protokoll: "Gott sei Dank: Schützenfest." Und Landrat Tobias Gerdesmeyer rief den gut 1500 Schützen und Gästen entgegen: "Was habe ich euch vermisst!" Alles zum Festkommers, Ehrungen und Beförderungen lesen Sie hier.

Festredner: Hermann Josef Lücker. Foto: Timphaus
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Ein Höhepunkt war die Proklamation des neuen Kinderkönigs: Jonas Wahlbröhl, der König vom Kroger Pickerweg, hat am Samstag beim Festkommers den Thron bestiegen. Der 11-Jährige erwählte Levke Lienesch, die Königin von der Taubenstraße, zu seiner Begleiterin. Hier geht's zur kompletten Geschichte.

Während des Festkommers verteilte der Schützenverein mehr als 100 Orden. 12 Schützen aus verschiedenen Kompanien wurden befördert. Die höchsten Orden für Kameradschaft und Treue werden vor dem Festumzug am Sonntag auf dem Raiffeisenplatz verliehen.


15.45 Uhr: Am Nachmittag übernahm der Nachwuchs traditionell das Kommando. Der Festumzug startete etwas verspätet am Brunnen „Ego Lohne“. Vorweg marschierten das Kinderkönigspaar Moritz Voth und Carolin Swoboda sowie ihr Gefolge. Unter die Jungschützen mischten sich wie üblich zahlreiche Väter – davon einige mit Kinder- oder Bollerwagen. Auf dem Schützenplatz erwartete die Heranwachsenden eine große Kinderbelustigung. Der Familiennachmittag bot für die Jüngsten allerhand Unterhaltung. Aber auch die Älteren kamen nicht zu kurz. Die Organisation oblag den Kinderwarten André Wilke und Sascha Mikolajewicz. Den kompletten Überblick zum Kinderschützenfest gibt es hier.

Foto: Timphaus
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14.15 Uhr: Die Schützenmesse in der Kirche St. Gertrud mit etwa 1000 Besuchern zelebrierte Militärdekan Torsten Stemmer. Der frühere Lohner Kaplan, Schützenbruder der 6. Kompanie "Brink-Nord", erinnerte an den im Oktober 2020 tödlich verunglückten Pfarrer Uwe Grünefeld, der sonst die Schützenmesse gehalten hätte. Das Mitglied der 15. Kompanie "Rießeler Jäger" stand exemplarisch für die verstorbenen Schützenbrüder, deren Namen der 2. stellvertretende Schützenpräsident Marc Thierbach verlas. Für die musikalische Begleitung sorgte die Stadtkapelle Lohne. Die Kollekte ging an die Aloys-Diekstall-Stiftung. Deren Vorsitzender Heinz Deters ließ es sich nicht nehmen, die Geldsammlung beim "Heinz" fortzusetzen.

Zelebrant der Schützenmesse: Militärdekan Torsten Stemmer. Foto: TimphausZelebrant der Schützenmesse: Militärdekan Torsten Stemmer. Foto: Timphaus

13 Uhr: Bürgermeisterin Dr. Henrike Voet stellte zu Beginn ihrer Begrüßung die Bedeutung des Schützenfestes für die Stadt heraus. "Lohne ohne Schützenfest: Das ist wie Mallorca ohne Ballermann, wie Hamburg ohne Hafen, wie Bremen ohne Haake-Beck-Brauerei." Sie erinnerte an die vielen weltweiten Krisen, die während der Feierlichkeiten für einen Moment in den Hintergrund rückten. "Die gute Laune steht im Mittelpunkt."

Weiter sagte die 38-Jährige, dass das Schützenfest gelebte Integration sei. Beeindruckt zeigte sich die neue Bürgermeisterin bei ihrer Premiere von der "geballten Schützenpower" beim Empfang. Sie gab den Anwesenden den Rat: "Schützenfest ist kein Sprint, sondern ein Dauerlauf. Wer am Anfang zu viel Gas gibt, der schafft oft die letzte Kurve nicht."

Bürgermeisterin Dr. Henrike Voet übergibt einen Blumenstrauß und den Königsschild der Stadt Lohne an das Königspaar Annette und Hans-Dieter Honkomp. Foto: TimphausBürgermeisterin Dr. Henrike Voet übergibt einen Blumenstrauß und den Königsschild der Stadt Lohne an das Königspaar Annette und Hans-Dieter Honkomp. Foto: Timphaus

Voet lobte den Schützenverein, der auch während der Corona-Zwangspause das Schützenwesen lebendig gehalten habe. Zur im Bau befindlichen Schießsporthalle sagte sie: "Das wird ein tolles Gebäude." Die Rathauschefin bedankte sich beim Schützenvorstand für den "Leitfaden zum Schützenfest" und merkte augenzwinkernd an, dass darin aber nicht die Festumzüge erwähnt würden. "Jetzt weiß ich gar nicht, wo ich mich mit einer Familie aufstellen soll."

Mit ihrem Amtsvorgänger und aktuellen Landrat Tobias Gerdesmeyer tauschte Voet ein paar Sticheleien aus. So sei die Bürgermeisterkette wohl beim Polieren um einige Glieder eingelaufen. Nach einem Rückblick auf die Regentschaft des Königspaares Hans-Dieter und Annette Honkomp übergab die Bürgermeisterin den Königsschild der Stadt Lohne an die Majestäten.

Schützenkönig Hans-Dieter Honkomp rief dazu auf, die Corona-Jahre hinter sich zu lassen. "Es ist Vergangenheit. Jetzt ist endlich wieder Lohner Schützenfest." In seiner Rede dankte er unter anderem den Ministerpaaren, seiner 28. Kompanie "Drosten" und dem Schützenvorstand.

Schützenkönig Hans-Dieter Honkomp verteilt in seiner Rede viel Lob und Dank. Foto: TimphausSchützenkönig Hans-Dieter Honkomp verteilt in seiner Rede viel Lob und Dank. Foto: Timphaus

Alles sei bereit für ein Schützenfest in seiner schönsten Form, so Honkomp: Auf der neuen Küstermeyerstraße seien keine Bänderdehnungen zu befürchten und die umgestaltete Steinfelder Straße gleiche nunmehr einer Prachtallee. Der Neubau der Schießsporthalle sei für ihn als Schießwart "das schönste Geschenk", sagte der 56-Jährige – und schenkte der Stadt abschließend den ältesten Orden der Königskette. Kinderkönig Moritz Voth tat es ihm gleich.

Schützenpräsident Uwe Moormann hielt seine Ansprache kurz, aber humorvoll. Er attestierte Bürgermeisterin Voet bei ihrem 1. Schützenempfang, dass sie keinerlei Nervosität habe erkennen lassen. "Du hast es geschafft, du bist angekommen." Vieles habe sich zum Neustart des Schützenfestes verändert, aber das Königspaar sei noch immer dasselbe. 3 Tage lang bestimme nun das Schützenfest das gesellschaftliche Leben in der Stadt, stellt Moormann fest.


Die weißen Tauben sind ein Zeichen des Friedens: Die Majestäten aus Lohne und Bokern-Märschendorf und ihr Gefolge, der Schützenvorstand sowie Bürgermeisterin Dr. Henrike Voet und ihr Gatte Sebastian Emke lassen die Vögel gen Himmel fliegen. Foto: TimphausDie weißen Tauben sind ein Zeichen des Friedens: Die Majestäten aus Lohne und Bokern-Märschendorf und ihr Gefolge, der Schützenvorstand sowie Bürgermeisterin Dr. Henrike Voet und ihr Gatte Sebastian Emke lassen die Vögel gen Himmel fliegen. Foto: Timphaus

11 Uhr: Vor dem Auflass der Friedenstauben betonte Christian Meyer, Vorsitzender des Brieftaubenvereins „Heimatliebe“ Lohne, den Wert der Gemeinschaft, für die das Schützenfest sinnbildlich stehe: „Schützenfest ist Freude und Glück. Schützenfest ist ein Gefühl.“ Er rief zu Achtung, Respekt und Ehrfurcht auf. Um miteinander und füreinander da zu sein, bedürfe es Zeit. „Die Friedenstauben sind ein Symbol. Die Welt ändert sich nur durch unser Vorbild.“


10.30 Uhr: Mit einem feierlichen Empfang der Stadt Lohne im Rathaus ist das 414. Lohner Schützenfest eröffnet worden. Zu Beginn gaben die Stadtkapelle Lohne und der Spielmannszug Lohne ein Platzkonzert auf dem Rathausvorplatz. Anschließend ließen die Majestäten aus Lohne und Bokern-Märschendorf und ihr Gefolge, der Schützenvorstand sowie Bürgermeisterin Dr. Henrike Voet und ihr Gatte Sebastian Emke die Friedenstauben auf.

Der Spielmannszug Lohne gab gemeinsam mit der Stadtkapelle Lohne ein Platzkonzert auf dem Vorplatz des Rathauses; (von links) Karoline Wallmann, Alexandra Niemann und Anne-Marie Sieve. Foto: TimphausDer Spielmannszug Lohne gab gemeinsam mit der Stadtkapelle Lohne ein Platzkonzert auf dem Vorplatz des Rathauses; (von links) Karoline Wallmann, Alexandra Niemann und Anne-Marie Sieve. Foto: Timphaus

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