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Schulstiftung hilft unbürokratisch

Die Bischöfliche Förderstiftung, 2010 vom damaligen Weihbischof Heinrich Timmerevers gegründet, springt ein, wenn es Probleme gibt. So verhielt es sich jüngst in Cloppenburg bei zwei Schwestern.

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Froh, helfen zu können: (oben von links) Lutz Stratmann, Dr. Ludger Heuer und Uwe Kathmann (beide Schulstiftung St. Benedikt), (Mitte von links) Simone Hegger-Flatken (Gast), Anna Schnieders (Schulstiftung), Heinrich Blömer und Jakob von Kirchbach (unten). Foto: Heuer

Froh, helfen zu können: (oben von links) Lutz Stratmann, Dr. Ludger Heuer und Uwe Kathmann (beide Schulstiftung St. Benedikt), (Mitte von links) Simone Hegger-Flatken (Gast), Anna Schnieders (Schulstiftung), Heinrich Blömer und Jakob von Kirchbach (unten). Foto: Heuer

Alena und Samira (Namen geändert) haben kürzlich in einem Brief der Marienschule Cloppenburg gedankt. Es ging um die Unterstützung, die sie erhalten hatten, um den Schulabschluss zu absolvieren. Dafür wollten die Beiden sich bedanken.

Was war geschehen? Die Schulstiftung St. Benedikt, Trägerin von vier Gymnasien, vier Oberschulen und einer berufsbildenden Schule in Vechta, Cloppenburg, Oldenburg und Wilhelmshaven, klärt in einer Mail auf: Die Schwestern waren einige Jahre zuvor als Flüchtlinge aus Syrien nach Cloppenburg gekommen und hatten die Marienschule besucht. Bevor sie jedoch ihren Schulabschluss machen konnten, zogen ihre Eltern mit ihnen nach Oldenburg. Die Mädchen fühlten sich entwurzelt, ihren Abschluss hätten sie gerne an ihrer vertrauten Schule abgelegt. „Es war andauernd jemand ansprechbar und dadurch fühlte man sich als Schülerin beachtet“, schrieben sie später. Doch es fehlte ihnen das nötige Fahrtgeld für das letzte Schuljahr. Schulleiterin Simone Hegger-Flatken bat die Bischöfliche Förderstiftung „Zukunft durch Bildung“ um Hilfe. Die übernahm die Kosten für die Bahntickets. Diese 700 Euro haben sich gut ausgezahlt.

Neben Einzelfallhilfen gibt es das Projekt "Expedition Berufswelt"

Die beiden Schwestern schafften ihren Abschluss mit Bravour. Alena steht laut Mail nun kurz vor ihrer Fachhochschulreife und will Sozialpädagogik studieren, ihre Schwester fängt nach einen Freiwilligen Sozialen Jahr in einer Kita als Auszubildende in einer Kinderarztpraxis an.

Neben solchen Einzelfallhilfen hat die Stiftung mit dem Projekt „Expedition Berufswelt“ in Vechta ein zweites großes Standbein. Seit 15 Jahren wird laut Mitteilung „Expedition Berufswelt“ zusammen mit der Universität Vechta organisiert. Dabei werden Schülerinnen und Schüler der Ludgerus-Schule und der Geschwister-Scholl-Oberschule in Kontakt mit Firmen, Behörden oder öffentlichen Einrichtungen gebracht und über Berufsmöglichkeiten informiert. 57 junge Leute konnten im vergangenen Jahr daran teilnehmen. Das Interesse der potenziellen Arbeitgeber ist groß, die Projektarbeit finanziert sich über Sponsoren.

Diese Beispiele zeigten deutlich, wie die Förderstiftung jungen Menschen helfen könne, freute sich Uwe Kathmann auf der jetzt online abgehaltenen Kuratoriumssitzung. Als Vorstand der Schulstiftung St. Benedikt obliegt ihm auch die Geschäftsführung der Förderstiftung „Zukunft durch Bildung“, wie es weiter heißt.

Stiftung hilft seit 2010

2010 hatte sie der damalige Weihbischof Heinrich Timmerevers ins Leben gerufen, zur Unterstützung finanziell bedürftiger Schülerinnen und Schüler. Ob es um die Übernahme von Essensgeld, die Kosten für Klassenfahrten oder die Anschaffung persönlicher Ausstattung geht – in vielen Fällen leistet die Förderstiftung unbürokratische Hilfe. Die Stiftung werde in erster Line von den Oberschulen der Schulstiftung als Förderinstrument eingesetzt, erklärte Kathmann, der sich eine verstärkte Inanspruchnahme auch durch die kirchlichen Gymnasien und die Berufsschule wünscht. Denn auch hier gebe es bedürftige junge Menschen.

Das sieht laut Mitteilung so auch das dreiköpfige Kuratorium unter Vorsitz von Lutz Stratmann, langjähriger niedersächsischer Wissenschaftsminister. Ihm zur Seite stehen Jakob von Kirchbach und Heinrich Blömer, ehemaliger Vorstand der Schulstiftung. Da die Stiftung aber über kein großes Vermögen verfügt, ist sie auf lokale Förderer an den Standorten der Schulstiftung in Cloppenburg, Vechta, Oldenburg und Wilhelmshaven angewiesen. Ihre Präsenz will die Förderstiftung daher dort erhöhen.

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