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Schulstart im Neubau: Förderschüler erobern neue Elisabethschule

3 Jahre lang hatten die Schülerinnen und Schüler der Elisabethschule neben einer Baustelle gelernt. Am ersten Schultag durften sie jetzt ihr neues Schulhaus erstmals selbst betreten.

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Lauter Jubel: Für die Schülerinnen, Schüler und das Kollegium der Elisabethschule begann das neue Schuljahr mit der Erkundung des neuen Schulgebäudes. Foto: Stix

Lauter Jubel: Für die Schülerinnen, Schüler und das Kollegium der Elisabethschule begann das neue Schuljahr mit der Erkundung des neuen Schulgebäudes. Foto: Stix

Vorsichtig die einen, leise strahlend die anderen, laut staunend die dritten: der erste Schultag war für die Schülerinnen und Schüler der Elisabethschule Friesoythe diesmal ein ganz besonderes Ereignis. Lange waren sie neben einer Baustelle unterrichtet worden, jetzt endlich durften sie selbst erstmals das neue Gebäude betreten. Und schon in der großzügigen Aula waren sie hellauf begeistert.

"Richtig super, es hat sich total viel verändert", sagt etwa Timo "aus der Klasse von Herrn Engel". Der 8-jährige Theo aus der 2. Klasse beschreibt den Neubau als "total cool" und gesteht, dass er "sehr aufgeregt" war. Und damit war er nicht alleine. "Das ging uns allen wie den Kindern", sagt etwa Svetlana Stecker, die Theo während des Schulunterrichts begleitet. "Auch für die Lehrer und Betreuer ist das ein sehr aufregender Tag, über den wir uns alle freuen."

"Ich habe mich so darauf gefreut, wenn es losgeht."Ilona Stiefs, Leiterin Elisabethschule

Zu Recht, denn die neue Schule ist so ganz anders als die alte. Wo es früher eng war, ist es jetzt weit und großzügig, wo es dunkel war, ist jetzt alles lichtdurchflutet, keine Spur mehr von alten Möbeln oder neon-beleuchteten Fluren. "Ich habe mich so darauf gefreut, wenn es losgeht", sagt auch Schulleiterin Ilona Stiefs bei der Begrüßung der Kinder – und verteilt gleich einmal ein dickes Lob: "Ihr habt alle den Weg in die Aula gefunden, das ist schon mal toll", sagt sie.

Erkundungstouren durch den Neubau

Danach geht es los, erst in die Klassenzimmer, dann auf Erkundungstour. Überall laufen Schülerinnen und Schülern mit ihren Lehrkräften durch die Gänge, finden Toiletten, freuen sich in Werkräumen und staunen in Therapiezimmern. Dass hier und da noch ein Eimer im Flur steht oder ein Bauplan an der Wand hängt, stört niemanden. "Die technische Abnahme ist erledigt, die Bauabnahme folgt in Kürze", versichert Stiefs. "Wir können Unterricht machen."

Am 13. Juli hatten das Lehrerkollegium und die Kinder Abschied vom alten Schulhaus genommen. Bereits in der Zeit davor waren die Schülerinnen und Schüler kontinuierlich auf die neue Schule vorbereitet worden. "Wir haben Bilder und Videos aus der Baustelle gezeigt, gemeinsam die Arbeit der großen Kräne beobachtet und die Kinder so immer mitgenommen", erzählt Stiefs.

Vor lauter Aufregung schlecht geschlafen

Sie selbst und das Kollegium waren bereits am ersten Ferientag in das neue Schulgebäude umgezogen, für alle bestand ein großer Teil der Schulferien darin, Schränke einzuräumen, das Haus kennenzulernen, aus dem Bau eine Schule zu machen. Und trotzdem war auch für sie alle der erste Schultag etwas Besonderes. "Eine Kollegin hat mir gestanden, dass sie vor lauter Aufregung gar nicht schlafen konnte", erzählt Stiefs.

Fast 30 Millionen Euro für Neubau und Sanierung des Altbaus

2019 hatten die Bauarbeiten begonnen, gut 21 Millionen Euro hat der Neubau gekostet. Doch auch wenn der jetzt fertig ist, das Leben an einer Baustelle geht für die Mitglieder der Elisabethschule weiter. Denn das bisher genutzte Gebäude wird in den kommenden 12 Monaten komplett saniert, weitestgehend entkernt, umgebaut, mit 2 Brücken mit dem Neubau verbunden sowie durch eine Sporthalle und eine Trainingswohnung ergänzt. Nach Abschluss dieses 2. Bauabschnitts, für den 7,2 Millionen Euro vorgesehen sind, können die Sprachheilklassen aus der Außenstelle in Neuvrees wieder zurückkehren.

Für die Kinder im Neubau kehrt jetzt der schulische Alltag ein, wird das Neue zum Normalen. Aber auch das hat seinen Reiz. "Ich freue mich vor allem darauf, im Unterricht wieder aufzupassen", sagt Timo – und rückt damit den millionenschweren Neubau in den Hintergrund.

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